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THEMA: Natur und Kirche

Natur und Kirche 02 Jul 2013 23:55 #48951

Saetze wie von Frau Bardot, dass sie lieber einen Hundewelpen als ihren Sohn geboren haette

Wenn man sich die Leute wie Frau Bardot ansieht, dann ist schon klar warum so viele ehemalige Stars offenbar zuviel an Sekt und Schneeweißen Verführungen genascht haben...

... um das Thema zurück zu führen: Es geht um die Bedeutung der Natur in Verbindung mit der christlichen Kirche - und das die Naturnähe nicht von irgendwelchen Esoterikern gepachtet wird :)
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Natur und Kirche 28 Jun 2013 09:05 #48946

Wie moistens liegt die Wahrheit in der Mitte.

Ich Weiss nicht, ob es unter Tierfreunden nun mehr Esoteriker gibt als anderswo. Ich Weiss aber, dass es unter Tierfreunden so einige gibt, die Menschen durch Tiere erzetzen.

Dieses Phaenomen kann krank machen bis hin zum sogenannten Animal Hording.

Saetze wie von Frau Bardot, dass sie lieber einen Hundewelpen als ihren Sohn geboren haette, finde ich auch reichlich daneben.

Oder die Missionierungswut so mancher Veganer und Vegetarier, die das Essen von Fleisch mit dem Holocaust gleichsetzen.

Und ich sehe eben die Gefahr, dass das Proket Animalpastor ein Sammelbecken fuer all diejenigen wird, die den Bezug zu Menschen durch die obsessive Fixierung auf Tiere vertauscht haben.

Das kann und darf nicht das Ziel einer Kirche sein.
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Natur und Kirche 27 Jun 2013 21:35 #48945

mcniesh schrieb:
Die Liebe zur Schoepfung und ihren Mitgeschoepfen ist eine Christenpflicht - und nateurlich heilig!

Das wird zu wenig zum Ausdruck gebracht - das stimmt.

Aber wie Du auch schon sagst - einen Gottesdienst oder Theologie fuer Tiere muss man ablehnen. Was sollte es einem suendlosen Geschoepf wie einem Tier auch bringen?

Er bringt den besagten Kirchen und Pfarrern aber dafür Zulauf von Tierfreunden und dem einen oder anderen esoterisch angehauchten Gemeindemitglied ein wenig mehr Nähe.

Ich denke zu wenig des Guten ist schädlich - zuviel des Guten aber auch.
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Natur und Kirche 27 Jun 2013 20:35 #48944

So sehe ich das auch und möchte hier gleich mal einen irischen Segen einbringen, der, wie ich denke, sehr gut passen würde:

"Mögest du dir die Zeit nehmen, die stillen Wunder zu feiern, die in der lauten Welt keine Bewunderer haben."

Und so wollen wir doch versuchen für weniger dankbar zu sein als neidvoll nach dem zu trachten, was wir nicht benötigen.
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Letzte Änderung: 27 Jun 2013 21:33 von columban.
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Natur und Kirche 27 Jun 2013 16:49 #48943

Die Liebe zur Schoepfung und ihren Mitgeschoepfen ist eine Christenpflicht - und nateurlich heilig!

Das wird zu wenig zum Ausdruck gebracht - das stimmt.

Aber wie Du auch schon sagst - einen Gottesdienst oder Theologie fuer Tiere muss man ablehnen. Was sollte es einem suendlosen Geschoepf wie einem Tier auch bringen?
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Natur und Kirche 27 Jun 2013 15:00 #48938

Ich sehe dies ähnlich, auch wenn die Liebe zu den Tieren und der Natur als Gottes Geschöpfen auch irischen Heiligen heilig war. Es liegt z.B. in der irisch-schottischen Glaubenswelt verwurzelt, das Gottes Kraft in jeder Arbeit, jedem Atemzug, der Schönheit der Natur und allen guten Werken und auch den Tieren ist. Allerdings halte ich es ebenfalls für Übertrieben, Gottesdienste für Tiere abzuhalten - Segnungen hingegen sind katholisch üblich. Es ist auch im Altertum kein Beispiel eines "Tiergottesdienstes" bekannt.
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Natur und Kirche 27 Jun 2013 14:11 #48937

Brauchen Fiffi, Minka und Fury die Taufe?


Ich habe im Internet ein Beispiel gefunden, das ich fuer aeusserst schwierig halte.

Es geht um den sogenannten Animalpastor. www.animalpastor.eu/html/german.html

Er beschreibt sich selbst als (ehemaligen?) katholischen Priester (roemisch), der eine Kirche fuer Tier und Mensch gruenden will.

Tiere seien unsere Brueder, so sagt er, und zitiert in diesem Zusammenhang Mt. 25: 40 Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.


Zunaechst einmal ist der Gedanke, dass wir Gottes Schoepfung und seine Geschoepfe achten und liebevoll behandeln sollen, vollkommen richtig und auch mit dem christlichen Glauben vereinbar und auch christliche Pflicht.

Wo es aber theologisch fragwuerdig wird ist, wenn man mit dem obigen Zitat aus der Bibel implizieren moechte, dass Christus+ am Kreuz auch fuer die Erloesung von Tieren gestorben ist.

Tiere koennen nicht suendigen - somit beduerfen sie keiner Erloesung und auch keiner Seelsorge, Theologie oder gar der Sakramente.

