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Satzung und Dekrete

Stand 1.11.2017 ACHTUNG: Geändert! Gültig ab 2018!

Gebührenordnung der keltischen Kirche

§1 Zahler und Begündung

a) Zahler sind alle ordentlichen Mitglieder und Fördermitglieder der Kirche nach Satzung

b) Die eigentlichen Aufgaben der Kirche sind zwar stets umsonst, deren Information, Ausbildung, Ausgestaltung und Ausführung kostet aber Geld. Selbst die Seelsorge kostet die Kirche Geld, aus diesem Grund: Es wird Geld benötigt, damit die Kirche etwas (be-)wirken kann, für sie und hauptsächlich auch für andere. Ein Vorenthalten schädigt das Werk der Kirche.

§2 Gebühren / Kirchgeld

a) Die Mitgliedsgebühr erhält den Verein und dessen Ausgaben (Serverkosten, Notar, Ausstattung, Gebühren, Material zur Verwaltung) am Leben.

b) Die Mitgliedsgebühr beträgt per Jahr 60 Euro für ordentliche Mitglieder. Von diesen wird erwartet, das sie aktiv in der Kirche mitwirken.

c) Sie beträgt 30 Euro für fördernde Mitglieder. Von Fördermitgliedern wird es erwartet, das sie fördernd über die Grundgebühr hinaus fördernd wirken (Geld- und Sachmittel).

d) Das Kirchgeld ist eine freiwillige Zahlung, es kommt der Gemeinde direkt zu Gute. Es beruht auf dem „freiwilligen“ Zehnten (1. Mose 14,20) d.h. einem Liebesopfer als Zehnten an Gott bzw. die Leviten (3. Mose 27,30 und 5. Mo 14,28.29, siehe auch Kirchgeld).

e) Der Beitrag für Gemeinden als Verein (mit ordentlichen Mitglieder) beträgt wie folgt:

Je Mitglied ist eine ½ (hälftige) Gebühr von 24 Euro für ordentliche Mitglieder und 6 Euro für Fördermitglieder an die KKD zu entrichten. Der Restbetrag (24 bzw. 6 Euro) kommt der Gemeindekasse / dem Verein der Gemeinde zu Gute. Dies ist in dessen Satzung aufzunehmen.

§3 Zeitpunkt der Zahlung / Befreiung davon

a) Die Gebühr ist im 1. Quartal des Jahres für das laufende Jahr zu entrichten.

b) Davon befreiende Gründe (wie z.B. SchwB > 50%, besondere soziale Härtefälle -Hartz IV zählt nicht darunter- sind bis Jahresende des Vorjahres anzuzeigen.

c) Etwaige plötzliche Notlagen führen zum Aufschub und ggf. zur Erlassung, befreien aber nicht automatisch von der Zahlung. Ein Befreiungswunsch/ Aufschub/ Ratenzahlung ist mit Belegen an die KKD zu senden.

d) Bei einem Eintritt in oder ab dem 6. Kalendermonat ist der Jahresbeitrag für das laufende Jahr in jedem Fall (ohne Befreiungsmöglichkeit) für jeden Kalendermonat der Mitgliedschaft zu 48/12 d.h. 4 Euro/je Monat (max. 6x4 =24 Euro) im Voraus zu erheben.

§4 Von der Zahlung befreit

a) Befreit sind z.B. allgemeine Gemeindemitglieder (Familienangehörige wie Kinder, Ehegatte), wenn mindestens ein Familienmitglied ordentliches Mitglied ist. Alternativ können jene bei einem Fördermitglied auch als Fördermitglieder aufgenommen werden

b) Gäste von anderen Religionsgemeinschaften sind willkommen. Bei regelmäßigen Teilnahmen erwarten wir wenigstens eine Fördermitgliedschaft / Förderung (Kirchgeld) im Rahmen der Ökumene (2. Kor 9,7).

§5 Nichtzahlung / Rückstände

a) Bei überfälligen Zahlungen (ohne dargelegte Gründe) werden Dienste wie z.B. die Internetdienste eingeschränkt und Betreffende angemahnt.

b) Bei Fortbestehen trotz Mahnung und mangels Begründung wird die Nichtzahlung als Austrittswunsch gewertet bzw. die Dienste (bis auf die Sakramente im Notfall und aus Barmherzigkeit) ganz eingestellt. Es droht ebenso die Streichung / Kündigung.

c) Dies gilt auch für Annahmlichkeiten wie Freizeiten (Münzenberg), Reisen, Vorträge, Werbematerial, Übernachtungen, Messen, Gottesdienste (sofern in Hausgemeinden) usw.
Es ist zwar alles kostenlos, was unsere Kirche bietet, aber mitnichten umsonst.

d) Von der KKD nicht zu verantwortende, schädigende Kosten wie Mahngebühren, Porto, Zustellkosten, Einschreibgebühren, aufgrund ausstehender Zahlungen entgangene Vergünstigungen, erhöhte Zahlungen, Strafen, Zinsen und dergleichen mehr werden der ausstehenden Mitgliedsgebühr aufgeschlagen und zusätzlich erhoben.

e) Vor einem etwaigen Wiedereintritt säumiger ehemaliger Mitglieder sind alle Altschulden als Zeichen guten Willens als Sonderzahlung/Spende vor Eintritt zu begleichen. Die Mitgliedsgebühr für das laufende Jahr ist dann im Voraus bzw. binnen 4 Wochen zu Jahresanfang zu entrichten.


§6 Anpassungen und Gültigkeit

a) Diese Gebührenordnung wurde vom Vorstand festgelegt und wird der Mitgliederversammlung des Folgejahres zur Genehmigung vorgelegt.

b) Im Falle des Notbedarfes können Anhebungen / Senkungen der Mitgliedsgebühr und des Kirchgeldes sofort erfolgen.

c) Sie ist ab sofort gültig, bis sie von einer anderen Ordnung abgelost wird.

Hamm, 1.11.2017

 

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Die hier aufgeführten Dekrete (Verordnungen durch die Kirchenleitung oder Bischofskonferenzen)  wurden zuer Ergänzung bestehender kirchenrechtlichen Bestimmungen erlassen. Sie sollen Detailfragen bis zur Aufnahme in den Codex klären.

 

Dekret 1-2012

1.Betreffend Messwein

1.1. Qualität und Sorte des Weines beim Einkauf

a) Es ist ein Wein der Qualitätstüfe "Prädikatswein" zu verwenden, z.B. Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese, Eiswein.

b) Es darf roter und weißer Wein verwendet werden. Aus praktischen Gründen der Reinigung etc. empfehlen wir, das in Messen innerhalb von Gebäuden oder bei Verwendung von hochwertiger Kleidung Weißwein bevorzugt werden soll, während bei Messen in der Natur oder bei einfacher Ausstattung / Kleidung durchaus auch Rotwein benutzt werden kann.

1.2. Verbrauch des Weines

a) Es ist der Verbauch vor der Messe vorweg abzuschätzen. Idealerweise ist der Wein nach der Messe verbraucht.

b) Der eingesegnete (nicht konsekrierte) Wein soll, falls noch übrig, im Anschluss an die Messe ggf. in einem Agape verbraucht werden.


1.3. Ersatz für Messwein, Ausnahmen

a) Sollte die erforderliche Qualität ausnahmsweise aus begründeten Umständen nicht zur verfügung stehn, so ist die nächst niedrigere Stufe an Qualität zu wählen. Maßgäblich ist hierbei, das eine Qualität gewahrt bleibt, die die Bedingungen des Canon sowie der Überlieferung erfüllt ("aus dem Most von Trauben" und "nicht schlecht sein"). Eine dem Messwein vergleichbare Qualität ist unter anderem auch bei Qualitätswein bestimmter kontrollierter Anbaugebiete (QbA) der Fall.

b) In Ausnahmefällen kann Traubenmost verabreicht werden. Auch hier sollte wiederum auf Naturbelassenheit geachtet werden.

c) In Not- und Ausnahmefällen, wenn weder Traubensaft noch Wein erhältlich ist, kann als symbolischer Ersatz Tee, Wasser oder ähnliches dienen. In diesen Fällen dient die Verabreichung in Gestalt des Brotes (Hostie) als Blut und Leib Christi. Präzedenzfälle hierfür sind u.a. die Zeit der Fernostmission der kath. Kirche und Handhabe i.d. EKD

 

Dekret 2-2012

1 Betreffend alte Ordnungen (VO, RO, AO)

1.1    Fehlende oder weggefallene Regeln im Codex bzw. der Regel

a) Sie werden als ergänzende Regelungen zu Referenzzwecken weiterbenutzt. Sollte im Codex oder der Ordensregel bzw. Satzung eine Stelle nicht zutreffend geklärt sein, ist für eine dementsprechende Auslegung vor Neufassung die o.a. Ordnungen in der alten Fassung zu bemühen.

1.2    Wappen und Kennzeichen der keltischen Kirche und ihrer Fraternitäten

  1. a)Das keltische Hochkreuz
  2. b)Die typischen Insignien der keltischen Länder: Drache, Löwe, Lilie und Harfe
  3. c)Der Galero und Quasten als geistlichen Wappen aus katholischer Tradition heraus,
    sowie Abtstab und ähnliche kirchliche oder klerikale Zeichen.
  4. d)Triskelle, sowie Eigenschöpfungen wie folgt:

1) OOC / OKGK Hochkreuz mit den 3 Strahlen,

2)altes OOC banner mit Whiteoakinsignien, Früchten und Runenkreis, mit stilisierten Hochkreuz – bitte NICHT mehr verwenden.

3) Das ritterliche Wappen des Ordens OOC,

4) unser OOC Triskell,

5) Das aus 3 Kreisen in Form des OOC gebildete Siegel mit walisischem Drachen,

6) das Hochkreuz der KKD

7) Das neue aus 4 Zeichen keltischer Länder gebildetete Wappen des OOC mit den Insignien unseres Herrn und OOC Hochkreuz in der Mitte.

8) Das ÖRKK Zeichen

9) St. Pirminzeichen

10) Das Diakkon

 

Dekret 4-2012

Betreffend Homosexualität und Frauenordination

ad Homosexualität: Die Frage des Verbotes der Sakramentserteilung bei gleichgeschlechtlichen Ehen zwang die Arbeitskreise "Codex" bzw. "Liturgie" der KKD zu einer theologischen Beleuchtung der Auswirkungen auf den Dienst bzw. die Anwendung von Regeln auf die Priesterausbildung und Weihe, sowie auch andere Sakramente. Hierbei ist zu beachten, das wir dem katholischen Glauben verpflichtet sind und auch biblische Grundlagen nicht mißachten dürfen. Es wurde beschlossen:

a) Die Priesterweihe (sowie auch kleineren Weihen) für aktive ausgeprägt gleichgeschlechtliche Seminaristen ist untersagt. Die Gründe befinden sich in den Apostelbriefen, es kann jedoch von diesem Verbot bei Enthaltung der Person über mind. 3 Jahre hinweg abgesehen werden.

b) Laiendienste sind davon nur insoweit betroffen, als das man um Diskretion in der Öffentlichkeit und im Dienst bittet.

c) Die Kommunion für Praktizierende käuflicher Liebe und ähnlich exzessive Vorlieben sind untersagt.


ad Frauenordination: Eine Anpassung wurde gemäß der keltischen UND katholischen Tradition nötig: Das Bischofsamt von Frauen war in der keltischen Kirche stets mit dem Äbtissinnenamt, also einer Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft bzw. einem Orden zulässig. Darin war zum Beispiel auch Brigida von Kildare berechtigt, ebenso Bischöfe zu weihen und einzusetzen. Das Diakonissenamt war bereits in der frühen katholischen Kirche üblich, auch ohne Zugehörigkeit zu einem Orden, es ist also davon nicht betroffen..

a) Frauen sollen nur dann in die Priesterämter geweiht werden, wenn sie einer Ordensgemeinschaft angehören. Dies ist die logische Folge, da das Priesteramt zum Erreichen des Bischofsamtes (siehe Begründung) nötig ist.

b) Frauen sollen nur dann in die Bischofsämter geweiht werden, wenn sie das Amt der Äbtissin oder Priorin in einem Orden bzw. Gemeinschaft belegen.

Nähere Erläuterungen finden sich hier: Faq Gleichberechtigung

 

Dekret 5-2012

Betreffend Sukzession und höhere Weihen,
eingeschlossen niedere Novizenweihen sofern auf dem Weg zur höheren Weihe
(7 stufiges Amt, Klerus - auch Ordensgemeinschaften):

Die Sukzession der männlichen Linie wird fortan nur von männlichen Mitgliedern des Klerus weitergegeben, in Übereinstimmung mit div. altkatholischen und katholischen Bestimmungen.

Die Sukzession der weiblichen Linie (als Brigidlinie fortan bezeichnet) wird fortan nur von weiblicher Seite von der amtierenden Äbtisssinbischöfin an weibliche Mitglieder des Klerus weitergegeben.

