Drucken

Die hier aufgeführten Dekrete (Verordnungen durch die Kirchenleitung oder Bischofskonferenzen)  wurden zuer Ergänzung bestehender kirchenrechtlichen Bestimmungen erlassen. Sie sollen Detailfragen bis zur Aufnahme in den Codex klären.

 

Dekret 1-2012

1.Betreffend Messwein

1.1. Qualität und Sorte des Weines beim Einkauf

a) Es ist ein Wein der Qualitätstüfe "Prädikatswein" zu verwenden, z.B. Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese, Eiswein.

b) Es darf roter und weißer Wein verwendet werden. Aus praktischen Gründen der Reinigung etc. empfehlen wir, das in Messen innerhalb von Gebäuden oder bei Verwendung von hochwertiger Kleidung Weißwein bevorzugt werden soll, während bei Messen in der Natur oder bei einfacher Ausstattung / Kleidung durchaus auch Rotwein benutzt werden kann.

1.2. Verbrauch des Weines

a) Es ist der Verbauch vor der Messe vorweg abzuschätzen. Idealerweise ist der Wein nach der Messe verbraucht.

b) Der eingesegnete (nicht konsekrierte) Wein soll, falls noch übrig, im Anschluss an die Messe ggf. in einem Agape verbraucht werden.


1.3. Ersatz für Messwein, Ausnahmen

a) Sollte die erforderliche Qualität ausnahmsweise aus begründeten Umständen nicht zur verfügung stehn, so ist die nächst niedrigere Stufe an Qualität zu wählen. Maßgäblich ist hierbei, das eine Qualität gewahrt bleibt, die die Bedingungen des Canon sowie der Überlieferung erfüllt ("aus dem Most von Trauben" und "nicht schlecht sein"). Eine dem Messwein vergleichbare Qualität ist unter anderem auch bei Qualitätswein bestimmter kontrollierter Anbaugebiete (QbA) der Fall.

b) In Ausnahmefällen kann Traubenmost verabreicht werden. Auch hier sollte wiederum auf Naturbelassenheit geachtet werden.

c) In Not- und Ausnahmefällen, wenn weder Traubensaft noch Wein erhältlich ist, kann als symbolischer Ersatz Tee, Wasser oder ähnliches dienen. In diesen Fällen dient die Verabreichung in Gestalt des Brotes (Hostie) als Blut und Leib Christi. Präzedenzfälle hierfür sind u.a. die Zeit der Fernostmission der kath. Kirche und Handhabe i.d. EKD

 

Dekret 2-2012

1 Betreffend alte Ordnungen (VO, RO, AO)

1.1    Fehlende oder weggefallene Regeln im Codex bzw. der Regel

a) Sie werden als ergänzende Regelungen zu Referenzzwecken weiterbenutzt. Sollte im Codex oder der Ordensregel bzw. Satzung eine Stelle nicht zutreffend geklärt sein, ist für eine dementsprechende Auslegung vor Neufassung die o.a. Ordnungen in der alten Fassung zu bemühen.

1.2    Wappen und Kennzeichen der keltischen Kirche und ihrer Fraternitäten

  1. a)Das keltische Hochkreuz
  2. b)Die typischen Insignien der keltischen Länder: Drache, Löwe, Lilie und Harfe
  3. c)Der Galero und Quasten als geistlichen Wappen aus katholischer Tradition heraus,
    sowie Abtstab und ähnliche kirchliche oder klerikale Zeichen.
  4. d)Triskelle, sowie Eigenschöpfungen wie folgt:

1) OOC / OKGK Hochkreuz mit den 3 Strahlen,

2)altes OOC banner mit Whiteoakinsignien, Früchten und Runenkreis, mit stilisierten Hochkreuz – bitte NICHT mehr verwenden.

3) Das ritterliche Wappen des Ordens OOC,

4) unser OOC Triskell,

5) Das aus 3 Kreisen in Form des OOC gebildete Siegel mit walisischem Drachen,

6) das Hochkreuz der KKD

7) Das neue aus 4 Zeichen keltischer Länder gebildetete Wappen des OOC mit den Insignien unseres Herrn und OOC Hochkreuz in der Mitte.

8) Das ÖRKK Zeichen

9) St. Pirminzeichen

10) Das Diakkon

 

Dekret 4-2012

Betreffend Homosexualität und Frauenordination

ad Homosexualität: Die Frage des Verbotes der Sakramentserteilung bei gleichgeschlechtlichen Ehen zwang die Arbeitskreise "Codex" bzw. "Liturgie" der KKD zu einer theologischen Beleuchtung der Auswirkungen auf den Dienst bzw. die Anwendung von Regeln auf die Priesterausbildung und Weihe, sowie auch andere Sakramente. Hierbei ist zu beachten, das wir dem katholischen Glauben verpflichtet sind und auch biblische Grundlagen nicht mißachten dürfen. Es wurde beschlossen:

a) Die Priesterweihe (sowie auch kleineren Weihen) für aktive ausgeprägt gleichgeschlechtliche Seminaristen ist untersagt. Die Gründe befinden sich in den Apostelbriefen, es kann jedoch von diesem Verbot bei Enthaltung der Person über mind. 3 Jahre hinweg abgesehen werden.

b) Laiendienste sind davon nur insoweit betroffen, als das man um Diskretion in der Öffentlichkeit und im Dienst bittet.

c) Die Kommunion für Praktizierende käuflicher Liebe und ähnlich exzessive Vorlieben sind untersagt.


ad Frauenordination: Eine Anpassung wurde gemäß der keltischen UND katholischen Tradition nötig: Das Bischofsamt von Frauen war in der keltischen Kirche stets mit dem Äbtissinnenamt, also einer Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft bzw. einem Orden zulässig. Darin war zum Beispiel auch Brigida von Kildare berechtigt, ebenso Bischöfe zu weihen und einzusetzen. Das Diakonissenamt war bereits in der frühen katholischen Kirche üblich, auch ohne Zugehörigkeit zu einem Orden, es ist also davon nicht betroffen..

a) Frauen sollen nur dann in die Priesterämter geweiht werden, wenn sie einer Ordensgemeinschaft angehören. Dies ist die logische Folge, da das Priesteramt zum Erreichen des Bischofsamtes (siehe Begründung) nötig ist.

b) Frauen sollen nur dann in die Bischofsämter geweiht werden, wenn sie das Amt der Äbtissin oder Priorin in einem Orden bzw. Gemeinschaft belegen.

