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Achtung! Unsere Ausbildung / Seminare werden einer grundlegenden Umstellung und Erneuerung unterzogen.
Im Übrigen wechselt die Verantwortung für die Leitung der Ausbildungsstufen auf das neugeschaffene Primaterium der UKK.
Die Einschreibung für Seminare wird daher vorläufig ausgesetzt.

 

Duerer prayer hands wikicommons pdBedingungen und wünschenswerte Vor- und Ausbildung:

Vorbedingung (diese muß erfüllt sein)

Wünscheswert und vorab aller Schulbildung vorhanden wären ideal:

Wünschenswerte Schulbildungen (Voraussetzungen):

(siehe Quelle: Wikipedia: Deutsches Bildungssystem, Copyrighted Free Use Autor: Andras 06)

Deutsches Bildungssystem-quer.svg

Voraussetzung ist zwangsläufig auch eine angemessene Ausdrucksweise in Deutsch, sowie eine angemessene Allgemeinbildung oder Lebenserfahrung, untadeliger Lebenslauf und Bereitschaft zum kostenlosen Dienst am Nächsten. Als geeignete Zeit bei uns für eine Ausbildung empfehlen wir ein Lebensalter nach abgeschlossener Berufsausbildung / im und nach dem Berufsleben, da die Mitarbeit in der keltischen Kirche stets ehrenamtlich erfolgt und wir die Ausbildung bei uns -fast so ähnlich wie der 3. Bildungsweg der staatlichen Institute- als freiwilliges, kostenloses Selbststudium ohne Abitur für Spätberufene ansehen, gerne aber auch ausgebildete Theologen in unseren Reihen aufnehmen.

 

Geforderte theologische Kenntnisse:

Die Kirchen und Gemeinschaften des Ökumenischen Rats der Keltischen Kirchen haben sich auf die nachfolgenden Leitlinien der Priesterausbildung verständigt, um zu gewährleisten, dass die Kleriker und Klerikerinnen ausreichend theoretisch und praktisch für ihren priesterlichen und kirchlichen Dienst qualifiziert werden und anderseits die Voraussetzung für eine gegenseitige Anerkennung der Priesterausbildung zu schaffen. Die Leitlinien beschränken sich auf den Kern der Priesterausbildung und geben jeder Kirche und Gemeinschaft die Möglichkeit, durch zusätzliche Inhalte eigene Akzente zu setzen und der eigenen Tradition gerecht zu werden.
Mit der Einhaltung der Leitlinien der Priesterausbildung werden die Ausbildungen innerhalb der Kirchen und Gemeinschaften gegenseitig anerkannt. Mit der Übernahme von Priestern in eine andere Kirche oder Gemeinschaft muss dann ggf. nur der spezifische Teil einer Ausbildung nachgeholt werden. Es besteht jedoch keine Pflicht zur Übernahme von Geistlichen anderer Kirchen und Gemeinschaften.
Zur christlichen Priesterausbildung gehören das Studium christlicher Theologie und die praktische pastorale Ausbildung. Die besten Voraussetzungen für das Studium der Theologie bieten staatlich anerkannte Universitäten und Hochschulen. Für wissenschaftlich tätige Theologen ist ein Abschluss einer Hochschule in Theologie unabdingbar. Für Priester im pastoralen Dienst ist ein universitäres Hochschulstudium ebenfalls von Vorteil, ein außeruniversitäres Studium ist aber ebenfalls geeignet die notwendigen Kenntnisse in Theologie zu vermitteln. Aufgrund der Tatsache, dass in den keltischen Kirchen und Gemeinschaften Geistliche meist im Ehrenamt tätig sind, kann von den Klerikern nicht vorausgesetzt werden, dass sie über einen Hochschulabschluss in Theologie verfügen. Ähnlich wie bei der Prädikantenausbildung in den Evangelischen Kirchen müssen daher die grundlegenden Kenntnisse in Theologie und pastoraler Praxis in einem kirchlichen Rahmen vermittelt werden. Im Unterschied zur Prädikantenausbildung bereiten die Keltische Kirchen ihre Seminaristen auf die Weihe zum Priester und die Übernahme eines Pastorenamtes vor. Das Ziel der Ausbildung von Priestern ohne theologischen Hochschulabschluss besteht nicht in der Vorbereitung auf eine wissenschaftliche Tätigkeit in der Forschung.