Es ist ab sofort allgemein eine gegenseitige Weihe männlich/weiblich untersagt,
desgleichen auch eine Cozelebration bei dementsprechenden Mischweihen.

Obgleich wir solche Weihen anderer Kirchen anerkennen, sehen wir uns aus Prinzipgründen zu dieser Trennung verpflichtet.

Dies bezieht sich auch auf Weihen in den Fraternitäten, Klöstern oder Orden:
Ab sofort besitzt jede gemischte Gemeinschaft einen Abt und eine Äbtissin mit gleicher Jurisdiktionsgewalt gegenüber Gleichgeschlechtlichen (auch wenn ggf die Satzung nur einen Vorstand vorsieht).

SEBES

Die Kirchenleitung

+ Uwe Eckert, Präses KKD,  + Kai Günther, Kanzler KKD,  + Daniela Pahnke, Archivarin

 

Dekret 6-2012

Nach Überlegung und Beratung der Bischofskommision in der KKD wird die Änderung gg Homosexuellen präzisiert: Die keltische Kirche schließt sich dem Standpunkt der röm. kath. Kirche an. Dies bedeutet:

A) Fürbittegottesdienste sind bei homosexuellen Paaren generell untersagt,

B) bei Mitgliedern werden "leichte Tendenzen" d.h. keine ausgeprägte oder offen ausgelebte und sexuell praktizierte Homosexualität geduldet.

C) Im Seelsorgebereich gibt es Ausnahmeregelungen, da gilt das Gebot der Nächstenliebe und der Betreuung.

Nähere Begründungen sind den FAQ zu entnehmen.

 

Dekret 1-2013

Nach Überlegung und Beratung des Bischofskollegium in der KKD wird eine (kleine) Reform der Liturgie zum Ende 2014 angekündigt:

  1. Das keltische Messbuch beschreibt den keltischern Ritus (in kath. Tradition) mit Opferbereitung am Anfang des Gottesdienstes (ähnl. mozarabischer/gallikanischer Ritus). Dieser wird in Landessprache (hier also in Deutsch) durchgeführt.
  2. Einzelne -für die Messe- beiläufige Stellen werden modernisiert bzw. angemessen vereinfacht und an die heutige, römische Liturgie angenähert.

  3. Es ist weiterhin in Harmonisierung mit allen Katholischen Kirchen und Gruppen und als Geste des guten Willens der römischen kirche gegenüber ab sofort gestattet, die alte tridentinische Form der Messe in Deutsch oder Latein durchzuführen.
  4. Es ist in Harmonisierung auch nach wie vor gestattet, einen angepassten modernen römischen Ritus nach Rituale Romanum (Ordo Missae) zu verwenden und/oder andere geeignete, moderne Gottesdienstformen für Andachten zu verwenden.

Diese Änderungen treten sofort nach Verkündung in Kraft

anno Domini dies VII Mensis Aprilis MMXIII    - SEBES +Columban III+ Primus Ecclesia Celtica in Germania

 

 

Dekret 2-2013

Nach Überlegung und Beratung des Bischofskollegium in der KKD werden kleinere Änderungen in der Litugie schon vorab für 2014 in Ergänzung zu Dekret 1-2013 durchgeführt. Begründung:

Aus Praxisgründen wird der Reform in der altkatholischen und römischen kirche Rechnung getragen und die Liturgieform insoweit reformiert, als das der grundsätzliche Ablauf modernen Gottesdiensten folgt, ohne die typisch "Keltischen", kleinen Eigenheiten zu übergehen. Am meisten fällt dies in den Proprien auf, in den Sakramenten (und deren Abläufen), in kleinen eingefügten Segnungen und Gebeten. Mehr noch fällt es in den diakonischen Angeboten, als auch den Missionsbemühungen in das Gewicht. Es soll die Vielfalt in Einheit betont werden.

1.) Die Liturgie wird gestrafft und der altkatholischen / römischen (ökumenischen) Liturgieform angeglichen.

2.) In Kontrast dazu ist Mundkommunion mit Intinktio oder -in kleinem Rahmen- mit Kelchreichung bei uns als vorherrschende Eucharistieverabreichung vorgesehen. Die Handkommunion soll aus Reinheitsgründen des Leibes unterbleiben.

3.) Ergänzung zu 2.)

a) Sie kann aus der Hand empfangen werden, wenn diese z.B. bei Klerikern dementsprechend gereinigt wurde und der Empfänger selbst als Spender fungieren könnte.

b) Sie kann auch aus der Hand empfangen werden, wenn dies nach einem anderen Ritus (z.B. altkatholisch) erlaubt wäre oder wenn -wie bei ökumenischen Gottesdiensten üblich- die Handhabung des Abendmahles eines (Kon)zelebranten von der bei uns Üblichen abweicht. In diesem Fall gilt allerdings für Angehörige unserer Kirche die Teilnahme nur als Teilnahme an einem Gottesdienst, nicht aber an einer vollständigen Messe (siehe Agape).

Dekret 3-2013

ungültig, siehe Dekret 7-2013

Dekret 4-2013

 

Unsere Schwester im Diakonamt

Kerstin McNiesh

geboren am 23.11.1976

wird hiermit durch das Bischofskollegium
der Keltischen Kirche in Deutschland beauftragt, als

Priester im Aufgabenbereich eines Generalvikars

das Bistum Sulzbach-Rosenheim der KKD und die orthodoxe katholische Einigkeitskirche als Teilkirche selbstständig zu leiten. Die Vollmachten und Pflichten des Generalvikars regeln der Kanon und die Dekrete der Keltischen Kirche in Deutschland.

Priesterin Kerstin McNiesh wird weiterhin von Seiten Äbtissin Daniela Pahnke beauftragt, als Priorin dem Orden St. Sebastian in Deutschland vorzustehen

Dekret 5-2013

Nach Überlegung und Beratung des Bischofskollegium und Beschluss in der KKD wird das schon in der letzten Vorstandssitzung beratene Synonym "Keltisch-katholische Kirche" oder dessen Abkürzung "KKK" der Bezeichnung der KKD bzw. Keltischen Kirche in Deutschland hinzugefügt. 

Es unterstreicht hiermit nochmals die Zuordnung zum katholischen Zweig als Teil der iroschottischen lateinischen Kirche und soll Mißverständnissen gegenüber anderen Teilkirchen oder der römisch Katholischen Kirche vorbeugen. Die keltische Kirche / keltisch-katholische Kirche sieht sich nach wie vor als ein Teil der einen heiligen,  katholischen und apostolischen Kirche.

Dekret 6-2013

Nach Beratung des Vorstandes und Beschluss des Kollegiums in der KKD wird die Zusammenarbeit / Gemeinschaft mit der CGW  bis zur Klärung der Zusammenarbeit und der Zugehörigkeit als Teilkirche der KKD, auch und besonders die Filialkirche betreffend, bis auf Weiteres (nächste ordentliche Sitzung der KKD) ausgesetzt. Die Zusammenarbeit in allgemeinen Kirchenfragen / Ökumene ist davon ausgenommen.

 

Dekret 7-2013

Nach Beratung mit der CGW und Beschluss des Vorstandes wird das eingangene Konkordat zwischen CGW und KKD als nichtig angesehen, obwohl es kirchenrechtlich bislang (mit allen Folgen) als gültig angesehen wurde. Ebenso gilt die Mitgliedschaft als irrtümlich eingegangen (fehlender Beschluss der CGW / Satzungsgründe). Die Mitgliedschaft der CGW wird für nichtig erklärt (ohnehin vorläufig gültig). Aus beiden Beschlüssen geht hervor, das eine Gemeinde der KKD im betreffenden Gebiet nicht bestand und dies also mit allen Folgen für Gebiet und Klerus / ergangene Dekrete leider als hinfällig gilt. Es gilt der Stand vor 8/2012.

 

Dekret 1-2014

Betreffend Kanzler Kai Günther: Der bisherige Kanzler und Weihbischof Kai Günther wird mit Wirkung ab dem 1.1.2014 mindestens bis zum 31.1.2014, längstes jedoch bis 1.6. vorläufig aus persönlichen und organisatorischen Gründen und nach Kenntnisnahme des Vorstandes beurlaubt und von allen Ämtern entbunden.
Als Vertretung wird die Archivarin, Bischöfin Daniela Eckert, Mitglied des erweiterten Vorstandes und der Bischofskonferenz  ihn bis auf weiteres kommisarisch vertreten. Die Gemeinde Bad Essen wird vorläufig der Gemeinde Letter / dem Bistum Hannover unter Vertretung von Vikarin Fr. Lange zugeschlagen.

Nachtrag: Der Wechsel im Vorstand wurde laut Vorstandssitzung am 20.1.2014 so beschlossen.

 

Dekret 2-2014

Betreffend Ordination und Konsekration Pstn Kerstin McNiesh (OSS)

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes, Pstn Kerstin McNiesh (OSS) wurde mit Wirkung zum 24.8.2014 das Amt der GeneralÄbtissin des Ordens St. Sebastian von Seiten der UCC Bishop Brow mit seinem Bischofssitz übertragen.
Von Seiten des Verhältnisses des OSS zur KKD ändert sich damit folgendes: Da der OSS per Vertrag vollständige Fraternität der KKD ist und sie sowohl in den USA als auch hier das oberste Amt des OSS innehält, erhält sie damit ebenso das Amt einer apostolischen Vikarin der KKD in den USA, mit der Befugnis der Leitung dort nach eigenen Ermessen die KKD würdig zu vertreten, eigene Diözesen/Fraternitäten zu errichten und deren Leiter einzusetzen.

Dies bedingt jedoch eine umgehende Konsekration und Ordinierung in das Amt einer hiesigen Diözesanbischofin und einer Titularbischöfin, Kerstin Mcniesh wird damit von der Kirchenleitung am heutigen Tage, dem 27.8.2014 zur Bischoferwählten ernannt, die Zeremonie soll im Oktober (genauer Termin und Ort wird bekannt gegeben) erfolgen.

 

 

Dekret 3-2014

Betreffend Datenschutzbeauftragten und Datenschutz

Bis auf Weiteres entfällt in unserer Kirche die Stellung des Datenschutzbeauftragten, da er bei der Größe unserer Datenverarbeitung und den damit Beauftragten (noch) nicht nötig ist. Wir werden deshalb -und mit Wegfall des bisherigen Beauftragten- darauf achten, das der Datenschutz bei uns nicht an der gewohnten Sicherheit einbüsst: Alle Akten sind hier vor Ort und können (nach Termin) eingesehen werden, ebenso die gespeicherten Daten (die sich auf freiwillig gegebene Informationen beziehen). Alle Standards werden hier vor Ort eingehalten - und wir möchten auch, das dies weiterhin so bleibt. 

Dekret 4-2014

Wir möchten darauf hinweisen, das wir keinerlei ökumenische Beziehungen zur CG Wunstorf nebst ihrem Leiter unterhalten und das ein zeitlich unbegrenztes Verbot für ihn und seine Gemeinschaft zur Teilnahme an unseren Veranstaltungen oder Betreten uns zugehöriger Grundstücke ausgesprochen wird. Desweiteren werden auch die Ämter dieser Gemeinde in unserem Verständnis und damit die Gültigkeit der Kommunion von uns nicht anerkannt,

Dekret 5-2014

Aus gegebenen Anlass möchten wir darauf hinweisen, das Liturgie (d.h.Gottesdienste) und Ausstattung (Kleidung etc.) dem römisch- bzw. altkatholischen Verständnis und dem Rituale Romanum entsprechen und auch in dieser Form erteilt werden.Wir bitten hierzu unsere Satzung, als auch unseren Canon zu referieren, an die wir von Rechts wegen gebunden sind und deren Bestimmungen wir einhalten. Weitergehende Fragen über unsere Denomination beantwortet unser Lexikon.

Darüber hinaus werden wir uns zukünftig rechtliche Schritte und Schadensersatzansprüche gegen Dritte vorbehalten, die falsche Behauptungen unter Nichtbeachtung der §§ 186, 187 StGB öffentlich gegen uns und andere verbreiten und damit geeignet sind, christliche Gemeinden und Kirchen und deren Würdenträger öffentlich zu kränken oder im öffentlichen Ansehen zu schädigen. Wir erbitten dahingehende Hinweise unter die im Impressum angegebene Rufnummer, damit wir diese umgehend weiterleiten können.

Dekret 5-2014

Ergänzend Sukzession und höhere Weihen, Dekret 5-2012 wird zum Teil ersetzt/angepasst:

Aufgrund des CIDEC zur Gleichberechtigung von männl. /weibl. Priestern wird das Dekret 5-2012 nochmals angepasst:

Die Sukzession der weiblichen Linie (als Brigidlinie bezeichnet) soll (falls möglich und gewünscht) fortan  von weiblicher Seite von einer der geweihten Bischöfinnen in Gedenken an St. Brigid im Sinne einer festen Tradition als Konsekrator oder wenigstens Co-Konsekrator  (notfalls in Abentia!) in einem Orden an eine weibliche Priesterin weitergegeben werden. Nach der Sukzession ist eine Kerze im Sinne des "Hüten des Glaubensfeuers" (vgl. Brigida Kildare) zu überreichen.