Nähere Erläuterungen finden sich hier: Faq Gleichberechtigung

 

Dekret 5-2012

Betreffend Sukzession und höhere Weihen,
eingeschlossen niedere Novizenweihen sofern auf dem Weg zur höheren Weihe
(7 stufiges Amt, Klerus - auch Ordensgemeinschaften):

Die Sukzession der männlichen Linie wird fortan nur von männlichen Mitgliedern des Klerus weitergegeben, in Übereinstimmung mit div. altkatholischen und katholischen Bestimmungen.

Die Sukzession der weiblichen Linie (als Brigidlinie fortan bezeichnet) wird fortan nur von weiblicher Seite von der amtierenden Äbtisssinbischöfin an weibliche Mitglieder des Klerus weitergegeben.

Es ist ab sofort allgemein eine gegenseitige Weihe männlich/weiblich untersagt,
desgleichen auch eine Cozelebration bei dementsprechenden Mischweihen.

Obgleich wir solche Weihen anderer Kirchen anerkennen, sehen wir uns aus Prinzipgründen zu dieser Trennung verpflichtet.

Dies bezieht sich auch auf Weihen in den Fraternitäten, Klöstern oder Orden:
Ab sofort besitzt jede gemischte Gemeinschaft einen Abt und eine Äbtissin mit gleicher Jurisdiktionsgewalt gegenüber Gleichgeschlechtlichen (auch wenn ggf die Satzung nur einen Vorstand vorsieht).

SEBES

Die Kirchenleitung

+ Uwe Eckert, Präses KKD,  + Kai Günther, Kanzler KKD,  + Daniela Pahnke, Archivarin

 

Dekret 6-2012

Nach Überlegung und Beratung der Bischofskommision in der KKD wird die Änderung gg Homosexuellen präzisiert: Die keltische Kirche schließt sich dem Standpunkt der röm. kath. Kirche an. Dies bedeutet:

A) Fürbittegottesdienste sind bei homosexuellen Paaren generell untersagt,

B) bei Mitgliedern werden "leichte Tendenzen" d.h. keine ausgeprägte oder offen ausgelebte und sexuell praktizierte Homosexualität geduldet.

C) Im Seelsorgebereich gibt es Ausnahmeregelungen, da gilt das Gebot der Nächstenliebe und der Betreuung.

Nähere Begründungen sind den FAQ zu entnehmen.

 

Dekret 1-2013

Nach Überlegung und Beratung des Bischofskollegium in der KKD wird eine (kleine) Reform der Liturgie zum Ende 2014 angekündigt:

  1. Das keltische Messbuch beschreibt den keltischern Ritus (in kath. Tradition) mit Opferbereitung am Anfang des Gottesdienstes (ähnl. mozarabischer/gallikanischer Ritus). Dieser wird in Landessprache (hier also in Deutsch) durchgeführt.
  2. Einzelne -für die Messe- beiläufige Stellen werden modernisiert bzw. angemessen vereinfacht und an die heutige, römische Liturgie angenähert.

  3. Es ist weiterhin in Harmonisierung mit allen Katholischen Kirchen und Gruppen und als Geste des guten Willens der römischen kirche gegenüber ab sofort gestattet, die alte tridentinische Form der Messe in Deutsch oder Latein durchzuführen.
  4. Es ist in Harmonisierung auch nach wie vor gestattet, einen angepassten modernen römischen Ritus nach Rituale Romanum (Ordo Missae) zu verwenden und/oder andere geeignete, moderne Gottesdienstformen für Andachten zu verwenden.

Diese Änderungen treten sofort nach Verkündung in Kraft

anno Domini dies VII Mensis Aprilis MMXIII    - SEBES +Columban III+ Primus Ecclesia Celtica in Germania

 

 

Dekret 2-2013

Nach Überlegung und Beratung des Bischofskollegium in der KKD werden kleinere Änderungen in der Litugie schon vorab für 2014 in Ergänzung zu Dekret 1-2013 durchgeführt. Begründung:

Aus Praxisgründen wird der Reform in der altkatholischen und römischen kirche Rechnung getragen und die Liturgieform insoweit reformiert, als das der grundsätzliche Ablauf modernen Gottesdiensten folgt, ohne die typisch "Keltischen", kleinen Eigenheiten zu übergehen. Am meisten fällt dies in den Proprien auf, in den Sakramenten (und deren Abläufen), in kleinen eingefügten Segnungen und Gebeten. Mehr noch fällt es in den diakonischen Angeboten, als auch den Missionsbemühungen in das Gewicht. Es soll die Vielfalt in Einheit betont werden.

1.) Die Liturgie wird gestrafft und der altkatholischen / römischen (ökumenischen) Liturgieform angeglichen.

2.) In Kontrast dazu ist Mundkommunion mit Intinktio oder -in kleinem Rahmen- mit Kelchreichung bei uns als vorherrschende Eucharistieverabreichung vorgesehen. Die Handkommunion soll aus Reinheitsgründen des Leibes unterbleiben.