Besonders problematisch sind solche Aussagen auch deshalb, weil sie bei Laien die Idee erwecken, dass Tiere dem Menschen gleichgestellte Geschoepfe sind - und dies ist laut der goettlichen Schoepfungsordnung eben nicht so.
In Genesis 1: 28(Septuaginta) heisst es naemlich: Und Gott segnete sie, indem er sagte: Vermehrt Euch und werdet zahlreich und fuellt die Erde und und werdet Herr ueber sie und herrscht ueber die Fische des Meeres und die Flugtiere des Himmels und ueber alle Haustiere und ueber die ganze Erde und ueber alle Kriechtiere, die auf der Erde kriechen.


Mit herrschen ist hier aber nicht das ruecksichtslose Ausbeuten von Tieren in Grosszuchtbetrieben gemeint, um moeglichst billiges Fleisch produzieren zu koennen oder moeglichst billige Eier. Die Beispiele liessen sich hier unendlich fortfuehren.
Mit herrschen ist das gerechte, wohl wollende, barmherzige Sorge tragen und dann auch Ernten gemeint, da der Herr jedes Tier und jede Pflanze einer Bestimmung zugefuehrt hat. Durch den pfleglichen Umgang mit der Schoepfung und unserer Mitgeschopefe preisen wir seine Schoepfung und erhalten sie fuer unsere Nachwelt.

Auch das Segnen von Tieren, Pflanzen, Aeckern und Feldfruechten ist christlicher Brauch.

Worauf der Animalpastor zu recht hinweist ist, dass der heutige Ueberfluss zu einem Missbrauch der uns von Gott geschenkten Gaben gefuehrt hat.
Wir essen zu viel, wir trinken zu viel Alkohol und wir sind so Reiz ueberflutet, dass wir uns ueber Gottes Werke oft eher aergern als freuen.
Mir ging es heute so, als ich meine Tochter aus dem Kindergarten abholen wollte. Vor mir fuhr ein Traktor auf einer schmalen Landstrasse, keine Chance zu ueberholen. Ich war ohnehin ein wenig spaet dran und aergerte mich ueber das langsame Tempo, bis mein Blick auf die reifenden Kornfelder fielen, in denen hier und da die Kornblumen wachsen, dazwischen der rote, wilde Klatschmohn. Dieses herrliche Kornblumenblau und das tiefe Rot – ein wunderbarer Kontrast. Daneben das Korn, die gute Saat, die uns ernaehrt und das Brot des Lebens fuer uns wird.

Entschleunigung in unserem Alltag wird uns die Augen oeffnen fuer das, was uns umgibt, fuer die Schoepfung und unsere Mitgeschoepfe. Wer immer angespannt und unter Druck steht, der nimmt irgendwann gar nichts mehr wahr, wer immer jeden Tag Fleisch auf dem Tisch hat, der wird irgendwann den Geschmack dafuer verlieren und wer niemals Stille praktiziert, wird irgendwann blind und taub werden.

Ein Tier kann uns dabei helfen, diese Augenblicke her zu stellen: Mit einem Hund muss man spazieren gehen – eine Katze braucht Aufmerksamkeit und auch andere vierbeinige oder gefiederte Gefaehrten wecken gute und selbstlose Eigenschaften in uns.
Nur darf man darueber nicht seine Mitmenschen vergessen. Tiere sind nicht die besseren Menschen – sie sind ueberhaupt keine Menschen und moechten auch nicht als solche gesehen und behandelt werden.

Es ist sicherlich Aufgabe der Kirche, auf den pfleglichen Umgang mit unseren Mitgeschoepfen und der Schoepfung hin zu weisen – es ist immerhin Christenpflicht, sorgsam damit um zu gehen!

Aber Kirche als Begenungsstaette fuer Mensch und Tier?

Das faellt eher unter die Rubrik: gut gemeint, aber nicht gut gemacht.
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Natur und Kirche 27 Jun 2013 10:58 #48936

Sicherlich nicht ;) ... der Artikel selbst ist aber noch in Überarbeitung und soll ältere Berichte und auch die Zusammenhänge und Schnittmengen zwischen Neturreligion und Kirche zusammenfassen. Gerade in unserer Kirche haben wir schon seit altersher eine innige Beziehung zwischen Gottes erschaffener Natur, dem Menschen und dem geistlichen Leben darin. Dies und die Unterschiede zwischen dem leider auch oft mißbrauchenden esoterischen Gruppen und der christlichen Kirche aufzuzeigen soll das Ziel dort sein - die kirchlichen Grundlagen sind ja, so denk ich, ohnehin unstrittig und müssen nicht dauernd wiederholt werden ;). Für Tipps oder auch Ergänzungen bin ich immer dankbar, zumal bei diesem eher schwierigen Kapitel.
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Natur und Kirche 27 Jun 2013 10:49 #48935

Durc die Bewunderung seiner Schoepfung den Herrn zu preisen ist nichts Unrechtes, war es nie und wird es auch nie sein.

Allerdings ersetzt der Lobpreis der Schoepfung nicht die Sonntagspflicht und nicht die Teilnahme am Leben des Leibes Christi+, also am Kirchen - und Gemeindeleben.

+Kerstin McNiesh
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