Die Sukzession der männlichen Linie soll (falls möglich und gewünscht) fortan  um eine auch in anderen Kirchen zugelassene, gültige Weihelinie bei männlichen Priestern zu gewährleisten, möglichst durch einen männlichen Konsekrator bzw. in Beisein eines männlichen Cokonsekrators (notfalls in Abentia!) erfolgen.

Gegenseitige Cozelebration ist gemäß CICEC in der KKD natürlich ebenso erlaubt wie eine gegenseitige Weihe, insofern entfällt Dekret 2-2012!

Hierbei ist aber zu beachten, das dies auf Schwierigkeiten bei der ökumenischen Zusammenarbeit stoßen kann. Im Sinne einer gewissen Harmonisierung ist also darauf zu achten, das -außerhalb von Orden- wenigstens eine reine männliche Linie gewahrt bleibt, als auch eine weibliche Linie nachvollzogen werden kann.

Dekret 6-2014

Ergänzend Erg. CICEC bezüglich werktägliche Gebete und Solitärmessen / Wortgottesdiensten und  Zingulum

Ergänzt wird im CICEC Punkt 4-I-5.2 e) durch Wortgottesienste / Werktagsgebete

"e) Für die anderen Dienste der Kirche, Taufen, Hochzeiten und Bekenntnisse, tragen die Amtlichen eine weiße oder elfenbeinfarbene  Albe passend und einer Stola von der Farbe des Sakraments oder Amtes das er leitet. Bei Beerdigungen und Wortgottesdiensten (auch werktäglichen Gebeten) ist eine schwarze Soutane / Talar / Anzug mit Stola angemessen. Sollte eine (geistliche) Kommunion / Agape stattfinden, so darf auch zusätzlich ein Superpellicum (Rochett) oder eine Kasel in Wochentagsfarbe getragen werden."

Als bevorzugte Bindeknoten des Zingulum werden der bei anglikanischen / US-katholischen und episcopalen Kirchen übliche Knoten und/oder alternativ dazu der gallikanische bzw. römische Knoten festgelegt.

 

Dekret 1-2015

Beschlüsse rückwirkend aufgehoben siehe Dekret 5/2016.

 

Dekret 2-2015

Betreffend UCC / KOED 

Laut Vertrag und der Bitte um Eingliederung wird die UCC / KOED in die Celtic Church International als us-amerikanische Auslandsjurisdiktion überführt. Sie führt zukünftig den Namen Celtic Church in USA.

 

Dekret 3-2015

Ergänzend CICEC Kanon 1-I-1.3 Gerichtsstand und Grenzen

Es wird im CICEC Kanon 1-I-1.3 um den Punkt d) bis f)  ergänzt:

d) Auslandsjurisdiktionen, die vertraglich in die KKD integriert wurden oder vertraglich als neue, selbstständige Tochterkirchen aufgebaut werden, sind der Verwaltung nach eigenständige Auslandsdiözesen der KKD, kirchenrechtlich  gesehen aber wie jede Diözese der KKD unterstellt und eingegliedert.

e) Auslandskirchen müssen sich mit einem Kürzel oder einer Bezeichnung in Landessprache als Teilkirche der keltischen Kirche z.B. Celtic Church / Keltische Kirche in  [Land] oder ]Bezeichnung / Eigenname] - Celtic Church International bezeichnen.

f) Die KKD trägt in Kommunikation, Organisation und Verwaltung mit Auslandsjurisdiktionen die englische Bezeichnung Celtic Church International oder CCI. Es gilt als Verfassung der deutsche Kodex CICEC für alle Auslandsjurisdictionen in jeweils landesspezifischer Anpassung nach Genehmigung der KKD.  

 

Dekret 4-2015

In der Frage der Abtreibung ist folgendes festzustellen:

a) Die Pille "danach" ist bei sofortigem Einsatz nach einer "Panne" wie jede andere Pille oder Hormongabe einzuschätzen: Sie ist keine Abtreibung. Dennoch sollte ihr Einsatz abgewogen werden, ob sie wirklich sinnvoll ist, oder ob man es Gott überlassen sollte, überhaupt ein Kind geschenkt zu bekommen. Wir sind für die Familie und für das Leben.

b) Bei verständlichen Indikationen ist bis zur 5. Schwangerschaftswoche (beginnender Herzschlag) nach Beratung mit dem Kollegium das Ei noch nicht so weit entwickelt, das sogar bis danach auch immer noch Abgänge vorkommen. Wir haben den ersten Herzschlag als Indikation für "Leben" festgelegt, ab dieser Zeit sollte nicht mehr die Pille eingesetzt oder eine beginnende Schwangerschaft unterbrochen werden, vorausgesetzt, das Wohl und Leben der Mutter ist nicht in Gefahr.

In den Codex wird diese Regelung nicht Einzug finden, da sie ohnehin schon nach Maßgabe der Bischöfe unter den Kirchenstrafen abgedeckt wird und eine Einzelfallbetrachtung nötig ist.

Zum Aus- und Wiedereintritt von Gläubigen in die keltische Kirche

a) Beim Austritt gehen sämtliche Inkardinationen verloren. Kleriker können, aber müssen nicht im gleichen Rang oder gleichen Amt aufgenommen werden.

b) Ein Wiedereintritt von Gläubigen ist nach einem Ausschluss nach Buße und Beseitigung der Ausschlussgründe direkt wieder möglich.

c) Ein Wiedereintritt von Gläubigen ist nach einem freiwilligen Abgang / Abfall (Kündigung) aus der KKD auch möglich, jedoch wird eine Wartezeit (Bußzeit) zu Grunde gelegt. Diese staffelt sich nach den Wiederholungen: Beim 1. Mal mind. 1 Jahr zum Zweck der persönlichen Reflektion, beim 2. Mal mind. 2 Jahre etc.

d) Ab dem zweiten Austritt sind intensive Gespräche über die rechte Intention und Disposition des Betreffenden und über die Gründe notwendig: Eine Katechese wird empfohlen, da so auch die Wartezeit sinnvoll genutzt wird.

Zum Thema "Outing" nach Aufnahme und Weihe im Klerus

Als Folge einer Diskussion und zur Vermeidung von Mißverständnissen, als grober vorläufiger Entwurf und Handlungsempfehlung:

Im Falle des (nachträglichen) Outings oder der Präferation von Klerikern betreff Homosexualität gibt es bei der KKD 3 Möglichkeiten:

a) Ein zölibatäres Leben um des Amtes willen mit der Folge, im Amt und der KKD bleiben zu können.

b) Eine Offenlegung mit Laisierung als Folge: Die Person wird dann fortan als Prädikant/in eingesetzt, aber ohnehin nicht gänzlich entlassen.

c( Wenn möglich eine Überstellung oder Empfehlung zur einer verschwisterten (mit Interkommunion) verbundenen Kirche mit passenden, tolerierten Ämtern.

Wir hoffen, das wir damit sowohl dem Codex, als auch dem Barmherzigkeitsgrundsatz Rechnung tragen. Dies wäre ohnehin ein bei uns noch nie vorgekommener Fall, der aber eine mögliche Lösung für Betroffene (auch anderer Kirchen z.B. der römisch-katholischen) aufweisen könnte.Wir sind für eine Diskussion in diesem Punkt offen.


 

Dekret 1-2016 (28.3.2016)

Dekret 28.3.2016

Aufgrund der gesetzlichen Gegebenheiten hier in Deutschland sehe ich mich als Vorsitzender der KKD und des Bischofkollegiums gezwungen, auf einige Besonderheiten nochmals generell hinzuweisen:

a) Die Bibelschule Columban ist kein Fernlehrinstitut, noch verleiht sie akademische Abschlüsse. Auch sind ihre Abschlüsse staatlich nicht anerkannt. Dies alles muß auch nicht sein, sie bildet die eigenen Priester aus. Interessenten an akademischen Abschlüssen mögen sich an geeignete Universitäten im In- und Ausland wenden. Deren Abschlüsse werden auch anerkannt.

b) Auch bei der Bibelschule Columban akkreditierte Schulen oder Institute richten sich nach gesetzlichen Vorgaben, nach denen sich die betreffenden Schulen in Deutschland (und international) richten müssen. Auf den kirchlichen Bereich beschränkte Vorgaben richten sich nach den jeweiligen Ländern, in denen die Schule Niederlassungen besitzt.

c) Die Keltische Kirche in Deutschland e.V. besitzt ebenso keine Fernlehrinstitute, noch betreibt sie selbst universitäre Einrichtungen. Ihre interne Ausbildung wird durch die Bibelschule Columban und ihre Abkömmlinge bzw. Zweigstellen (USA) sichergestellt. Sie unterstützt jedoch auch beratend kirchliche Bildungsinstitute im In- und Ausland, bevorzugt im privaten Sektor.

d) In der keltischen Kirche in Deutschland integrierte Fraternitäten haben sich gemäß dem Codex der keltischen Kirche, nach deren Bestimmungen und nach deren Satzung zu richten. Dies bedeutet, das sie hiesige Bestimmungen gemäß der in der keltischen Kirche (und u.U. auch deren des Ordens vom Steinberg, welcher die Bibelschule Columban führt) beachten müssen. Ein Verstoß gegen diese bedeutet - auch stillschweigend - wegen Verstoßes gegen die Satzung den direkten Aussschluß aus beiden vorgenannten Vereinen, vorbehaltend Schadensersatzansprüchen bei rechtlichen Verstößen.

e) Die Interkommunion und ökumenische Vereinbarungen begründen keine rechtlichen Ansprüche, sondern nur kirchliche Verbindungen. Diese sollten denn auch auf kirchliche Bedingungen beschränkt bleiben. Wir gehen davon aus, das andere Gemeinschaften die Gesetze  der jeweiligen Länder, in denen sie wirken, beachten und das eigene Bestimmungen nicht jenen entgegen stehen, nach denen sich auch die keltische Kirche richtet.

 

Dekret 2-2016 (14.6.2016)

 

Zur Kleidung der Messdiener und Ausgestaltung ergehen folgende Ergänzungen:

Ministranten allgemein

Einfache Ministranten sollten eine Albe oder Chorhemd mit einem Zingulum tragen. Das tragen der Schärpe ist ihnen untersagt. Sie sind den niederen Weihen stets untergeordnet.

Albe

Die Albe oder auch Kapuzenalbe wird auch als Mantelalbe von Altardienern (niedere Weihen) in Weiß getragen, sie wird mit einem Zingulum hoch gebunden.

Zingulum

Dieses Tunikaähnliche Gewand wird mit einem Zingulum (Strick) zusammengeschnürt. Hierfür wird das Zingulum in Form einer Schlaufe gebunden, an einem Ende sollen 3 dreifach verdrehte Knoten enthalten sein, für die drei evangelischen Räte.

Das Zingulum darf in einer für das jeweilige Fest gültigen liturgischen Farbe sein zum Beispiel (siehe auch Jahreskreis:

  • Weiß: An Ostern (alternativ auch an allen Messen, falls kein farbiges Zingulum zur Hand), Herrenfesten, Gedenktagen und Weihnachten
  • Rot: An Pfingsten, Märtyrerfesten, Palmsonntag und Karfreitag
  • Grün: Alle Wochentage und Sonntage im Jahreskreis
  • Violett: Fastenzeit und Adventszeit
  • Schwarz: Bei Totenmessen, Karfreitag
  • Blau: Zu Marianenfesten (Optional, Zulassung bleibt dem Klerus überlassen)

Andere Farben als Jene sind - mit Ausnahme von Ausschmückungen- untersagt.

Schärpe

Zur Kennzeichnung der verschiedenen Dienste darf eine weiße Schärpe (10 cm Breite) getragen werden. Diese sollte mit einem Aufdruck / Pin / Button versehen sein, der auf die Funktion und den Weihegrad des Betreffenden hinweist:

Ostiarier - Schlüssel (Da sie die Schlüsselgewalt über die Kirche und den Einlass besitzen) Lektor - Buch (Da sie das Evangelium hüten und tragen, sowie die erste Lesung tätigen dürfen) Exorzisten - Kreuz (Da sie beim Segnen und Austreiben aus z.B. Tauf-/Weihwasser assistieren dürfen) Akolythen - Kerze (Da sie die Kerzen anzünden, sie halten und kleinere Arbeiten am Altar verrichten)

 

Dekret 3 /2016

 

Statement und Dekret zur Anerkennung von Konfirmation von Mitgliedskirchen der EKD und Anerkennung der Firmung der altkatholischen bzw. anglikanischen Kirchen.

Verkündet am 7.7.2016 Dekret 3/2016

Ausgangslage:

Es ergibt sich bei der Konvertierung von evangelischen Christen zur KKD und umgekehrt das Problem der Anerkennung der Firmung, besonders aber Konfirmation, da diese dem Grunde nach in evangelischen Kirchen als Sakramentale ausgelegt wird, der Handlung nach sich einschliesslich vorangehender Katechese, Prüfung und Gewissensbekundung und Handauflegung nicht im Wesentlichen von der Firmung unterscheidet und ebenso als Zulassung zum Abendmahl / Eucharistie angesehen wird.