3.) Ergänzung zu 2.)

a) Sie kann aus der Hand empfangen werden, wenn diese z.B. bei Klerikern dementsprechend gereinigt wurde und der Empfänger selbst als Spender fungieren könnte.

b) Sie kann auch aus der Hand empfangen werden, wenn dies nach einem anderen Ritus (z.B. altkatholisch) erlaubt wäre oder wenn -wie bei ökumenischen Gottesdiensten üblich- die Handhabung des Abendmahles eines (Kon)zelebranten von der bei uns Üblichen abweicht. In diesem Fall gilt allerdings für Angehörige unserer Kirche die Teilnahme nur als Teilnahme an einem Gottesdienst, nicht aber an einer vollständigen Messe (siehe Agape).

Dekret 3-2013

ungültig, siehe Dekret 7-2013

Dekret 4-2013

 

Unsere Schwester im Diakonamt

Kerstin McNiesh

geboren am 23.11.1976

wird hiermit durch das Bischofskollegium
der Keltischen Kirche in Deutschland beauftragt, als

Priester im Aufgabenbereich eines Generalvikars

das Bistum Sulzbach-Rosenheim der KKD und die orthodoxe katholische Einigkeitskirche als Teilkirche selbstständig zu leiten. Die Vollmachten und Pflichten des Generalvikars regeln der Kanon und die Dekrete der Keltischen Kirche in Deutschland.

Priesterin Kerstin McNiesh wird weiterhin von Seiten Äbtissin Daniela Pahnke beauftragt, als Priorin dem Orden St. Sebastian in Deutschland vorzustehen

Dekret 5-2013

Nach Überlegung und Beratung des Bischofskollegium und Beschluss in der KKD wird das schon in der letzten Vorstandssitzung beratene Synonym "Keltisch-katholische Kirche" oder dessen Abkürzung "KKK" der Bezeichnung der KKD bzw. Keltischen Kirche in Deutschland hinzugefügt. 

Es unterstreicht hiermit nochmals die Zuordnung zum katholischen Zweig als Teil der iroschottischen lateinischen Kirche und soll Mißverständnissen gegenüber anderen Teilkirchen oder der römisch Katholischen Kirche vorbeugen. Die keltische Kirche / keltisch-katholische Kirche sieht sich nach wie vor als ein Teil der einen heiligen,  katholischen und apostolischen Kirche.

Dekret 6-2013

Nach Beratung des Vorstandes und Beschluss des Kollegiums in der KKD wird die Zusammenarbeit / Gemeinschaft mit der CGW  bis zur Klärung der Zusammenarbeit und der Zugehörigkeit als Teilkirche der KKD, auch und besonders die Filialkirche betreffend, bis auf Weiteres (nächste ordentliche Sitzung der KKD) ausgesetzt. Die Zusammenarbeit in allgemeinen Kirchenfragen / Ökumene ist davon ausgenommen.

 

Dekret 7-2013

Nach Beratung mit der CGW und Beschluss des Vorstandes wird das eingangene Konkordat zwischen CGW und KKD als nichtig angesehen, obwohl es kirchenrechtlich bislang (mit allen Folgen) als gültig angesehen wurde. Ebenso gilt die Mitgliedschaft als irrtümlich eingegangen (fehlender Beschluss der CGW / Satzungsgründe). Die Mitgliedschaft der CGW wird für nichtig erklärt (ohnehin vorläufig gültig). Aus beiden Beschlüssen geht hervor, das eine Gemeinde der KKD im betreffenden Gebiet nicht bestand und dies also mit allen Folgen für Gebiet und Klerus / ergangene Dekrete leider als hinfällig gilt. Es gilt der Stand vor 8/2012.

 

Dekret 1-2014

Betreffend Kanzler Kai Günther: Der bisherige Kanzler und Weihbischof Kai Günther wird mit Wirkung ab dem 1.1.2014 mindestens bis zum 31.1.2014, längstes jedoch bis 1.6. vorläufig aus persönlichen und organisatorischen Gründen und nach Kenntnisnahme des Vorstandes beurlaubt und von allen Ämtern entbunden.
Als Vertretung wird die Archivarin, Bischöfin Daniela Eckert, Mitglied des erweiterten Vorstandes und der Bischofskonferenz  ihn bis auf weiteres kommisarisch vertreten. Die Gemeinde Bad Essen wird vorläufig der Gemeinde Letter / dem Bistum Hannover unter Vertretung von Vikarin Fr. Lange zugeschlagen.

Nachtrag: Der Wechsel im Vorstand wurde laut Vorstandssitzung am 20.1.2014 so beschlossen.

 

Dekret 2-2014

Betreffend Ordination und Konsekration Pstn Kerstin McNiesh (OSS)

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes, Pstn Kerstin McNiesh (OSS) wurde mit Wirkung zum 24.8.2014 das Amt der GeneralÄbtissin des Ordens St. Sebastian von Seiten der UCC Bishop Brow mit seinem Bischofssitz übertragen.
Von Seiten des Verhältnisses des OSS zur KKD ändert sich damit folgendes: Da der OSS per Vertrag vollständige Fraternität der KKD ist und sie sowohl in den USA als auch hier das oberste Amt des OSS innehält, erhält sie damit ebenso das Amt einer apostolischen Vikarin der KKD in den USA, mit der Befugnis der Leitung dort nach eigenen Ermessen die KKD würdig zu vertreten, eigene Diözesen/Fraternitäten zu errichten und deren Leiter einzusetzen.

Dies bedingt jedoch eine umgehende Konsekration und Ordinierung in das Amt einer hiesigen Diözesanbischofin und einer Titularbischöfin, Kerstin Mcniesh wird damit von der Kirchenleitung am heutigen Tage, dem 27.8.2014 zur Bischoferwählten ernannt, die Zeremonie soll im Oktober (genauer Termin und Ort wird bekannt gegeben) erfolgen.

