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Teilkirche orthodoxe keltisch germanische  Kirche

Der OOC (Orden vom Steinberg e.V.) gründete 2008 in Hamm diese Freikirche, auf dessen lange Entwicklung als keltischer Orden und Grundsätze sie sich stützt.Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt, er übernahm in 2010 offziell die Bezeichnung "orthodoxe keltisch germanische Kirche" als Bezeichnung der Konfession. Wir möchten Ihnen nachfolgend diesen Teil unserer Kirche ausreichend erläutern:Cross3

Die Bezeichnung "Orthodox" (von orthodox griech. ορθός „richtig, geradlinig“, und δόξα Verehrung oder δοκείν „Glaube“) in der OKGK bezeichnet die ursprünglich rechte Verehrung oder Lehre und soll auf die bereits vorkonzilliar entwickelte keltisch orthodoxe Kirche im Altertum hinweisen, die ihre bischöfliche Tradition einerseits bis zu den Aposteln und andererseit bis zu den Nachfahren der Keltenpriester und fühen Herrschergeschlechtern Irlands und Schottland zurückführt. Vorkonziliar ist sie deshalb, weil sie bereits im Jahr 325 AD vor dem Konzil zu Nizäa in Brittanien (hauptsächlich den nicht von den Römern besetzten Teilen Schottland und Irland) entstand. Während des arianischen Streites waren viele germanische Stämme arianisch und so ist es nicht verwunderlich, das die keltische Kirche mit ihrer Mission über Gallien bzw. das Frankenreich zwangsläufig sich auch mit dem Arianismus beschäftigen mußte, obwohl sie ab Nicäa die Dogmen der allgemeinen Kirche übernahm.

Nuremberg chronicles f 135r 2Daneben führte auch der Pelagianismus (welchen man Pelagius als auch Caelestius zuschreibt), die Befreiung von der Erbsünde durch eigene, gottesfürchtiges Leben, zu einigen Spannungen der frühen keltischen Kirche mit Rom. Pelagius (350 - 420 AD) war ein brittischer Mönch, Moralist und Gelehrter, der durch die beim Besuch in Rom vorgefundenen Verhältnisse der römischen Kirche als aketischer keltischer Mönch entsetzt war. Daneben kritisierte er Augustinus Einstellung zur Erbsündenlehre und mutmaßte, dieser würde dem Manichäismus d.h. einer anderen Form der Häresie Vortrieb leisten.

Obwohl Augustinus den daraus entstandenen Streit und Machtkampf letztendlich gewann und Pelagius Lehren zwischen den Konzilen von 410 bis 431 AD zuerst angenommen, dann verworfen und rehabilitiert und anschliessend als Häresie wiederum verurteilt wurden, hielt sich die pelagianische Einstellung noch sehr lange in der keltischen Kirche, was aber auch der strengen Askese der Mönche (dem Peregrinatio) dienlich nützlich war. Unstrittig war ja nach wie vor in der römischen als auch keltischen Kirche, das ein gottesfürchtiges Leben für das Seelenheil recht nützlich war. In der Ostkirche hingegen spielte der Pelagianismus trotz der Unterstützung von u.a. Nestorius nie eine sonderlich große Rolle. Die frühe keltische Kirche war also durch eine den Ostkirchen ähnliche orthodoxe Einstellung und ebensolchen theologischen Fragen geprägt, durch die Spannungen mit Rom lange Zeit bis zu ihrer Assimilation bestanden.

Mit den Ostkirchen und der Orthodoxie verbindet die keltische Kirche daher

  • Die Taufe, Eucharistie und mehrere weitere Sakramente in leicht abgeänderter und erweiterter, ausgeschmückter  Form u.a. mit Myronsalbung, besonderen Gebeten etc.
  • Eine sakramental ordinierte Hierarchie mit Bischöfen in apostolischer Sukzession
  • Die Volkssprachlichkeit der Liturgie (ursprünglich gälisch und lateinisch, hier natürlich dementsprechend deutsch)
  • Die Autokephalie der einzelnen Klöster, die später sich Rom nach und nach unterordneten und schliesslich in der römisch-kath. Kirche aufgingen.
  • Die Zölibatsverpflichtung der Kleriker, die bei orthodoxen Ostkirchen nur für die Bischöfe sowie Mönchspriester gilt. In der keltischen Kirche hingegen gab es diese Einschränkungen zuerst nicht (d.h. die Kuldeer erlaubten auch verheirateten den Einzug ins Kloster und hohe klerikale Ämter), sie wurde aber nach und nach dem römischen Zölibat angepasst. Heutzutage wird das Zölibat zwar von uns als Ideal angesehen, ist aber -gemäß unserer Kirchentradition- nicht unbedingt für Kleriker nötig.

So ist vor diesem Hintergrund zu verstehen, das die OKGK im Rahmen der ÖRKK auch mit anderen orthodoxen Kirchen Verbindungen unterhielt (welche die KKD auch heute noch aufrecht erhält),  aber dennoch eigenständig und im Wesen grundkartholisch ist. Unsere Kirche sieht sich daher als festen, integralen Teil der einen heiligen, katholischen und apostolischen Kirche Christi und ging letztendlich auch dieser Logik folgend am Ende des Jahres 2011 mit der keltisch apostolischen Kirche eine Fusion zur keltischen Kirche in Deutschland ein.
 

   

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