Beispiele:

„Vereinbarung zur gegenseitigen Zulassung zum Patenamt und zur gegenseitigen Anerkennung von Firmung/Konfirmation“ zwischen der Vereinigten Evangelisch - Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und dem Katholischen Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland im Rahmen der Ökumene / ACK

Kirchenrechtliche Beurteilung von Seiten der KKD

Die Firmung ist als separates Sakrament im Jugendalter vorgesehen, kann aber u.U. entfallen, wenn dies zusammen mit der Taufe (Salbung) bereits bei z.B. einer orthodoxen Kirche im Kindesalter bei der Taufe oder im Erwachsenenalter geschieht. In Jedem Falle muß dies von einem Bischof beauftragt oder genehmigt sein:

Kanon 4-II-2.4 Vollmacht für das Sakrament der Firmung

a) Diözesanbischöfe sind nicht berechtigt, Vollmachten einem Spender für das Sakrament der Firmung zu gewähren. Die Firmung wird als ein Sakrament betrachtet, das von jemand in episkopaler Weihe (d.h. einem Bischof) übertragen wird.

Ausnahmen sind hierbei zulässig, wie folgender Passus bestätigt:

Kanon 4-II-4.2 Spender des Sakraments der Firmung

a) Die ordentliche Spender für das Sakrament der Firmung ist der Bischof. Der (Apostolische Administrator und) Diözesanbischof darf nur in begründeten und genehmigten Ausnahmefällen Vollmachten für die Firmung Priestern gewähren.

Da diese Ausnahme bei evangelischen Christen im Rahmen der Ökumene anzunehmen ist, wird die Konfirmation mit Handauflegung unter Herbeirufung des heiligen Geistes und Akklamation zum überwiegenden Teil als erfüllte Firmung angesehen. Diese wird zudem beim Abendmahl durchgeführt:

Kanon 4-II-4.4 Durchführung des Sakraments der Firmung

a) Firmungen sind während der Eucharistiefeier durchzuführen, außer aus wichtigem Grund verhindert.

b) Chrisam, welches für das Sakrament verwendet wird, muss von einem Bischof in vorgeschriebener Weise nach dem Sakramentar der KKD gesegnet sein.

Laut Beurteilung fehlt indes immer noch die formelle Besiegelung bzw. Bestätigung eines Bischofes mit Chrisam während einer Eucharistie innerhalb der KKD. Dieser fehlende Teil wird z.B. mit Bezeichnung eines Kreuzes mit Chrisam (und ggf. Handauflegung, wenn gewünscht) während der ersten Kommunion innerhalb der KKD formell der Ordnung halber nachvollzogen. Die erfolgte Konfirmation gilt bei uns als Bestandteil der christlichen Taufe mit eingeschlossener Versiegelung / Confirmatio und daher auch als Sakrament, welches nur der teilweisen Ergänzung der Handlung zur vollständigen Gültigkeit als solches bedarf. Man vergleiche hierzu:

Kanon 2-IX-2.1 Definierte Mitgliedschaft

b) Wer wirksam die Sakramente der christlichen Initiation von einer anderen kirchlichen Gemeinschaft erhielt, dessen Riten akzeptabel für die KKD sind und der eine Mitgliedschaft in der KKD beantragt, ist ein Mitglied der KKD. Wer diese Kriterien erfüllt, die formell an Tochtergesellschaften mit jeder Pastorei oder Mission der KKD durch die Registrierung als Mitglied dieser Pastorei oder Mission gebunden sind, soll die Mitgliedschaft in der KKD haben.

Die erfolgte Konfirmation besitzt also durchaus auch bei uns die Zulassung zur Eucharistiefeier. Im Gegenzug erhofft sich die KKD ihrerseits auch die Anerkennung ihrer Sakramente in der Ökumene.


Dekret 4/2016

 

Laut Vorstandsbeschluß wird festgelegt und verkündet:

Gebührenordnung der keltischen Kirche (siehe Forum oder Download)

 

Dekret 5/2016

 

Das Dekret 1/2015 verliert seine Gültigkeit. Das Konkordat zwischen der FKG Duisburg (ehemals FKGD) lebt wieder rückwirkend auf.
Addendum: Rückwirkend nach kurzer Zeitdauer wg. Gründung der FKB ad acta aufgehoben.

 

Dekret 6/2016 ergänzend Dekrete 4-6/2012


Die keltische Kirche in Deutschland beschließt mit ihren Auslandsjurisdiktionen folgendes:

1) Eine Segnung einer Bindung, auch gleichgeschlechtlicher Brüder und Schwestern, ist unter folgenden Grenzen im Rahmen eines Fürbittgottesdienstes außerhalb und innerhalb der Kirchen der KKD während eines Gottesdienstes (z.B. auch mit Austeilung vorgeweihter Gaben) gestattet:

- Wenn im liturgischen Rahmen die Brüder bzw. Schwestern den Segen für eine Bindung aneinander von Gott erbitten, in der sie für ein sündfreies, ehrliches, verantwortungsvolles Leben in Liebe miteinander und füreinander einstehen wollen, zur Ehre Gottes.

- Wenn dieser Segen als gemeiner Segen (Matrikelform) festgehalten wird.

- Wenn dieser Segen kirchlich weder als Hochzeit, noch Ehe, noch Sakrament angesehen wird (ungeachtet weltlicher Bestimmungen z.B. einer Verpartnerung)

- Wenn die Kleidung angemessen und der Austausch der Bindungssymbole passend und angemessen ist.

2) Die Entscheidung zur Zulassung obliegt den einzelnen Priestern. Sie können eine Bindung auch aus persönlichen Gründen ohne Angabe von Gründen ablehnen.

3) Falls eine Ablehnung ausgesprochen wird, ist von Seiten des ablehnenden Priesters ein geeigneter Priester oder mit einer Partnerkirche (z.B. UKK) eine Möglichkeit für die Bindung zu finden.

Betreffend 6/2012 B)

Die Priesterschaft bei gleichgeschlechtlich präferierten Klerikern soll keinen Anlass zum Ärgerniss oder Vermutung der Würdelosikeit geben. Sie dürfen ebenso gebunden sein, eine "offen ausgelebte", provozierend und unagemessene  Zurschaustellung ihrer privaten Vorlieben oder gar Vorfälle im Dienst führen zur sofortigen Suspension bzw. Abweisung. Siehe auch: Schreiben Caritas Christi, welches hiermit auch ergänzt wird.


Dekret 1-2017

 

 

 

 

 

 

 

 

Dekret über die Ausbildung der Priester und Diakone in der Keltischen Kirche in Deutschland

 

 

 

Priester in der Keltischen Kirche in Deutschland

Die Ausbildung der Priester in der Keltischen Kirche in Deutschland

 

Priester müssen in erster Linie geistliche Menschen und geistliche Begleiter sein und aus ihrem Glauben heraus den Menschen helfen, ihren persönlichen Weg zu Gott zu finden.

 

Der Priester handelt in der Person Christi. Das ist die Würde eines jeden Priesters. Christus wird in dieser Welt gegenwärtig im Priester. Das zeigt sich, wenn er in der Person Christi spricht: „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“ Die Aufgabe des Priesters ist deshalb, Christus so in sich aufzunehmen, dass er sagen kann: „Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir.“

Das ist nur möglich, wenn der Kandidat für das Priestertum sich stetig um ein enges und nahes Verhältnis zu Gott bemüht. Dieses Bemühen ist das eigentliche Studium eines Kandidaten und eines Priesters, welches automatisch zu lebenslangem Lernen wird. Ein so sensibler Beruf bedarf es der ständigen Aus- und Fortbildung; Und dies erst recht in Zeiten sich rapide verändernder Lebensformen und Glaubenswelten, die sich so gänzlich von früheren unterscheiden.

 

Doch: Glauben ist nicht rein kognitiv erlernbar. Man kann sich Glauben nicht einflößen, durch Literatur und Prüfungen. Glaube muss wachsen. Der Glaube ist wie eine empfindliche Pflanze, die in jedem Manschen angelegt ist, die dann gegossen, gedüngt, mit Sonne beschienen werden muss, die aber auch beschnitten und umgepflanzt werden muss, wenn sie sich zu sehr in eine falsche Richtung entwickelt.

 

Der Priester ist ein auf Gott, auf Jesus Christus, auf den Heiligen Geist hin ausgerichteter Mensch. Um Priester werden zu können, braucht der Kandidat den Glauben, die wahre Bekehrung und die Einsicht, sein ganzes Leben Gott zu schenken. Erst dann kann er dem Ruf folgen, sich in besonderer Weise durch die Weihe Christus hinzugeben.

 

Die gesamte Ausbildung muss dahin zielen, die Priesterkandidaten nach dem Vorbild Jesu Christi, des Lehrers, Priesters und Hirten, zu formen und sie vorzubereiten auf den Hirtendienst, den Dienst am Wort und den Dienst der Liturgie.

 

Der Priester ist immer ein Priester für die Gemeinde, steht in der Gemeinschaft des Presbyteriums und mit seinem Bischof.

 

In unserer Kirche haben wir kein Priesterseminar, wir bieten allerdings eine interne Ausbildung. Gerade deshalb ist der einzelne Kandidat dazu aufgerufen eigenverantwortlich zu leben und zu lernen. Er muss Fachmann im eigenen Leben sein, ein Vorbild in moralischer Hinsicht und muss sich stets bemühen, ein tadelloses Leben zu führen!

 

Der Kandidat ist verantwortlich für sein Leben und das Leben seiner Familie. In der Keltischen Kirche in Deutschland erhalten die Priester und Seelsorger kein Gehalt seitens der Kirche. Sie müssen für ihren eigenen Lebensunterhalt sorgen. Auch das gehört zum priesterlichen Leben dazu. Eigenverantwortlich für sich und die Seinen zu sorgen. Der Priester hat eine Vorbildfunktion, dessen sollte er sich immer bewusst sein. Zur Priesterweihe werden demnach nur Personen zugelassen, die einer hauptberuflichen Beschäftigung oder einer sich tragenden Selbständigkeit nachgehen oder die sich in einer Ausbildung befinden. Ausnahmen sind im Sonderfall nur nach Genehmigung mit dem Erzbischof und dem Vereinsvorstand der Keltischen Kirche in Deutschland möglich.

 

Der Kandidat ist verantwortlich für seine Bildung. Er sollte die Aufgaben, die ihm gestellt werden gewissenhaft und ausführlich erledigen. Er muss sich aufgrund unserer Lage darüber im Klaren sein, dass er sich neben den Aufgaben selbständig um Wissen müht. Dazu gehören alle theologischen Disziplinen. Er sollte die Inhalte des Katechismus kennen, um die Inhalte der Hl. Schrift wissen, und diese in regelmäßigen Abständen lesen und studieren.

 

Der Kandidat müht sich um Bildung in der Liturgie und den Gottesdiensten. Er soll deshalb rege am gottesdienstlichen Leben teilnehmen und eigene Gottesdienste feiern. In unserer Kirche kann ja bereits der Kandidat für das Priestertum auch Gottesdienstleiter sein, und Wortgottesdienste feiern.

 

Der Kandidat muss sich im Gebet üben. Vor Allem im Brevier- und Stundengebet, zu dem er als Diakon und Priester verpflichtet ist. Es ist daher unerlässlich, dass der Kandidat sich das entsprechend approbierte Stundenbuch anschafft (mittlerweile geht dies auch ohne Kosten elektronisch für Handy/Tablett). Er soll sich in diesem Tagzeitengebet auskennen und täglich nach seinen Möglichkeiten darin beten.

 

Die Heilige Gottesmutter spielt im Leben des katholischen Christen eine große Rolle, daher soll sich der Kandidat auch den Rosenkranz zu Eigen machen und diesen beten.

 

Es ist unerlässlich, dass der Kandidat an liturgischen Übungen und geistlichen Wochenenden teilnimmt. Hier erfährt er, wie Gebet und Gottesdienst in der Gemeinschaft der Brüder und Schwestern zu tiefen Erlebnissen werden und spürt, was es heißt, ein Jünger des Herrn zu sein, ganz in seiner Nachfolge zu stehen und gemeinsam den Pilgerpfad des Lebens zu gehen.

 

Jeder Kandidat besitzt einen erfahrenen Mentor (den Ausbildungsleiter). Er sucht sich zusätzlich eigenständig einen „Geistlichen Begleiter“, mit dem er gemeinsam Fragen in geistlichen Dingen erörtern kann, um in seinen Studien und in seinem geistlichen Leben voranzuschreiten.

 

Der Kandidat soll mindestens einmal im Quartal ein geistliches Gespräch mit seinem „Geistlichen Begleiter“ führen, um seine Berufung auf die Probe zu stellen. Dieses Gespräch gehört in vollem Umfang zum „Forum internum“ und unterliegt dem Beichtgeheimnis. In diesem Gespräch werden auch kritische Fragen thematisiert, die den Kandidaten stärken und für seinen priesterlichen Dienst vorbereiten sollen.