 

 

Dekret 3-2014

Betreffend Datenschutzbeauftragten und Datenschutz

Bis auf Weiteres entfällt in unserer Kirche die Stellung des Datenschutzbeauftragten, da er bei der Größe unserer Datenverarbeitung und den damit Beauftragten (noch) nicht nötig ist. Wir werden deshalb -und mit Wegfall des bisherigen Beauftragten- darauf achten, das der Datenschutz bei uns nicht an der gewohnten Sicherheit einbüsst: Alle Akten sind hier vor Ort und können (nach Termin) eingesehen werden, ebenso die gespeicherten Daten (die sich auf freiwillig gegebene Informationen beziehen). Alle Standards werden hier vor Ort eingehalten - und wir möchten auch, das dies weiterhin so bleibt. 

Dekret 4-2014

Wir möchten darauf hinweisen, das wir keinerlei ökumenische Beziehungen zur CG Wunstorf nebst ihrem Leiter unterhalten und das ein zeitlich unbegrenztes Verbot für ihn und seine Gemeinschaft zur Teilnahme an unseren Veranstaltungen oder Betreten uns zugehöriger Grundstücke ausgesprochen wird. Desweiteren werden auch die Ämter dieser Gemeinde in unserem Verständnis und damit die Gültigkeit der Kommunion von uns nicht anerkannt,

Dekret 5-2014

Aus gegebenen Anlass möchten wir darauf hinweisen, das Liturgie (d.h.Gottesdienste) und Ausstattung (Kleidung etc.) dem römisch- bzw. altkatholischen Verständnis und dem Rituale Romanum entsprechen und auch in dieser Form erteilt werden.Wir bitten hierzu unsere Satzung, als auch unseren Canon zu referieren, an die wir von Rechts wegen gebunden sind und deren Bestimmungen wir einhalten. Weitergehende Fragen über unsere Denomination beantwortet unser Lexikon.

Darüber hinaus werden wir uns zukünftig rechtliche Schritte und Schadensersatzansprüche gegen Dritte vorbehalten, die falsche Behauptungen unter Nichtbeachtung der §§ 186, 187 StGB öffentlich gegen uns und andere verbreiten und damit geeignet sind, christliche Gemeinden und Kirchen und deren Würdenträger öffentlich zu kränken oder im öffentlichen Ansehen zu schädigen. Wir erbitten dahingehende Hinweise unter die im Impressum angegebene Rufnummer, damit wir diese umgehend weiterleiten können.

Dekret 5-2014

Ergänzend Sukzession und höhere Weihen, Dekret 5-2012 wird zum Teil ersetzt/angepasst:

Aufgrund des CIDEC zur Gleichberechtigung von männl. /weibl. Priestern wird das Dekret 5-2012 nochmals angepasst:

Die Sukzession der weiblichen Linie (als Brigidlinie bezeichnet) soll (falls möglich und gewünscht) fortan  von weiblicher Seite von einer der geweihten Bischöfinnen in Gedenken an St. Brigid im Sinne einer festen Tradition als Konsekrator oder wenigstens Co-Konsekrator  (notfalls in Abentia!) in einem Orden an eine weibliche Priesterin weitergegeben werden. Nach der Sukzession ist eine Kerze im Sinne des "Hüten des Glaubensfeuers" (vgl. Brigida Kildare) zu überreichen.

Die Sukzession der männlichen Linie soll (falls möglich und gewünscht) fortan  um eine auch in anderen Kirchen zugelassene, gültige Weihelinie bei männlichen Priestern zu gewährleisten, möglichst durch einen männlichen Konsekrator bzw. in Beisein eines männlichen Cokonsekrators (notfalls in Abentia!) erfolgen.

Gegenseitige Cozelebration ist gemäß CICEC in der KKD natürlich ebenso erlaubt wie eine gegenseitige Weihe, insofern entfällt Dekret 2-2012!

Hierbei ist aber zu beachten, das dies auf Schwierigkeiten bei der ökumenischen Zusammenarbeit stoßen kann. Im Sinne einer gewissen Harmonisierung ist also darauf zu achten, das -außerhalb von Orden- wenigstens eine reine männliche Linie gewahrt bleibt, als auch eine weibliche Linie nachvollzogen werden kann.

Dekret 6-2014

Ergänzend Erg. CICEC bezüglich werktägliche Gebete und Solitärmessen / Wortgottesdiensten und  Zingulum

Ergänzt wird im CICEC Punkt 4-I-5.2 e) durch Wortgottesienste / Werktagsgebete

"e) Für die anderen Dienste der Kirche, Taufen, Hochzeiten und Bekenntnisse, tragen die Amtlichen eine weiße oder elfenbeinfarbene  Albe passend und einer Stola von der Farbe des Sakraments oder Amtes das er leitet. Bei Beerdigungen und Wortgottesdiensten (auch werktäglichen Gebeten) ist eine schwarze Soutane / Talar / Anzug mit Stola angemessen. Sollte eine (geistliche) Kommunion / Agape stattfinden, so darf auch zusätzlich ein Superpellicum (Rochett) oder eine Kasel in Wochentagsfarbe getragen werden."

Als bevorzugte Bindeknoten des Zingulum werden der bei anglikanischen / US-katholischen und episcopalen Kirchen übliche Knoten und/oder alternativ dazu der gallikanische bzw. römische Knoten festgelegt.

 

Dekret 1-2015

Beschlüsse rückwirkend aufgehoben siehe Dekret 5/2016.

 

Dekret 2-2015

Betreffend UCC / KOED 

Laut Vertrag und der Bitte um Eingliederung wird die UCC / KOED in die Celtic Church International als us-amerikanische Auslandsjurisdiktion überführt. Sie führt zukünftig den Namen Celtic Church in USA.

