Jesus mein Druide

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Auslegung, Grundsätzliches

Von wem stammt der Ausdruck "Jesus ist mein "Druide" und was bedeutet er? Dies ist eine Besonderheit, die aus einem Gedicht St. Cadoc oder/und Gebet von dem irisch keltisch-katholischen Heiligen Sankt Columba (Columcille), dem Älteren stammt. St. Columban erklärte mit dem von ihm stammenden Satz "Jesus ist mein Druide", das jener sein Lehrmeister und weiser Priester im Status der alten Keltenpriester ist, dem er nachzufolgen gedachte. Es ist die höchste Ehrerbietung und Anerkennung seiner Zeit, denn schliesslich durften die alten Priester und Poeten sogar vor dem König das Wort ergreifen.Dieser Ausspruch ist durch mehrere (auch römisch-katholische) Quellen bezeugt und wird in deren div. Kirchenlexika und Geschichtssammlungen bezeugt und erwähnt.

Quellenlage

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Columcille

Über die historische Aussage eines Abts und Missionars: An der Schwelle vom Heidentum zum Christentum drückte der Heilige Columcille seine Glaubenserfahrung und seinen Respekt mit den Worten aus: "Jesus mein Druide", so wie wir heute als Anrede sagen würden "mein Herr", "mein Meister" und "mein Gott". Er ist natürlich auch nicht herausgelöst aus der Trinität, noch sollte es eine Minderung sein, nein es ist der Ausdruck höchsten Vertrauens. Der berühmte Ausspruch St. Columcilles wurde im damaligen Gälisch und Umfeld darüber besonders betont als "der Eine dem wir vertrauen und alle zuhören" und als Schutz und Hilfe für viele Belange in Not genommen, im vollen Reim und Gedicht allerdings wird die Bedeutung der Worte erst richtig klar. Eine Erklärung folgt nach dem -hier grob übersetzten- Gebet, es stammt aus dem Buch D. Macgregor, Saint Columba, Edinburgh, 1897, mit Bemerkungen und der wissenschaftlichen Erläuterung und Übersetzung aus "The miscellany of the Irish Archaeological Society. Vol. 1. Published 1846 by For the Irish Archaeological Society in Dublin" und stammt ursprünglich aus dem "Yellow Book of Lecan, aufbewahrt im Trinity College Dublin, H. 2. 16. p.320" welches von 1391-1401 entstand und u.a. den kompletten Ulsterzyklus enthält. es ist eine Abschrift aus älteren Büchern: M'Oenuran Cover of: The miscellany of the Irish Archaeological Society. Vol. 1. by Irish Archaeological Society, Dublin. Manage Covers The miscellany of the Irish Archaeological Society. Vol. 1. PD

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Allein bin ich auf den Berg [orig.: in den Bergen]; O königliche Sonne, sei der Weg wohlhabend; Ich habe keine Angst mehr vor irgendetwas Als gäbe es sechstausend mit mir. [orig. sechshundert] Auch wenn es sechstausend Menschen mit mir wären obwohl sie vielleicht meinen Körper verteidigen, wenn der bestimmte Moment meines Todes kommt, dann gibt keine Festung, die ihm widerstehen kann.

Sie, die Unglücklichen wurden sogar in einer Kirche getötet, Selbst auf einer Insel in der Mitte eines Sees; Sie, die gut behütet sind, am Leben zu erhalten werden, Obwohl sie in der ersten Reihe der Schlacht [stehen?],. . . Alles, was Gott einem bestimmt hat, so wird er nicht aus der Welt zu gehen, bis es ihm widerfahren sollte; Auch ein Prinz sollte nichts anderes suchen, Nicht mehr wie eine Milbe soll er erhalten ....

O Lebendiger Gott, O lebendiger Gott! Wehe dem, der aus irgendeinem Grund Böses tut. Was du nicht zu dir kommen siehst, Was du siehst, entweicht aus deinem Griff. Unser Glück hängt nicht vom Schniefen [d.h. Zaubern/Verwünschen] ab. noch von einen Vogel auf der Spitze eines Zweiges, noch vom Stamm eines knorrigen Baumes, noch von einem Sordan Hand in Hand, Besser ist er, auf den wir angewiesen sind, Der Vater, der-One, und dem Sohn ....