 

 

 

 

Regularien für die Priesterausbildung in der KKD:

 

Die Keltische Kirche in Deutschland freut sich über Interessenten, die bei uns einen geistlichen Weg einschlagen wollen.

In den verfassten Kirchen durchlaufen diese Interessenten einen langen Weg von der Gemeindearbeit, einem Pfarramtlichen Zeugnis, dem Abitur oder dem zweiten Bildungsweg bis hin zur Aufnahme in das Theologenkonvikt/Priesterseminar und der Zulassung zum Studium.

Für unsere Kirche ist dieser Weg nicht tragbar, da er zu lang und zu kostspielig ist.

Um bei uns in den geistlichen Dienst einmünden zu können, bedarf es einiger anderer Voraussetzungen, die wir hier kurz skizzieren möchten:

Die Struktur und das Wesen der Keltischen Kirche in Deutschland lassen zu, dass auch Menschen ohne Abitur und Studium zum geistlichen Dienst in der Kirche geweiht werden können.

Dazu ist im besten Fall ein Fernstudium oder eine interne Ausbildung vonnöten.

Der allgemeine Zugang zur Keltischen Kirche in Deutschland ist sehr individuell. Kandidaten, die sich „online“ oder ohne persönlichen Kontakt für die Kirche und einen geistlichen Dienst interessieren, könnte folgender Weg maßgeblich sein: Zu Beginn sollte der Interessent Kontakt zum Erzbischof oder zum Generalvikar aufnehmen, um sich dort persönlich vorzustellen und sein Interesse und seine Motivation kundtun. Den christlich-katholischen Glauben des Interessenten setzen wir bei einer Bewerbung/Vorstellung voraus.


Nur durch persönliche Gespräche und im persönlichen Kontakt können sich beide Seiten ein erstes Bild über die gegenseitige "Eignung" machen. – Eine Vorstellung, die rein auf Schrift- oder Telefonform beruht, reicht nicht aus. Persönliche Gespräche sind Grundvoraussetzung für die Aufnahme von Kandidaten für den geistlichen Dienst.

Ein Lebenslauf und vorhandene Schul- oder Studienzeugnisse bzw. ein Ausbildungszeugnis sind auf jeden Fall beim Erzbischof vorzulegen. Zudem ein polizeiliches Führungszeugnis.

Nach diesem Kennenlernen folgt das "Propädeutikum". Der Interessent sollte guten Kontakt zur Kirche halten, Gottesdienste mitfeiern und sich aktiv in das Leben der Kirche einbringen. Dies kann auf unterschiedlichste Weise geschehen. (Das Propädeutikum dauert im Regelfall ein halbes Jahr -nach jährlicher Mitgliedschaft-, soll aber eine Mindestzeit von 3 Monaten möglichst nicht unterschreiten). In dieser Zeit erhält der Kandidat vom Erzbischof erste vorbereitende Studienunterlagen, die er durcharbeitet und mit dem Erzbischof bespricht.

Der Erzbischof entscheidet nach diesem Propädeutikum, ob der Kandidat zur Ausbildung zugelassen wird. Dazu kann er den Erzbischöflichen Rat um ein Votum bitten.

Das Propädeutikum kann mit der Erteilung der Tonsur und der Weihe zum Ostiarier beendet werden. Diese Aufnahme in den Klerikerstand gilt als Beginn der eigentlichen internen Ausbildung.

Es ist möglich, dass die Kandidaten ein theologisches Grundstudium (per Fernstudiengang) absolvieren. Die Kosten dafür kann die Kirche leider nicht übernehmen. Eine theologisch fundierte Ausbildung ist aber in der heutigen Zeit unabdingbar.

Darüber hinaus ist die interne Ausbildung möglich, wenn dem Kandidaten ein Fernstudium an einem anerkannten Studieninstitut nicht möglich ist. Sie erfolgt, dem jeweiligen Bildungsstand entsprechend, individuell und findet in den größten Teilen durch Selbststudium statt. Literaturempfehlungen und Skripte werden ausgehändigt.

Das Studium findet an der Bibelschule St.Columban, der gemeinsamen Einrichtung der KKD und der UKK (Unabhängig-katholische Kirche) statt. Hierzu ist eine Anmeldung beim Dekan der Bibelschule notwendig. Die erforderlichen Unterlagen sind dazu beim Dekan einzureichen.

Der Dekan empfiehlt dann dem Erzbischof die Einstufung des Kandidaten in den entsprechenden Studiengang.

Die KKD sieht drei Studiengänge vor, die abhängig von den Neigungen und den Vorerfahrungen des Kandidaten gewählt werden können.

  1. Das Grundstudium: Der Kandidat erhält die grundlegende Ausbildung, um als Diakon oder Priester in der KKD tätig sein zu können. Die Kandidaten, die diese Studienform absolvieren, werden keine Leiter von Seelsorgeregionen werden, sondern werden als „Simplex-Priester“ in den Seelsorgeregionen mitwirken.

  1. Das Hauptstudium: Der Kandidat erhält eine höherwertige Ausbildung und wird dadurch befähigt, eine Seelsorgeregion zu leiten und vollverantwortlich pastorale Mitarbeiter und Diakone zu leiten.

  1. Das hohe Studium: Der Kandidat erhält eine umfassende und universitätsnahe Ausbildung, die ihn intellektuell dazu befähigt, alle Dienste und Ämter in der Kirche übernehmen zu können.

Es ist jederzeit möglich, ausgehend von einer Studienform, die nächst höhere anzustreben und zu absolvieren.

Der Kandidat wird während seines Studiums von einem Ausbildungsbegleiter (Mentor) betreut, der ihn im Studium fachlich begleitet. Dies ist im Regelfall der Dekan der Bibelschule St.Columban. Auf Antrag kann aber auch ein anderer Ausbildungsbegleiter bestellt werden, der vom Erzbischof bestätigt werden muss. Der Mentor / Ausbildungsbegleiter oder der Zweitkorrektor teilen dem Erzbischof den Fortgang des Studiums mit. Hierbei werden keine Benotungen mitgeteilt, sondern einzig, ob die Lehrbriefe mit Erfolg abgeschlossen wurden. Nur im Einzelfall, wenn der Kandidat besondere Schwierigkeiten mit der Erlangung des Abschlusses hat und die Erreichung des Studiums gefährdet ist, nimmt der Erzbischof Einsicht in die Akten, um mit dem Ausbildungsbegleiter und dem Kandidaten nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen.

Die Bibelschule St.Columban ist in Besitz einer Reihe von Lehrbriefen, die zum Studium der Theologie geeignet sind. Die einzelnen Briefe (Hefte) sind mit Hausaufgaben verbunden, die in schriftlicher Form (z.B. elektronisch) an den Mentor gesandt werden müssen. Der Mentor (und ggfs. ein Zweitkorrektor) lesen und korrigieren diese Lehrbriefe. Im Grundstudium besteht die Möglichkeit, die Prüfungen auch in einer anderen Form abzulegen (mündlich oder praktisch mit mündlichen Anteilen). Ist das Studium abgeschlossen, stellt die Kirche bzw. die Bibelschule St.Columban ein innerkirchliches Zertifikat aus.

Das Studium dauert mindestens 12 Monate. Es kann verlängert werden und passt sich so individuell dem Lerntempo des Kandidaten an. Eine Verkürzung bedarf einer Prüfung seitens der Kirchenleitung.

Nach der Hälfte des Studiums kann die Vorbereitung zur Diakonenweihe erfolgen. Hier werden praktische Dinge vermittelt. Ist der Kandidat fähig, die Aufgaben eines Diakons zu übernehmen, soll er die Diakonenweihe erhalten. – Erst ab diesem Zeitpunkt tragen die Kleriker der Keltischen Kirche in Deutschland das äußere Zeichen des Collarhemdes.

Den diakonalen Dienst sollte der Diakon nach Möglichkeit mindestens ein halbes Jahr lang ausüben, bevor er die Priesterweihe erhält.

Vor der Priesterweihe erfolgte eine praktische Prüfung. Diese wird im Regelfall vom Erzbischof der Kirche oder von einem dazu bestellten Vertreter persönlich abgenommen.

Dann erfolgt zu einem individuell festgelegten Zeitpunkt die Priesterweihe.

Unsere Weihen finden ausschließlich für den seelsorglichen Dienst innerhalb unserer Kirche statt, das heißt, wir weihen keine Personen, die nicht anschließend auch im Dienst unserer Kirche stehen wollen.

 

Verfasst als Dekret am 22.5.2017

(Original verfasst: Hövelhof, 29.6.2014, dem Hochfest der Hl. Apostel Petrus und Paulus Modifiziert im April 2014 / Vorläufige Fassung
Ergänzt und überarbeitet am 28.04.2016, Zweite Ergänzung am 8.1.2017, Dritte Ergänzung 22.5.2017
)

 

Das Dekret tritt mit sofortiger Wirkung in der o.g. Form für alle Kandidaten in Kraft, die seit dem 1.1.2017 die Ausbildung / das Studium in der Keltischen Kirche in Deutschland begonnen haben.

Der Erzbischof

+Karl Uwe Eckert+ (Erzbischof der Keltischen Kirche in Deutschland)

 

 

Dekret 2/2017

Der gemeinsam verfasste Codex Iuris Canonici Ecclesiae Communiae der UKK / KKD tritt ab sofort in Kraft. Die Fusion wurde mit heutigen Tage beschlossen und vertraglich festgelegt.

Hamm / Hövelhof 21.10.2017

im Auftrag der Primatur  

Für die KKD +Karl Uwe Eckert, Erzbischof KKD, für die UKK +Karl-Michael Sömer, Erzbischof UKK

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80px-Ccross.svgSatzung und Kanon

Unter Satzung und Kanon finden sie im Menü auf der rechten Seite alle Vorschriften und Regeln, die für unsere Kirche wichtig sind und nach denen sie "funktioniert".

 Beide sind deswegen hier aufgelistet, als das sie den Verein und die Kirche mit den Gemeindemitgliedern in großem Umfang betreffen. Jede einzelne rein kirchliche Sonderregelung, einzelne Dekrete und Erlässe sowie die Ordens- und Gemeinschaftsregeln sind im Kanon nur in Auszügen und soweit sie allgemeine Dinge betreffen aufgeführt und der Übersichtlichkeit halber auf die allgemeinen Dinge beschränkt. Mitglieder können in den Ordinariaten auf Anforderung hin den vollen Einblick, sowie auch Erläuterungen zu diesen Schriften und Anordnungen erhalten. Wir geben auf ihre Fragen auch gerne Auskunft.

Satzung

benedict monk rules wikicommons pd

Die Satzung auf der rechten Seite legt die Körperschaft der Kirche fest. Jede kleine Kirche (und dazu zählen neben der KKD auch viele andere, kleine christliche Teilkirchen und Kirchen) kann in Deutschland nicht den Anspruch einer Körperschaft des öffentlichen Rechtes in etwa wie die großen Amtskirchen in Anspruch nehmen. Grund ist die kleinere Mitgliederzahl (<2000 Mitglieder) und meist das jüngere Alter. Stattdessen werden sie aus sinnvollen Erwägungen heraus meist in Vereinen organisiert (wie auch die Organisationen der "größeren" Kirchen). Dennoch sind sie vollwertige und "richtige" Kirchen und eine echte Alternative zu ihren großen Vorgängern.

Kanon

Der Kanon (oder Codex des kanonischen Rechtes) ist ein kirchliches Gesetzwerk, quasi die Verfassung der Kirche. Seit alters her regelt dieser Dinge, die z.b. das gesetzliche Regelwerk (wie die Satzung) nicht berücksichtigen kann und meistens auch garnicht soll, sozusagen die geistlichen Regeln und Vorschriften für den Aufbau der Kirche. Neben dem Kanon kann es noch weitere Dekrete (Erlässe) oder Regeln für die Ordensgemeinschaften geben.

Dekrete

Dekrete sind Beschlüsse der Kirchenleitung. Diese betreffen entweder die Jurisdiktion (kirchl. Rechtsprechung), die Mitarbeiter oder einzelne Beschlüsse, die noch nicht z.B. im Codex/Canon, der Liturgie oder Gemeinden eingepflegt sind, aber umgesetzt werden sollen. Die Wichtigsten Dekrete werden üblicherweise in den Kanon eingepflegt.

Ernennungen

Ernennungen sind ebenso Beschlüsse der Kirchenleitung. Diese betreffen aber einzelne Personen im Klerus, aber auch im Laienstand.

Konkordate / Interkommunion

Konkordate sind Kirchenverträge zwischen (Teil-)kirchen, darin untergeordnet finden sich evtl auch Konventionen, die auch zwischen Gemeinschaften abgeschlossen werden können. Wichtig sind diese z.B. für die Interkommunion!