 

Dekret 3-2015

Ergänzend CICEC Kanon 1-I-1.3 Gerichtsstand und Grenzen

Es wird im CICEC Kanon 1-I-1.3 um den Punkt d) bis f)  ergänzt:

d) Auslandsjurisdiktionen, die vertraglich in die KKD integriert wurden oder vertraglich als neue, selbstständige Tochterkirchen aufgebaut werden, sind der Verwaltung nach eigenständige Auslandsdiözesen der KKD, kirchenrechtlich  gesehen aber wie jede Diözese der KKD unterstellt und eingegliedert.

e) Auslandskirchen müssen sich mit einem Kürzel oder einer Bezeichnung in Landessprache als Teilkirche der keltischen Kirche z.B. Celtic Church / Keltische Kirche in  [Land] oder ]Bezeichnung / Eigenname] - Celtic Church International bezeichnen.

f) Die KKD trägt in Kommunikation, Organisation und Verwaltung mit Auslandsjurisdiktionen die englische Bezeichnung Celtic Church International oder CCI. Es gilt als Verfassung der deutsche Kodex CICEC für alle Auslandsjurisdictionen in jeweils landesspezifischer Anpassung nach Genehmigung der KKD.  

 

Dekret 4-2015

In der Frage der Abtreibung ist folgendes festzustellen:

a) Die Pille "danach" ist bei sofortigem Einsatz nach einer "Panne" wie jede andere Pille oder Hormongabe einzuschätzen: Sie ist keine Abtreibung. Dennoch sollte ihr Einsatz abgewogen werden, ob sie wirklich sinnvoll ist, oder ob man es Gott überlassen sollte, überhaupt ein Kind geschenkt zu bekommen. Wir sind für die Familie und für das Leben.

b) Bei verständlichen Indikationen ist bis zur 5. Schwangerschaftswoche (beginnender Herzschlag) nach Beratung mit dem Kollegium das Ei noch nicht so weit entwickelt, das sogar bis danach auch immer noch Abgänge vorkommen. Wir haben den ersten Herzschlag als Indikation für "Leben" festgelegt, ab dieser Zeit sollte nicht mehr die Pille eingesetzt oder eine beginnende Schwangerschaft unterbrochen werden, vorausgesetzt, das Wohl und Leben der Mutter ist nicht in Gefahr.

In den Codex wird diese Regelung nicht Einzug finden, da sie ohnehin schon nach Maßgabe der Bischöfe unter den Kirchenstrafen abgedeckt wird und eine Einzelfallbetrachtung nötig ist.

Zum Aus- und Wiedereintritt von Gläubigen in die keltische Kirche

a) Beim Austritt gehen sämtliche Inkardinationen verloren. Kleriker können, aber müssen nicht im gleichen Rang oder gleichen Amt aufgenommen werden.

b) Ein Wiedereintritt von Gläubigen ist nach einem Ausschluss nach Buße und Beseitigung der Ausschlussgründe direkt wieder möglich.

c) Ein Wiedereintritt von Gläubigen ist nach einem freiwilligen Abgang / Abfall (Kündigung) aus der KKD auch möglich, jedoch wird eine Wartezeit (Bußzeit) zu Grunde gelegt. Diese staffelt sich nach den Wiederholungen: Beim 1. Mal mind. 1 Jahr zum Zweck der persönlichen Reflektion, beim 2. Mal mind. 2 Jahre etc.

d) Ab dem zweiten Austritt sind intensive Gespräche über die rechte Intention und Disposition des Betreffenden und über die Gründe notwendig: Eine Katechese wird empfohlen, da so auch die Wartezeit sinnvoll genutzt wird.

Zum Thema "Outing" nach Aufnahme und Weihe im Klerus

Als Folge einer Diskussion und zur Vermeidung von Mißverständnissen, als grober vorläufiger Entwurf und Handlungsempfehlung:

Im Falle des (nachträglichen) Outings oder der Präferation von Klerikern betreff Homosexualität gibt es bei der KKD 3 Möglichkeiten:

a) Ein zölibatäres Leben um des Amtes willen mit der Folge, im Amt und der KKD bleiben zu können.

b) Eine Offenlegung mit Laisierung als Folge: Die Person wird dann fortan als Prädikant/in eingesetzt, aber ohnehin nicht gänzlich entlassen.

c( Wenn möglich eine Überstellung oder Empfehlung zur einer verschwisterten (mit Interkommunion) verbundenen Kirche mit passenden, tolerierten Ämtern.

Wir hoffen, das wir damit sowohl dem Codex, als auch dem Barmherzigkeitsgrundsatz Rechnung tragen. Dies wäre ohnehin ein bei uns noch nie vorgekommener Fall, der aber eine mögliche Lösung für Betroffene (auch anderer Kirchen z.B. der römisch-katholischen) aufweisen könnte.Wir sind für eine Diskussion in diesem Punkt offen.


 

Dekret 1-2016 (28.3.2016)

Dekret 28.3.2016

Aufgrund der gesetzlichen Gegebenheiten hier in Deutschland sehe ich mich als Vorsitzender der KKD und des Bischofkollegiums gezwungen, auf einige Besonderheiten nochmals generell hinzuweisen:

a) Die Bibelschule Columban ist kein Fernlehrinstitut, noch verleiht sie akademische Abschlüsse. Auch sind ihre Abschlüsse staatlich nicht anerkannt. Dies alles muß auch nicht sein, sie bildet die eigenen Priester aus. Interessenten an akademischen Abschlüssen mögen sich an geeignete Universitäten im In- und Ausland wenden. Deren Abschlüsse werden auch anerkannt.