Das Theologiestudium soll fundierte Kenntnisse in den folgenden Fachgebieten vermitteln:

Die Teildisziplinen der Theologie unterteilen sich in eine Vielzahl von Unter- und Hilfsdisziplinen. Das Studium orientiert sich hierbei am aktuellen Stand der Wissenschaft. Die Fächer Kirchengeschichte, Systematische und Praktische Theologie werden mit keltisch-katholischem Schwerpunkt gelehrt.

Bei der Ausbildung von Theologen ohne Hochschulstudium ist die Ausbildung in Biblischen Fremdsprachen optional; diese werden aber empfohlen, da sie das Verständnis der Heiligen Schrift fördern und vertiefen.

Pastoralseminar

Die pastorale Ausbildung überschneidet sich mit dem Fach Praktische Theologie und deckt die Theorie und die Praxis folgender Themenfelder ab:

Neben dem Studium der themenbezogenen Literatur werden die Kenntnisse und Fertigkeiten in praktischen Übungen gelehrt und vertieft. Die Ausbildung wird begleitet vom praktischen Dienst in der Gemeinde und in Form von Praktika. Die Priesterausbildung wird begleitet durch die stufenweise Erteilung der niederen und höheren Weihen.

Die Fächer Seelsorge und Meditation können durch die Teilnahme an externen Ausbildungen (Hilfsdienste, Pflege, Heilpraxis, Seelsorge, Einkehrtage etc.) auch teilweise abgedeckt werden. Die Grundlagen in christlicher Spiritualität müssen aber auf jeden Fall abgedeckt werden. 

Umfang und Dauer

Ein Hochschulstudium in Theologie umfasst ja nach Abschluss 6 bis 10 Vollzeit-Semester. Hinzu kommt die pastorale Ausbildungszeit von einem Jahr.  Die Evangelische Kirche als Beispiel bietet für Absolventen eines anderen Studienfachs an, ein Theologie-Masterstudium in 4 Semestern  (2 Jahren) zu absolvieren, das für den pastoralen Dienst qualifiziert.

Wir sehen uns weder als Schule im klassischen (und rechtlichen) Sinn an, noch als anerkannte Bildungseinrichtung. Dennoch:

Bei 4 bis 6 Semestern sehen wir ebenfalls den minimalen Umfang für die Ausbildung zum Priester ohne universitäres Theologiestudium. Die Ausbildungszeit orientiert sich nach dem persönlichen Einsatz und den Vorkenntnissen der Seminaristen und kann beliebig ausgedehnt werden. Ein Vollzeit-Semester entspricht 30 Europäischen Credits (1 Credit = 30 Stunden). Geschätzt bei langsamen Vorgehen (voll Berufstätige) ist die Norm für Ministranten per Stufe 2 Semester (insgesamt 4 Stufen), daneben noch 2 weitere Stufen bis zum Diakon. Es ist also möglich, in max 6 Jahren und minimal 3 Jahren (falls nicht besondere Umstände vorliegen) die Ausbildung zu absolvieren.    

Anrechnung von Vorkenntnissen

Bereits erworbene, nachweisbare Studienleistungen können auf die Ausbildung angerechnet werden, wenn sie die definierten Themenfelder abdecken. Dies kann die Zeit erheblich verkürzen!

Zeugnisse und Urkunden

Über die erbrachten Leistungen werden detaillierte Bescheinigungen mit Punkteanzahl ausgestellt. Die Teil- und Gesamtabschlüsse werden beurkundet in der Form von Zertifikaten und Diplomen. Bei kirchlichen Ausbildungen ohne akademische Akkreditierung darf nicht der Eindruck erweckt werden, als handele es sich um einen Hochschulabschluss. Die im Volksmund so genannten "Zeugnisse" und Urkunden zertifizieren nur zum Dienst in der keltischen Kirche und den in der IECCCC bzw. CCI zusammengeschlossenen Mitgliedern.

Akkreditierung durch angeschlossene Kirchen der KKD und die FKB

Die von den Kirchen und Gemeinschaften angeboten Priesterausbildungen oder Teilen davon, können freiwillig durch den UKK / CCI / FKB auf Einhaltung dieser Leitlinien geprüft und akkreditiert werden. Der Vorstand der CCI / FKB ernennt die Mitglieder des Akkreditierungsausschusses.

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