Weiterlesen? Ihnen stehen noch weitere Punkte zur Auswahl (bitte untenstehend anklicken)

 

 

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Vorwort und Präambel

Vereinssatzung

 

der

Keltischen Kirche in Deutschland

 

2016

 

 

 

Go n-eirigh an bothar leat!

 

(Möge es dein erfolgreicher Weg sein!)

 

 

 

§ 1. Name und Sitz


1) Name
a) Der Verein trägt den Namen  „Keltische Kirche in Deutschland e.V.“


2) Synonyme
a) Die Keltische Kirche in Deutschland wird mit KKD abgekürzt. Die englische  Übersetzung lautet „The Celtic Church in Germany“ mit der Abkürzung CCIG.
b) Als Vorgängerkirchen gehen die Keltisch-apostolische Kirche in Deutschland und die Orthodoxe keltisch-germanische Kirche in der KKD auf und werden beide unter dem neuen Namen fortgesetzt.
c) Als Synonym für die keltische Kirche ist auch „keltisch-katholische Kirche in Deutschland“ zulässig.
d) Die  englischsprachigen Synonyme sind unter Celtic Church in Germany und Celtic Catholic Church in Gemany oder abgekürzt CCIG / CCC zulässig.
e) Die Keltische Kirche in Deutschland wird im Verhältnis zu Zweigstellen oder Tochterkirchen im Ausland als Zeichen weltweiter Zugehörigkeit und Aufsicht über gemeinsame religiöse Bestimmungen das Synonym "Celtic Church International" oder deren Abkürzung "CCI"führen.

3) Sitz und Geschäftsjahr
a) Der Sitz des Vereins „Keltische Kirche in Deutschland e.V.“ ist in Hamm.
b) Die Keltische Kirche in Deutschland kann auch außerhalb Deutschlands gemäß der in dem jeweiligen Land geltenden Gesetzgebung Zweigstellen errichten. Geschaffene Zweigstellen unterwerfen sich den religiösen Regeln der KKD, sie müssen im betreffenden Land eine eigene Körperschaft (Association) als gemeinnützige Institution (Non Profit) beantragen und eigenständig ihren Unterhalt bestreiten. Ein Anspruch auf finanzielle Förderung seitens KKD an die Zweigstellen ist nicht vorgesehen.
c) Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

4) Eintragung
a) Der Verein soll in das Vereinsregister eingetragen werden.

§ 2. Zweck und Aufgabe

a) Der Zweck des Vereines ist die Ausübung der christlichen Religion als „Keltische Kirche Deutschland“ und Religionsgemeinschaft zur Ehre unseres Herrn Jesus Christus und zum Heil der Gläubigen. Der Verein möchte damit die Allgemeinheit geistig, materiell, sittlich und selbstlos fördern.
b) Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch:

1) Einrichten von religiösen Zentren von „Keltische Kirche in Deutschland“, in denen Studium und Praxis der iroschottisch christlichen Religion ermöglicht werden.
2) Einrichtung und Unterhaltung von virtuellen Informationsseiten und von Treffpunkten von „Keltische Kirche in Deutschland“, in dem neben Studium und Praxis auch die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der iroschottisch christlichen Religion und Geschichte ermöglicht wird.
3) Durchführung religiöser Veranstaltungen von „Keltische Kirche in Deutschland“.
4)  Erforschung, Pflege, Übersetzung und Publikation der alten keltischen, germanischen und christlichen Literatur, der Religion, der Geschichte sowie der Sprachen, in denen diese niedergeschrieben sind.
5) Förderung der Erforschung, Bewahrung und Pflege alten kirchlichen Brauchtums der hiesigen iroschottisch beeinflussten Kirchentraditionen.
6) Unterstützung Notleidender und Betreuung Hilfsbedürftiger, Sterbebegleitung und Seelsorge. Hierzu kann die „Keltische Kirche in Deutschland“ einen Sozialfonds unterhalten.
7) Förderung der iroschottisch christlichen Gruppen, sowie christlichen Priestern und Priesterinnen im In- und Ausland.
8) Pflege des Dialogs mit anderen religiösen Institutionen und Gruppen, sowie Öffentlichkeitsarbeit.
9) Förderung des Humanismus, der Jugend und der Gleichberechtigung von Mann und Frau.
10) Unterstützung des Umweltschutzes, sowie aktive Mitarbeit bei Umweltschutzmaßnahmen und Säuberungsaktionen.
11) Errichtung und Unterstützung der christlichen Kirche, die sich selbst als Teil der einen heiligen, katholischen und apostolischen Kirche Jesu Christi sieht.
12) Ablehnung und Abbau von Rassismus, Nationalismus sowie von religiösen und politischen Extremismus und Förderung der Völkerverständigung.

§ 3. Gemeinnützigkeit

a) Der Verein „Keltische Kirche in Deutschland“ verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.


§ 4. Mittelverwendung und Zweck

a) Der Verein „Keltische Kirche in Deutschland“ ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
b) Die Mittel des Vereins „Keltische Kirche in Deutschland“ dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendung aus Mitteln des Vereins.
c) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins „Keltische Kirche in Deutschland“ fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.


§ 5. Mitglieder

1) Erlangung der Mitgliedschaft

a) Mitglied des Vereins kann jede natürliche und juristische Person werden, die den Vereinszweck unterstützt. Der Verein „Keltische Kirche in Deutschland“ hat ordentliche und fördernde Mitglieder sowie Ehrenmitglieder. Über den schriftlich oder elektronisch einzureichenden Antrag auf Aufnahme als Mitglied entscheidet der Vorstand.
b)  Die volle Kirchenmitgliedschaft im religiösen Sinn gilt sowohl für ordentliche als auch fördernde und Ehrenmitglieder.
c) Nähere Aufnehm- und Ablehnungsgründe, sowie die Einbeziehung weiterer Entscheidungsträger sind dem Kanon  zu entnehmen.
d) Die Mitgliedschaft ist nicht übertragbar.

2) Ordentliche Mitglieder

a) Ordentliches Mitglied kann auf Antrag werden, wer aktiv im Verein „Keltische Kirche in Deutschland“ tätig ist, indem er ständige oder längerfristige Aufgaben übernimmt, oder die Belange des Vereins in anderer erheblicher Weise fördert.
b) Nähere Definitionen dieser Gruppe, sowie weitere Unterteilungen (z.B. in Untergruppen) sind dem Kanon zu entnehmen.
c) Die ordentlichen Mitglieder haben Stimmrecht in der Mitgliederversammlung. Liegen die Voraussetzung nicht mehr vor, kann der Vorstand (Direktorium) nach vorheriger Anhörung des betroffenen Mitgliedes der Mitgliederversammlung (Synode) vorschlagen, das ordentliche Mitglied zum Fördernden Mitglied umzustufen.
d) Die ordentlichen Mitglieder haben Stimmrecht in der Mitgliederversammlung (Synode)
e) Die Aufnahme und die Umstufung oder Einstufung in ein ordentliches Mitglied  oder in eine andere Mitgliedergruppe wie Förder- oder Ehrenmitglied erfolgt auf schriftlichen oder elektronischen Antrag nach Entscheidung des Vorstandes, einer Bestimmung im Kanon, aufgrund fehlender Voraussetzungen oder aufgrund eines sonstigen Vorstandbeschlusses. Sie ist dem Mitglied mit einem eingeschriebenen Brief bekannt zu geben.
f) Gegen diese Ein- oder Umstufung kann binnen zwei Wochen nach Inkrafttreten ein Einspruch von Seiten des Mitglieds mit eingeschriebenen Brief erfolgen, der dann von der Mitgliederversammlung endgültig beraten und beschieden wird. Die Entscheidung der Mitgliederversammlung (Synode) ist in diesem Falle bindend. Die Mitgliedschaft ruht bis zu dieser endgültigen Entscheidung.

3) Fördermitglieder

a) Alle übrigen Mitglieder (Gemeinde, Novizen, außer Ehrenmitgliedern) sind  fördernde Mitglieder. Sie nehmen an Veranstaltungen des Vereins „Keltische Kirche in Deutschland“ teil und unterstützen ihn auf allgemeine, insbesondere finanzielle Weise. Sie haben kein Stimmrecht in der Mitgliederversammlung, (Synode)  können jedoch Vorschläge und schriftliche Anträge für die Mitgliederversammlung (Synode) einreichen oder zu vereinsinternen Arbeiten herangezogen werden
b) Die Aufnahme und die Umstufung oder Einstufung in ein ordentliches Fördermitglied  oder in eine andere Mitgliedergruppe wie ordentliches oder Ehrenmitglied erfolgt auf schriftlichen oder elektronischen Antrag nach Entscheidung des Vorstandes, einer Bestimmung im Kanon, aufgrund fehlender Voraussetzungen oder aufgrund eines sonstigen Vorstandbeschlusses. Sie ist dem Mitglied mit einem eingeschriebenen Brief bekannt zu geben.
c) Gegen diese Ein- oder Umstufung kann binnen zwei Wochen nach Inkrafttreten ein Einspruch von Seiten des Mitglieds mit eingeschriebenen Brief erfolgen, der dann von der Mitgliederversammlung (Synode)endgültig beraten und beschieden wird. Die Entscheidung der Mitgliederversammlung (Synode) ist in diesem Falle bindend. Die Mitgliedschaft ruht bis zu dieser endgültigen Entscheidung.
d) Zum erweiterten Kreis der Fördermitglieder und damit der Gemeinde zählen auch die entfernten Angehörigen, Freunde und Gäste des Vereins „Keltische Kirche in Deutschland“ nach formlos geäußerten Beitrittswunsch und weiteren Bestimmungen des Kanons. Sie sind bei Veranstaltungen herzlich willkommen und ihre aktive Unterstützung wird sehr geschätzt,  ist aber ebenso wie ihre Mitgliedschaft mit keinen weitergehenden Rechten oder Pflichten verbunden.

4) Ehrenmitglieder

a) Ehrenmitglied kann auf Vorschlag des Vorstands (Direktoriums) und Beschluss der Mitgliederversammlung (Synode) jedes Mitglied des Vereins „Keltische Kirche in Deutschland“, aber auch Außenstehende Dritte werden, die sich in herausragender Weise um die Kirche Verdienste und Achtung erworben haben. Ehrenmitglieder sind beitragsbefreit und haben kein Stimmrecht, dürfen sich aber freiwillig an den Beiträgen beteiligen.
b) Die Aufnahme und die Umstufung oder Einstufung in ein  Ehrenmitglied oder in eine andere Mitgliedergruppe wie ordentliches oder Fördermitglied erfolgt auf schriftlichen oder elektronischen Antrag nach Entscheidung des Vorstandes, einer Bestimmung im Kanon, aufgrund fehlender Voraussetzungen oder aufgrund eines sonstigen Vorstandbeschlusses. Sie ist dem Mitglied mit einem eingeschriebenen Brief bekannt zu geben.
c) Gegen diese Ein- oder Umstufung kann binnen zwei Wochen nach Inkrafttreten ein Einspruch von Seiten des Mitglieds mit eingeschriebenen Brief erfolgen, der dann von der Mitgliederversammlung (Synode)endgültig beraten und beschieden wird. Die Entscheidung der Mitgliederversammlung (Synode) ist in diesem Falle bindend. Die Mitgliedschaft ruht bis zu dieser endgültigen Entscheidung.


5) Ende der Mitgliedschaft

a) Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Austritt, Streichung, Ausschluss, Verlust der Rechtsfähigkeit oder Verlust der juristischen Person.
b) Der Austritt aus dem Verein erfolgt fristlos durch schriftliche Kündigung an den Vorstand. Das Kündigungsschreiben muss die Worte „Kündigung“ oder „Austritt“ und den Vereinsnamen oder dessen Synonyme, sowie die Unterschrift des Mitgliedes enthalten.
c) Die Streichung eines Mitgliedes kann der Vorstand (Direktorium) im Falle von offener Mitgliedsgebühr eines Mitglieds vornehmen, wenn dieses trotz zweimaliger Mahnung den Mitgliedsbeitrag nicht bis 30. Juni des laufenden Jahres bezahlt hat oder den Nachweis der Befreiung von Mitgliedsgebühren erbracht hat. Die Verpflichtung zur Zahlung der fällig gewordenen Mitgliedsbeiträge bleibt hiervon unberührt.

6) Ausschluss von Mitgliedern, Vetorecht

a) Ein Mitglied kann nur aus einem besonders gewichtigen Grund aus dem Verein  „Keltische Kirche in Deutschland“ ausgeschlossen werden,

1) Wenn es gegen die Zielsetzungen des Vereins verstößt.
2) Wenn es durch sein Verhalten das Ansehen oder die Interessen des Vereins schädigt oder gefährdet.
3) Wenn es aus anderen Gründen, die näher im Kanon bestimmt sind gegen religiöse Regeln oder Kirchenrecht verstößt..

b) Gegen diesen Ausschluss kann binnen zwei Wochen nach Inkrafttreten ein Einspruch (Veto) von Seiten des Mitglieds mit eingeschriebenen Brief an den Vorstand erfolgen, der dann von der nächsten Mitgliederversammlung (Synode) endgültig beraten und entschieden wird. Die Entscheidung der Mitgliederversammlung (Synode) ist in diesem Falle bindend, die Mitgliedschaft ruht bis zu dieser endgültigen Entscheidung.
c) Die näheren Gründe, Folgen und das Verfahren zum Ausschluss eines Mitglieds werden im Kanon näher geregelt.