b) Auch bei der Bibelschule Columban akkreditierte Schulen oder Institute richten sich nach gesetzlichen Vorgaben, nach denen sich die betreffenden Schulen in Deutschland (und international) richten müssen. Auf den kirchlichen Bereich beschränkte Vorgaben richten sich nach den jeweiligen Ländern, in denen die Schule Niederlassungen besitzt.

c) Die Keltische Kirche in Deutschland e.V. besitzt ebenso keine Fernlehrinstitute, noch betreibt sie selbst universitäre Einrichtungen. Ihre interne Ausbildung wird durch die Bibelschule Columban und ihre Abkömmlinge bzw. Zweigstellen (USA) sichergestellt. Sie unterstützt jedoch auch beratend kirchliche Bildungsinstitute im In- und Ausland, bevorzugt im privaten Sektor.

d) In der keltischen Kirche in Deutschland integrierte Fraternitäten haben sich gemäß dem Codex der keltischen Kirche, nach deren Bestimmungen und nach deren Satzung zu richten. Dies bedeutet, das sie hiesige Bestimmungen gemäß der in der keltischen Kirche (und u.U. auch deren des Ordens vom Steinberg, welcher die Bibelschule Columban führt) beachten müssen. Ein Verstoß gegen diese bedeutet - auch stillschweigend - wegen Verstoßes gegen die Satzung den direkten Aussschluß aus beiden vorgenannten Vereinen, vorbehaltend Schadensersatzansprüchen bei rechtlichen Verstößen.

e) Die Interkommunion und ökumenische Vereinbarungen begründen keine rechtlichen Ansprüche, sondern nur kirchliche Verbindungen. Diese sollten denn auch auf kirchliche Bedingungen beschränkt bleiben. Wir gehen davon aus, das andere Gemeinschaften die Gesetze  der jeweiligen Länder, in denen sie wirken, beachten und das eigene Bestimmungen nicht jenen entgegen stehen, nach denen sich auch die keltische Kirche richtet.

 

Dekret 2-2016 (14.6.2016)

 

Zur Kleidung der Messdiener und Ausgestaltung ergehen folgende Ergänzungen:

Ministranten allgemein

Einfache Ministranten sollten eine Albe oder Chorhemd mit einem Zingulum tragen. Das tragen der Schärpe ist ihnen untersagt. Sie sind den niederen Weihen stets untergeordnet.

Albe

Die Albe oder auch Kapuzenalbe wird auch als Mantelalbe von Altardienern (niedere Weihen) in Weiß getragen, sie wird mit einem Zingulum hoch gebunden.

Zingulum

Dieses Tunikaähnliche Gewand wird mit einem Zingulum (Strick) zusammengeschnürt. Hierfür wird das Zingulum in Form einer Schlaufe gebunden, an einem Ende sollen 3 dreifach verdrehte Knoten enthalten sein, für die drei evangelischen Räte.

Das Zingulum darf in einer für das jeweilige Fest gültigen liturgischen Farbe sein zum Beispiel (siehe auch Jahreskreis:

Andere Farben als Jene sind - mit Ausnahme von Ausschmückungen- untersagt.

Schärpe

Zur Kennzeichnung der verschiedenen Dienste darf eine weiße Schärpe (10 cm Breite) getragen werden. Diese sollte mit einem Aufdruck / Pin / Button versehen sein, der auf die Funktion und den Weihegrad des Betreffenden hinweist:

Ostiarier - Schlüssel (Da sie die Schlüsselgewalt über die Kirche und den Einlass besitzen) Lektor - Buch (Da sie das Evangelium hüten und tragen, sowie die erste Lesung tätigen dürfen) Exorzisten - Kreuz (Da sie beim Segnen und Austreiben aus z.B. Tauf-/Weihwasser assistieren dürfen) Akolythen - Kerze (Da sie die Kerzen anzünden, sie halten und kleinere Arbeiten am Altar verrichten)

 

Dekret 3 /2016

 

Statement und Dekret zur Anerkennung von Konfirmation von Mitgliedskirchen der EKD und Anerkennung der Firmung der altkatholischen bzw. anglikanischen Kirchen.

Verkündet am 7.7.2016 Dekret 3/2016

Ausgangslage:

Es ergibt sich bei der Konvertierung von evangelischen Christen zur KKD und umgekehrt das Problem der Anerkennung der Firmung, besonders aber Konfirmation, da diese dem Grunde nach in evangelischen Kirchen als Sakramentale ausgelegt wird, der Handlung nach sich einschliesslich vorangehender Katechese, Prüfung und Gewissensbekundung und Handauflegung nicht im Wesentlichen von der Firmung unterscheidet und ebenso als Zulassung zum Abendmahl / Eucharistie angesehen wird.

Beispiele:

„Vereinbarung zur gegenseitigen Zulassung zum Patenamt und zur gegenseitigen Anerkennung von Firmung/Konfirmation“ zwischen der Vereinigten Evangelisch - Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und dem Katholischen Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland im Rahmen der Ökumene / ACK

Kirchenrechtliche Beurteilung von Seiten der KKD

Die Firmung ist als separates Sakrament im Jugendalter vorgesehen, kann aber u.U. entfallen, wenn dies zusammen mit der Taufe (Salbung) bereits bei z.B. einer orthodoxen Kirche im Kindesalter bei der Taufe oder im Erwachsenenalter geschieht. In Jedem Falle muß dies von einem Bischof beauftragt oder genehmigt sein:

Kanon 4-II-2.4 Vollmacht für das Sakrament der Firmung

a) Diözesanbischöfe sind nicht berechtigt, Vollmachten einem Spender für das Sakrament der Firmung zu gewähren. Die Firmung wird als ein Sakrament betrachtet, das von jemand in episkopaler Weihe (d.h. einem Bischof) übertragen wird.