Cover of: The miscellany of the Irish Archaeological Society. Vol. 1. by Irish Archaeological Society, Dublin. Manage Covers The miscellany of the Irish Archaeological Society. Vol. 1. PD

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Ich verehre nicht die Stimmen der Vögel, Noch Schniefen [siehe oben], noch irgendeinen Zauber [noch ein Ziel] in der weiten Welt, Noch ein Kind des Zufalls, noch eine Frau; Mein Druide ist Christus, der Sohn Gottes. Christus, der Sohn der Maria, der große Abt, Der Vater, Sohn und Heiliger Geist; Meinem Besitz ist der König der Könige; Mein Auftrag ist in Kells und Moone. Allein bin ich.

Dieses Gebet wurde von St. Columba als Schutzgebet für Jemand auf der Reise benutzt, in etwa wie die Lorica von Sankt Patrick. Ein Auszug oder Variation beschreibt der folgende kleine Teil, der auch sehr populär ist:


Da gibt es keinen Streit ("streod") den unser Schicksal erzählen kann noch der Vogel auf dem Ast, noch der Stamm einer knorrigen Eiche. Ich verehre nicht die Stimmen der Vögel noch Möglichkeiten, noch die Liebe zum Sohn oder Frau - mein Druide ist Jesus, der Sohn Gottes.

Vorstehendes ist so bei Fowler 1920 (4. Chron. Scot. [Rolls Series], p. 52; Fowler, Adamnan, p. lxiii, Reeves, idamnan, p. 74.) benannt, für die nicht native Sprecher: In Gälisch wurde 'mo drui, mac Dé', also 'mein Druide, der Sohn Gottes' benutzt, es ist ein recht schönes gälisches Gebet, nicht umsonst war St. Columcille vor knapp 1500 Jahrem dem Bardischen zugeneigt und verhinderte erfolgreich die Auflösung von Bardenschulen. Er lies die damalige Auffassung in seine Worte einfliessen.

Im Chronicum Scotorum steht in Englisch auf S. 53 (hier grob übersetzt) denn auch diese Passage in der Schlacht von Cuil Dremne 561, in der Fergus und Domhnall und Aedh der Hochkönig von Connacht durch ein Gebet von Columcille siegten, enthält diesen Ausspruch:

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Kopie aus dem Chronicum Scotorum Internet Texts Archive (PD)0, Gott!

Warum wehrst du nicht den Nebel ab, Dann könnten wir die Anzahl der Feinde berechnen, die ihre Gerechtigkeit von uns bekamen. Eine Armee, die um einen Hügel marschiert, Und ein Sohn des Sturmes, der uns verriet; Mein Druide wird mir das nicht ablehnen (täuschen) er ist der Sohn Gottes, er wird mit uns handeln.

Zu dieser Zeit gab es weder in Schottland Druiden wie aus einem gallischen Dorf, noch Esoterik, dies sind alles romantische Verklärungen. Es war eher eine strenge Gesellschaft voller Kriege und mit einem festen monarchischen Aufbau, in der sowohl die Tradition als auch der Glaube tief verankert war.

St. Adomnáns Vita Columbae zeichnete diesen Wandermönch als charismatischen Missionar und eindrucksvollen Poeten, Gelehrten und Herrscher (er kam als Fili aus der Familie des Hochkönigs O'Neill ). Die damalige keltische Gesellschaft kannte als höchste Herrscher den König und seinen Berater und Zeremonienpriester, den Druiden. Von Beiden hatte er -der Druide- allein das Vorrecht des ersten Wortes, so sind St. Columcilles Worte zu verstehen, das er ihn, Jesus, höher als jeden König schätzt und er seinem Wort und seiner Macht vor allem in der Welt Vorzug gewährt. Das ist neben dem Hochkreuz, der Gesänge, der Frauenordination ein Kennzeichen keltischen Christentums und tiefer Gläubigkeit.

Weiterführendes

Weiterführend können wir zu diesem Thema auch http://www.haped.de/Mythen/seiten/columcille.html empfehlen oder den Eintrag in der katholischen Enzyklopädie Advent (in Englisch). Ganz wichtig: Dieser Ausdruck ist KEIN fremdes esoterisches Gedankengut, noch will er unseren Herrn verfremden.