7) Beitragszahlung

a) Der Verein „Keltische Kirche in Deutschland“ wird gleichermaßen von Spenden und Zuwendungen getragen.
b) Die Mitglieder zahlen Beiträge nach Maßgabe eines Beschlusses der Mitgliederversammlung (Synode) und einer aufzustellenden Gebührenordnung.  Der Vorstand kann im Einvernehmen mit weiteren im Kanon genannten Stellen per Einzelfall entscheiden, dass der Beitrag ganz oder teilweise erlassen oder gestundet wird.
c) Einmal gezahlte Beiträge werden nicht zurückerstattet.
d) Der Jahresbeitrag ist jährlich im Voraus im 1. Quartal des laufenden Jahres zu zahlen.

8) Familienmitgliedschaften, Sonderregelungen

a) Ehepaare, Lebenspartnerschaften und Erziehungsberechtigte mit minderjährigen Kindern können einen Antrag auf Familienmitgliedschaft stellen. Für sie gelten dieselben Aufnahme- und sonstigen Bedingungen wie für ordentliche  oder fördernde Mitglieder. Jedes volljährige Familienmitglied muss den Mitgliedschaftsantrag unterschreiben.
b) Die Familienmitgliedschaft stellt keine besondere Form der Mitgliedschaft dar, sondern ist eine Sonderregelung im Sinne der Beitragsordnung. Näheres regelt die Beitragsordnung.
c) Die Familienmitgliedschaft Minderjähriger endet mit Vollendung des 18. Lebensjahres oder Beendigung der Mitgliedschaft des letztverbliebenen Familienmitgliedes. Bei einer Umwandlung einer Einzel- in eine Familienmitgliedschaft oder Rückwandlung einer Familienmitgliedschaft in Einzelmitgliedschaften können bereits geleistete Beiträge angerechnet werden.  
d) Der Vorstand kann in Bezug auf die Mitgliedschaft und Beiträge Sonderregelungen und -zahlungen beschließen. Diese müssen nachträglich von der Mitgliederversammlung genehmigt werden.


§ 6. Kirchenväter und Gründer

a) Bei Gefahr im Verzug sind die Kirchenväter des Vereins  „Keltische Kirche in Deutschland“ Stefan Kaiser, Uwe Eckert oder dessen jeweilige Nachfolger als 1. und 2. Vorsitzender (Präses und Kanzler) berechtigt, auch in Angelegenheiten, die in den Wirkungsbereich der Mitgliederversammlung oder anderer Organe fallen, unter eigener Verantwortung selbständig Anordnungen zu treffen um diese Gefahren abzuwehren; diese Handlungen bedürfen jedoch der nachträglichen Genehmigung durch das üblicherweise zuständige Vereinsorgan.


§ 7. Organe des Vereins

a) Organe im Sinne des Vereinsrechts sind

1) Der Vorstand (Direktorium)
2) Der erweiterte Vorstand (erweitertes Direktorium)
3) Mitgliederversammlung (Synode)
4) Der Beirat (Das Kollegium der Bischöfe)
5) Das Kuratorium und die Fachausschüsse

§ 8. Vorstand und erweiterter Vorstand

1) Wahl und Zusammensetzung

a) Der Vorstand (Direktorium) der „Keltische Kirche in Deutschland“ besteht aus dem 1. Vorsitzenden (Präses) und  dem 2. Vorsitzender (Kanzler).
b) Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung  (Synode) mit zweidrittel Mehrheit der abgegebenen Stimmen in der ersten Amtszeit für die Amtsdauer von 10 Jahren und danach auf fünf Jahre gewählt. Die Wahl des Vorstands bedarf der Bestätigung durch den Beirat (Kollegium der Bischöfe)
c) Der Vorstand bleibt zumindest solange im Amt - auch nach Ablauf der ersten zehnjährigen bzw. folgenden fünfjährigen Amtszeit- bis ein neuer Vorstand gewählt worden ist.

2) Beschlussfähigkeit und Vertretung

a) In allen Geschäftsangelegenheiten wird der Verein „Keltische Kirche in Deutschland“  von zwei Vorstandsmitgliedern vertreten.
b) Der Vorstand (Direktorium) ist beschlussfähig, wenn mindestens zwei Vorstandsmitglieder und fehlende Vorstandsmitglieder rechtzeitig, außer im Falle von dringlichen Einberufungen wegen Gefahr im Verzug, benachrichtigt wurden.
c) Der Vorstand entscheidet mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Angelegenheiten von überragender Bedeutung muss die Entscheidung der Mitgliederversammlung (Synode) eingeholt werden.

3) Erweiterter Vorstand (erweitertes Direktorium)

a)  Der erweiterte Vorstand besteht aus dem

1) Schriftführer (Archivar),
2) Kassenwart (Schatzmeister),
3) Weiteren Fachwarten (z.B. Privatsekretär der Leitung),

b) Die Positionen des erweiterten Vorstands, also Schriftführer, Kassenwart oder ein anderer Fachwart können bei Bedarf auch durch ein einzelnes ordentliches Mitglied oder vom Vorstand kommissarisch übernommen werden.
c) Die Mitglieder des erweiterten Vorstands werden vom Vorstand vorgeschlagen, von der Mitgliederversammlung (Synode) gewählt und vom Beirat (Kollegium der Bischöfe) bestätigt. Näheres zum Verfahren regelt der Kanon.

§ 9. Mitgliederversammlung (Synode)

a) Die Mitgliederversammlung (Synode) besteht aus den ordentlichen Mitgliedern. Sie wird einmal im Jahr abgehalten. Der Vorstand hat sie mindestens zwei Wochen vorher bei gleichzeitiger Bekanntgabe der Tagesordnung schriftlich oder per Email oder gleichbedeutenden Mitteilungsdiensten an die zuletzt mitgeteilte E-Mail-Adresse oder gleichbedeutenden Zustelladresse des Mitgliedes des Mitgliedes einzuberufen.
Für die Aktualität und Erreichbarkeit der Adresse ist das Mitglied selbst zuständig, dieses muß auch für eine Einrichtung eines Email-Postfaches oder gleichbedeutender Empfangsadressen und für eine Registrierung unter der jetzigen oder zukünftigen Kirchenwebseite, derzeit www.keltischekirche.de Sorge tragen. Ausdrücklich ist ebenso eine Einladung durch eine vorhergehende Bekanntmachung unter Angabe der Tagesordnung mit gleicher Ladungsfrist auf der vorgenannten Kirchenwebseite zulässig, sofern diese mindestens 14 Tage lang erreichbar bleibt.
b) Die Mitgliederversammlung (Synode) muss vom Vorstand mit gleicher Ladungsfrist einberufen werden, wenn die Interessen des Vereins dies erfordern, oder wenn dies von einem Drittel der ordentlichen Mitglieder unter Angabe des Zwecks und der Gründe schriftlich verlangt wird.
c) Die Aufgaben der Mitgliederversammlung sind insbesondere:

1) Beschluss über den Jahresbericht und die Jahresabrechnung
2) Beratung und Entscheidung des Haushaltsplanes
3) Festsetzung der Mitgliedsbeiträge
4) Wahl des Vorstandes (Direktorium) und des Kassenprüfers
5) Satzungsänderungen
6) Beschluss über Geschäftsangelegenheiten von überragender Bedeutung.
d) Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn sie ordnungsgemäß einberufen wurde und ein Mitglied des Vorstands und zwei weitere Mitglieder, also mindestens drei Mitglieder anwesend sind.
e) Die Mitgliederversammlung beschließt mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. In Angelegenheit von überragender Bedeutung ist jedoch Dreiviertel-Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen erforderlich. Angelegenheiten von überragender Bedeutung sind:

1) Satzungsänderungen,
2) Behandlung von Einsprüchen von Mitgliedern.
3) Die Festlegung eines Katalogs weiterer überragender Angelegenheiten.

f) Bei Wahl einer Person entscheidet diejenige Person die Wahl für sich, die die meisten abgegebenen gültigen Stimmen auf sich vereint.
g) Änderungen an den Paragraphen der Satzung §2, §3 und §4 bedürfen der Zustimmung von 9/10 der abgegebenen Stimmen, sowie der Zustimmung der abwesenden Mitglieder. Eine Zustimmung kann auch stillschweigend erfolgen, im Falle binnen 4 Wochen nach Bekanntmachung des Protokolls der Versammlung kein Widerspruch gegen den Beschluss seitens der abwesenden Mitglieder erfolgt.
h) Einmal im Jahr sollte eine Mitgliederversammlung (Synode) stattfinden.
i) Mitgliederversammlungen (Synoden) sind grundsätzlich nicht öffentlich. Teilnahmeberechtigt sind alle ordentlichen, fördernden und Ehrenmitglieder des Vereins „Keltische Kirche in Deutschland“, stimmberechtigt jedoch sind nur ordentliche, volljährige Mitglieder.
j) Juristische Personen verfügen über nur eine Stimme.
k) Weitergehendes an Verfahren und Vorschriften regelt der Kanon.
l) Teilnahme an Sitzungen via Nutzung elektronischer und zukünftiger neuer Medien: Die Teilnahme darf per Telefon- oder Videokonferenz, sowie über alle zukünftigen neuen Medien statt finden, solange diese eine ausreichende Identifikation per Bild oder Sprache der Teilnehmer erlauben. Dies kann sein: Per mindestens 2 Wochen vorab per Telefon oder Email übermittelten Kennwort mit Vergleich vor der Sitzung, per verifizierbarer IP Adresse, per visueller und audieller Identifikation des Teilnehmers. Redebeiträge können hierbei per Sprach-, Bild- oder Text bzw. Signalform erfolgen. Für Wahlen wird ein eindeutiges Zeichen (Zustimmung per eindeutigem Handzeichen, mündlich bzw. schriftlich vorgetragenener Annahme, Ablehnung oder Enthaltung oder entsprechender Signale verlangt. Die Erlaubnis zur Verwendung etwaiger Mitschnitte oder Aufzeichnungen werden bei Teilnahme an der Sitzung vorausgesetzt. Dafür nötige Zugangsdaten (wie Dienste, Telefonnummern oder nötige Netz- bzw. Logindaten sind hierbei der Einladung beizufügen.
Die technischen Möglichkeiten zur Möglichkeit der Teilnahme per oben genannter Möglichkeiten bei der Sitzung sind durch den Einladenden, in der Regel dem Vorstand, auf Seite der Versammlung zur Verfügung zu stellen, sofern sie möglich und zumutbar sind.

§ 10. Beirat (Kollegium der Bischöfe)

a) Der Beirat (Kollegium der Bischöfe bzw. Bischofskollegium) bestätigt nach der ersten Amtszeit alle 5 Jahre das Direktorium, berichtigt und pflegt den Kanon, sowie alle Regeln und erledigt Aufgaben, so wie sie im Kanon detailliert aufgeführt sind.
b) Der Beirat (Kollegium der Bischöfe) ist gemäß den Vorschriften im Kanon weisungsberechtigt.
c) Weitere Aufgaben und Pflichten, sowie die Zusammensetzung des Beirates und dessen Einberufung ist dem Kanon zu entnehmen.

§ 11. Kuratorium und Fachausschüsse

a) In den vom Kanon oder Regeln näher bestimmten Fällen kann ein Kuratorium oder ein Ausschuss für Klärung von Fachfragen oder für die Behandlung besonderer Aufgabenstellungen einberufen werden. Dieses Kuratorium oder der jeweilige Fachausschuss besitzt nur beratende Funktion.