Ausnahmen sind hierbei zulässig, wie folgender Passus bestätigt:

Kanon 4-II-4.2 Spender des Sakraments der Firmung

a) Die ordentliche Spender für das Sakrament der Firmung ist der Bischof. Der (Apostolische Administrator und) Diözesanbischof darf nur in begründeten und genehmigten Ausnahmefällen Vollmachten für die Firmung Priestern gewähren.

Da diese Ausnahme bei evangelischen Christen im Rahmen der Ökumene anzunehmen ist, wird die Konfirmation mit Handauflegung unter Herbeirufung des heiligen Geistes und Akklamation zum überwiegenden Teil als erfüllte Firmung angesehen. Diese wird zudem beim Abendmahl durchgeführt:

Kanon 4-II-4.4 Durchführung des Sakraments der Firmung

a) Firmungen sind während der Eucharistiefeier durchzuführen, außer aus wichtigem Grund verhindert.

b) Chrisam, welches für das Sakrament verwendet wird, muss von einem Bischof in vorgeschriebener Weise nach dem Sakramentar der KKD gesegnet sein.

Laut Beurteilung fehlt indes immer noch die formelle Besiegelung bzw. Bestätigung eines Bischofes mit Chrisam während einer Eucharistie innerhalb der KKD. Dieser fehlende Teil wird z.B. mit Bezeichnung eines Kreuzes mit Chrisam (und ggf. Handauflegung, wenn gewünscht) während der ersten Kommunion innerhalb der KKD formell der Ordnung halber nachvollzogen. Die erfolgte Konfirmation gilt bei uns als Bestandteil der christlichen Taufe mit eingeschlossener Versiegelung / Confirmatio und daher auch als Sakrament, welches nur der teilweisen Ergänzung der Handlung zur vollständigen Gültigkeit als solches bedarf. Man vergleiche hierzu:

Kanon 2-IX-2.1 Definierte Mitgliedschaft

b) Wer wirksam die Sakramente der christlichen Initiation von einer anderen kirchlichen Gemeinschaft erhielt, dessen Riten akzeptabel für die KKD sind und der eine Mitgliedschaft in der KKD beantragt, ist ein Mitglied der KKD. Wer diese Kriterien erfüllt, die formell an Tochtergesellschaften mit jeder Pastorei oder Mission der KKD durch die Registrierung als Mitglied dieser Pastorei oder Mission gebunden sind, soll die Mitgliedschaft in der KKD haben.

Die erfolgte Konfirmation besitzt also durchaus auch bei uns die Zulassung zur Eucharistiefeier. Im Gegenzug erhofft sich die KKD ihrerseits auch die Anerkennung ihrer Sakramente in der Ökumene.


Dekret 4/2016

 

Laut Vorstandsbeschluß wird festgelegt und verkündet:

Gebührenordnung der keltischen Kirche (siehe Forum oder Download)

 

Dekret 5/2016

 

Das Dekret 1/2015 verliert seine Gültigkeit. Das Konkordat zwischen der FKG Duisburg (ehemals FKGD) lebt wieder rückwirkend auf.
Addendum: Rückwirkend nach kurzer Zeitdauer wg. Gründung der FKB ad acta aufgehoben.

 

Dekret 6/2016 ergänzend Dekrete 4-6/2012


Die keltische Kirche in Deutschland beschließt mit ihren Auslandsjurisdiktionen folgendes:

1) Eine Segnung einer Bindung, auch gleichgeschlechtlicher Brüder und Schwestern, ist unter folgenden Grenzen im Rahmen eines Fürbittgottesdienstes außerhalb und innerhalb der Kirchen der KKD während eines Gottesdienstes (z.B. auch mit Austeilung vorgeweihter Gaben) gestattet:

- Wenn im liturgischen Rahmen die Brüder bzw. Schwestern den Segen für eine Bindung aneinander von Gott erbitten, in der sie für ein sündfreies, ehrliches, verantwortungsvolles Leben in Liebe miteinander und füreinander einstehen wollen, zur Ehre Gottes.

- Wenn dieser Segen als gemeiner Segen (Matrikelform) festgehalten wird.

- Wenn dieser Segen kirchlich weder als Hochzeit, noch Ehe, noch Sakrament angesehen wird (ungeachtet weltlicher Bestimmungen z.B. einer Verpartnerung)

- Wenn die Kleidung angemessen und der Austausch der Bindungssymbole passend und angemessen ist.

2) Die Entscheidung zur Zulassung obliegt den einzelnen Priestern. Sie können eine Bindung auch aus persönlichen Gründen ohne Angabe von Gründen ablehnen.

3) Falls eine Ablehnung ausgesprochen wird, ist von Seiten des ablehnenden Priesters ein geeigneter Priester oder mit einer Partnerkirche (z.B. UKK) eine Möglichkeit für die Bindung zu finden.

Betreffend 6/2012 B)

Die Priesterschaft bei gleichgeschlechtlich präferierten Klerikern soll keinen Anlass zum Ärgerniss oder Vermutung der Würdelosikeit geben. Sie dürfen ebenso gebunden sein, eine "offen ausgelebte", provozierend und unagemessene  Zurschaustellung ihrer privaten Vorlieben oder gar Vorfälle im Dienst führen zur sofortigen Suspension bzw. Abweisung. Siehe auch: Schreiben Caritas Christi, welches hiermit auch ergänzt wird.


Dekret 1-2017

 

 

 

 

 

 

 

 

Dekret über die Ausbildung der Priester und Diakone in der Keltischen Kirche in Deutschland

 

 

 

Priester in der Keltischen Kirche in Deutschland

Die Ausbildung der Priester in der Keltischen Kirche in Deutschland

 

Priester müssen in erster Linie geistliche Menschen und geistliche Begleiter sein und aus ihrem Glauben heraus den Menschen helfen, ihren persönlichen Weg zu Gott zu finden.