§ 12. Rechnungsprüfer

a) Der oder die von der Synode gewählte/n Rechnungsprüfer überwacht/überwachen die Kassengeschäfte des Vereins „Keltische Kirche in Deutschland“.
b) Eine Überprüfung hat mindestens einmal im Jahr zu erfolgen, über das Ergebnis ist in der Mitgliederversammlung (Synode) zu berichten


§ 13. Aufgaben des Vorstands und Vorstandsitzungen

a) Der Vorstand beschließt in Sitzungen die vom ersten Vorsitzenden oder seiner Vertretung einberufen wird.
b) Die Vorlage einer Tagesordnung ist nicht erforderlich. Der Vorstand kann sich eine Geschäftsordnung geben.
c) Der Vorstand (Direktorium) ist für alle Angelegenheiten des Ordens zuständig, soweit sie nicht einem anderen Organ durch Satzung zugewiesen sind, als da wären:

1) Die Vorbereitung und Einberufung der Synode sowie Aufstellung der Tagesordnung
2) Einberufung der Versammlungen
3) Ausführung von Beschlüssen der Mitgliederversammlung (Synode)
4) Vorbereitung einer Finanzplanung, Buchführung, Erstellung des Jahresberichtes, Vorlage der Jahresplanung
5) Der Vorstand berät über Mitgliedsanträge, Anträge auf Ehrung, Mahnung und Ausschluss von Mitgliedern
6) Ferner über Satzungsergänzungen und interne Regelungen und Planungen
7) Mitgliedsbeiträge und Förderungen
8) Zu leistende interne und externe Aufgaben und Tätigkeiten von Vereinsmitgliedern  und des Vereins
9) Weiterführende Aufgaben und Pflichten wie sie im Kanon aufgeführt sind.

d) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens ein Mitglied des Vorstandes anwesend ist und der verbleibende Vorsitzende benachrichtigt wurde, der Sitzung zustimmt und einen Vertreter aus dem erweiterten Vorstand benennt. Ausgenommen hiervon ist Gefahr im Verzug.
e) In dringlichen Fällen bzw. bei Ausfall eines der Vorsitzenden auf unabsehbare Zeit soll ein Vertreter kommissarisch aus dem erweiterten Vorstand als Ersatz benachrichtigt werden und an dessen Stelle teilnehmen.
f) Mitglieder des erweiterten Vorstandes können nach Bedarf und Einladung an Vorstandssitzungen teilnehmen.
g) Eingeladene Mitglieder des erweiterten Vorstandes können nach einstimmigen Beschluss des Vorstandes eine Stimme bei Vorstandsitzungen erhalten.
h) Der Vorstand entscheidet mit Stimmenmehrheit
i) Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des 1. Vorsitzenden, bei dessen Abwesenheit die Stimme seines Vertreters.

§ 14. Beurkundungen und Protokolle

a) Die in Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen, ferner in den Leitungsgremien des Treffpunktes und der Zentren gefassten Beschlüsse sind niederzulegen und von den jeweiligen Versammlungsleitern und Schriftführern zu unterzeichnen. Dies gilt auch für Arbeitsgruppen und Beiräte.
b) Sie sind unter Angabe des Ortes, der Zeit und der Anwesenden anzulegen, ins Reine zu schreiben und dann nebst der Vorlage unterzeichnen zu lassen. Sie werden in den Ordensunterlagen am Sitz des Vereins „Keltische Kirche in Deutschland“  verwahrt.

§ 15. Treffpunkte und Informationsseiten

a) Der Verein richtet mindestens einen Treffpunkt und eine Informationsseite gemäß seines Satzungszweckes ein und unterhält jene.
b) Bei Bedarf und entsprechenden Umfang wie z. B. Unterhaltung einer Einrichtung, Vereinsgaststätte oder Herberge ist ein Geschäftsführer zu bestellen. Die Geschäftsführung wird vom Vorstand des Vereins auf Vorschlag der Hausversammlung und des Beirates ernannt. Sie leitet die Geschäfte der Einrichtung. Sie kann die Funktion eines besonderen Vertreters haben. Ihre Ernennung und ihre Aufgaben, Rechte und Pflichten sind in einem schriftlichen Vertrag zu vereinbaren.

§ 16. Zentren

a) Der Verein „Keltische Kirche in Deutschland“  kann zur lokalen Betreuung von Mitgliedern nach Bedarf Zentren einrichten. Die Einrichtung und Bestimmung des örtlichen und sachlichen Umfanges eines Zentrums erfolgt im Grundsatz durch die Mitgliederversammlung und betreffend der besonderen Regelungen durch den Vorstand.
b) Jedes Zentrum der „Keltische Kirche in Deutschland“ wird durch einen örtlichen Geschäftsführer vertreten. Dieser Geschäftsführer kann die Funktion eines besonderen Vertreters haben. Die Ernennung des Geschäftsführers erfolgt durch den Vorstand. Die Aufgaben, Rechte und Pflichten folgen aus den Zielen der „Keltische Kirche in Deutschland“  in Verbindung mit einem zwischen ihm und dem Vorstand zu schließenden Vertrags.

§ 17. Arbeitsgemeinschaften und Beiräte

a) Für spezielle Aufgaben können die Synode, der Vorstand, die Treffpunkte und die Zentren Beiräte oder Arbeitsgruppen bilden.

§ 18. Ordnungsgebung, Nebenordnungen

1) Interne Regelungen

a)     Die „Keltische Kirche in Deutschland“ gibt sich eine umfangreiche kirchliche Gesetzgebung, den sogenannten Kanon und liturgische Bücher sowie Gemeindeordnungen und eine Gebührenordnung.  Daneben mögen einige zugehörige Orden und Gemeinschaften wiederum individuelle Satzungen und Ordnungen haben.

2) Inhalte und Zweck
a) Vorstehende Ordnungen sind satzungsergänzende Nebenordnungen (ohne Satzungscharakter) der „Keltische Kirche in Deutschland“.
b) Sie klären Detailfragen, die von der Satzung nicht erfasst werden.
c) Sie dienen zur Regelung von internen Abläufen, des Verhaltens der Mitglieder innerhalb und außerhalb der Kirche,  der Mitgliedsgebühren, der Ausbildung der Priester, der Ausübung des Kultes, der Umsetzung in eine Körperschaft und der Regelung und Überlieferung von weiteren ordensinternen, religiösen Interessen und Vorschriften.

§ 19. Datenschutz

1) Verwendung von Vor- und Zunamen und Lichtbildern

a) Eine Verwendung des eigenen Vor- und Zunamens des Mitgliedes, sowie dessen Lichtbildern in Protokollen, Gemeindebriefen oder auf anderen Massenmedien (z.B. Webseiten, Zeitungen, Filmen, Berichten, Audiomitschnitten) wird von Seiten der Mitglieder befürwortet und bei Eintritt in den Verein „Keltische Kirche in Deutschland“ als Zeichen der Transparenz von ordentlichen Mitgliedern vorausgesetzt. Alle volljährigen ordentlichen Mitglieder und Ehrenmitglieder verpflichten sich zum Verzicht der Einrede des Rechts am eigenen Namen und Bild und zur Gestattung der Verwendung durch den Verein, welche auch nach dem Ausscheiden des Mitgliedes mit allen sich daraus ergebenden Folgen erlaubt bleibt.

-1) Die Benutzung des richtigen Vor- und Zunamens innerhalb des Vereines „Keltische Kirche in Deutschland“, seiner Versammlungen und seiner Organe ist eine Voraussetzung für die Annahme als ordentliches, förderndes oder Ehrenmitglied, jeder absichtliche Täuschungsversuch oder Benutzung falscher Namen und Daten zieht den Ausschluss nach sich.
-2)  Jugendliche Mitglieder und Kinder können mit Einverständnis ihrer Eltern auch namentlich erwähnt werden. Anderenfalls werden die Namen von Jugendlichen oder Kindern aus Schutzgründen auf öffentlichen Medien voll- oder teilweise egalisiert (erster Buchstabe des Namens oder mittels x anonymisiert) aufgeführt.

2) Weitere anfallende Daten

a) Weitere persönliche, durch die Religionsausübung und Anmeldung angefallene und mit dem Namen verknüpfte Daten wie z.B. Taufen, Heirat, Sterbedaten, Namen der Paten, Verwaltungsdaten und Geburtsdatum, Berichte und eigene Werke werden mit Wissen und auf ausdrücklichen Wunsch des Mitgliedes am Sitz des Vereines „Keltische Kirche in Deutschland“  selbst nach Ausscheiden des Mitgliedes und mit dem Wissen beteiligter Personen gespeichert und zu Dokumentations- und Familienzwecken aufbewahrt. Eine Einsicht kann jederzeit nach Absprache erfolgen.

3) Löschung von Daten

a) Eine Löschung von persönlichen Daten kann nach Ablauf gesetzlicher Fristen oder nach Maßgabe des Vorstands im Einvernehmen mit dem Beirat (Bischofskollegium) oder durch Beschluss der Mitgliederversammlung (Synode) erfolgen.
b) Eine Löschung persönlicher Daten von Seiten der Mitglieder kann beantragt und begründet werden. Die Entfernung kann vom Verein „Keltische Kirche in Deutschland“ aus mit Erstattung vorgenommener Leistungen, durch Erhebung von Aufwandsentschädigungen und Ersatz verauslagter Unkosten kostenpflichtig und zu Lasten des beantragenden Mitgliedes vorgenommen werden.

4) Weitergabe von Daten

a) Eine Weitergabe von persönlichen Daten oder Verkehrsdaten an Dritte findet nur bei ausgewiesenen Strafverfolgungen oder auf richterliche Anordnung hin statt.

5) Beichtgeheimnis, Schweigepflicht

a) Das Beichtgeheimnis ist für den Verein „Keltische Kirche in Deutschland“  als Kirche und Religionsgemeinschaft und ihrer Gemeinden aus religiöser Tradition und geltendem Recht heraus unverletzlich.
b) Seelsorgerische Inhalte dürfen nur mit Wissen und Genehmigung der Betreffenden (Seelsorger und Hilfesuchender) an Dritte weitergegeben werden.
c) Persönliche Daten dürfen nur mit Kenntnis und Genehmigung des Betreffenden weitergegeben und verwendet werden, Ausnahmen siehe hierzu auch §17 Abs. 1) , 2) und 4).
d) Die Schweigepflicht über in Beichten und Seelsorgergesprächen oder bei der Verwaltungsarbeit erlangten persönlichen Ereignisse und Daten im Leben eines anderen Mitgliedes besteht auch nach dem Ausscheiden der betroffenen Mitglieder aus dem Verein „Keltische Kirche in Deutschland“  fort.

6) Datenschutzbestimmungen und Datenschutzbeauftragter

a) Weiteres regeln die Datenschutzbestimmungen des Vereines „Keltische Kirche in Deutschland“.

§ 20. Bezug der Keltischen Kirche in Deutschland

a) Die „keltische Kirche in Deutschland“ sieht sich als Teil der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche und damit als Teil der Ökumene. Sie war ehemals ein Teil der alten katholischen Kirche und fühlt sich nach wie vor mit ihr und deren Abkömmlingen wie der protestantisch-lutherischen Kirche verbunden. Sie ist allerdings von Rom unabhängig und kennt aus ihrer Tradition heraus keinen Metropoliten.
b) Aus Tradition heraus werden traditionelle Bezeichnungen und Kleidung benutzt wie sie in den vergleichbaren christlichen Kirchen üblich sind. (Amts-) Bezeichnungen sind mit dem Zusatz „der keltischen  Kirche (in) Deutschland“ oder eines der genannten Synonyme gegenüber anderen kirchlichen Amtsträgern und Institutionen kenntlich zu machen.

§ 21. §8 Unterorganisationen
a) Innerhalb des Vereines „keltische Kirche in Deutschland“ können sich  Ordensgemeinschaften und Fraternitäten bilden.
b) Diese Gemeinschaften geben sich eine Verfassung, die im Einklang mit der Satzung der „Keltische Kirche in Deutschland“  stehen muss.
c) Die Ordensgemeinschaften und Fraternitäten müssen durch den Vorstand (das Direktorium) approbiert werden.
d) Leiterinnen und Leiter von Ordensgemeinschaften oder Fraternitäten haben auch einen Sitz im Beirat (Kollegium der Bischöfe).
e) Sonstige Vereinigungen (Hilfsgruppen, karitative Genossenschaften etc.) können nach Absprache mit dem Vorstand (Präses und Kanzler) gebildet werden.

§ 22. Regeln zur Auflösung

a) Eine Auflösung des Vereins geschieht durch

1) Aufgabe des letztverbliebenen Priester-  bzw. Vorstandsamtes
2) oder durch gemeinsamen einstimmigen Beschluss der verbleibenden Mitglieder
3) oder durch eine 9/10 Mehrheit bei einer Synode, wenn die Auflösung gefordert wurde.

b) Bei Auflösung des Vereins oder Wegfall seines bisherigen Zweckes fällt das Vermögen des Vereins an die Stadtverwaltung Hamm mit der Auflage, das das übertragene Vermögen ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige Zwecke zu verwenden ist.
c) Wird mit der Auflösung des Vereines „Keltische Kirche in Deutschland“ nur eine Änderung der Rechtsform oder eine Verschmelzung mit einem gleichartigen anderen Verein angestrebt, so das die unmittelbare, ausschließliche Verfolgung des bisherigen Vereinszwecks durch den neuen Rechtsträger gewährleistet wird, geht das Vereinsvermögen auf den neuen Rechtsträger über.

§ 23. Schlussbestimmungen  

a) Sollte irgendeine der Bestimmungen in dieser Satzung ungültig sein, so soll sie durch eine solche ersetzt werden, die dem angestrebten Zweck nahe kommt und erfüllt.
b) Gerichtsstand ist der jeweilige Sitz des Vereins.

§ 24. Beschlussfassung und Gründung
Vorstehende Satzung wurde am  30.10.2011 mit Änderungen am 03.05.2014 und am 21.5.2016 in Hamm von der Mitgliederversammlung (Synode ) beschlossen.

 

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