 

Der Priester handelt in der Person Christi. Das ist die Würde eines jeden Priesters. Christus wird in dieser Welt gegenwärtig im Priester. Das zeigt sich, wenn er in der Person Christi spricht: „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“ Die Aufgabe des Priesters ist deshalb, Christus so in sich aufzunehmen, dass er sagen kann: „Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir.“

Das ist nur möglich, wenn der Kandidat für das Priestertum sich stetig um ein enges und nahes Verhältnis zu Gott bemüht. Dieses Bemühen ist das eigentliche Studium eines Kandidaten und eines Priesters, welches automatisch zu lebenslangem Lernen wird. Ein so sensibler Beruf bedarf es der ständigen Aus- und Fortbildung; Und dies erst recht in Zeiten sich rapide verändernder Lebensformen und Glaubenswelten, die sich so gänzlich von früheren unterscheiden.

 

Doch: Glauben ist nicht rein kognitiv erlernbar. Man kann sich Glauben nicht einflößen, durch Literatur und Prüfungen. Glaube muss wachsen. Der Glaube ist wie eine empfindliche Pflanze, die in jedem Manschen angelegt ist, die dann gegossen, gedüngt, mit Sonne beschienen werden muss, die aber auch beschnitten und umgepflanzt werden muss, wenn sie sich zu sehr in eine falsche Richtung entwickelt.

 

Der Priester ist ein auf Gott, auf Jesus Christus, auf den Heiligen Geist hin ausgerichteter Mensch. Um Priester werden zu können, braucht der Kandidat den Glauben, die wahre Bekehrung und die Einsicht, sein ganzes Leben Gott zu schenken. Erst dann kann er dem Ruf folgen, sich in besonderer Weise durch die Weihe Christus hinzugeben.

 

Die gesamte Ausbildung muss dahin zielen, die Priesterkandidaten nach dem Vorbild Jesu Christi, des Lehrers, Priesters und Hirten, zu formen und sie vorzubereiten auf den Hirtendienst, den Dienst am Wort und den Dienst der Liturgie.

 

Der Priester ist immer ein Priester für die Gemeinde, steht in der Gemeinschaft des Presbyteriums und mit seinem Bischof.

 

In unserer Kirche haben wir kein Priesterseminar, wir bieten allerdings eine interne Ausbildung. Gerade deshalb ist der einzelne Kandidat dazu aufgerufen eigenverantwortlich zu leben und zu lernen. Er muss Fachmann im eigenen Leben sein, ein Vorbild in moralischer Hinsicht und muss sich stets bemühen, ein tadelloses Leben zu führen!

 

Der Kandidat ist verantwortlich für sein Leben und das Leben seiner Familie. In der Keltischen Kirche in Deutschland erhalten die Priester und Seelsorger kein Gehalt seitens der Kirche. Sie müssen für ihren eigenen Lebensunterhalt sorgen. Auch das gehört zum priesterlichen Leben dazu. Eigenverantwortlich für sich und die Seinen zu sorgen. Der Priester hat eine Vorbildfunktion, dessen sollte er sich immer bewusst sein. Zur Priesterweihe werden demnach nur Personen zugelassen, die einer hauptberuflichen Beschäftigung oder einer sich tragenden Selbständigkeit nachgehen oder die sich in einer Ausbildung befinden. Ausnahmen sind im Sonderfall nur nach Genehmigung mit dem Erzbischof und dem Vereinsvorstand der Keltischen Kirche in Deutschland möglich.

 

Der Kandidat ist verantwortlich für seine Bildung. Er sollte die Aufgaben, die ihm gestellt werden gewissenhaft und ausführlich erledigen. Er muss sich aufgrund unserer Lage darüber im Klaren sein, dass er sich neben den Aufgaben selbständig um Wissen müht. Dazu gehören alle theologischen Disziplinen. Er sollte die Inhalte des Katechismus kennen, um die Inhalte der Hl. Schrift wissen, und diese in regelmäßigen Abständen lesen und studieren.

 

Der Kandidat müht sich um Bildung in der Liturgie und den Gottesdiensten. Er soll deshalb rege am gottesdienstlichen Leben teilnehmen und eigene Gottesdienste feiern. In unserer Kirche kann ja bereits der Kandidat für das Priestertum auch Gottesdienstleiter sein, und Wortgottesdienste feiern.

 

Der Kandidat muss sich im Gebet üben. Vor Allem im Brevier- und Stundengebet, zu dem er als Diakon und Priester verpflichtet ist. Es ist daher unerlässlich, dass der Kandidat sich das entsprechend approbierte Stundenbuch anschafft (mittlerweile geht dies auch ohne Kosten elektronisch für Handy/Tablett). Er soll sich in diesem Tagzeitengebet auskennen und täglich nach seinen Möglichkeiten darin beten.

 

Die Heilige Gottesmutter spielt im Leben des katholischen Christen eine große Rolle, daher soll sich der Kandidat auch den Rosenkranz zu Eigen machen und diesen beten.

 

Es ist unerlässlich, dass der Kandidat an liturgischen Übungen und geistlichen Wochenenden teilnimmt. Hier erfährt er, wie Gebet und Gottesdienst in der Gemeinschaft der Brüder und Schwestern zu tiefen Erlebnissen werden und spürt, was es heißt, ein Jünger des Herrn zu sein, ganz in seiner Nachfolge zu stehen und gemeinsam den Pilgerpfad des Lebens zu gehen.

 

Jeder Kandidat besitzt einen erfahrenen Mentor (den Ausbildungsleiter). Er sucht sich zusätzlich eigenständig einen „Geistlichen Begleiter“, mit dem er gemeinsam Fragen in geistlichen Dingen erörtern kann, um in seinen Studien und in seinem geistlichen Leben voranzuschreiten.

 

Der Kandidat soll mindestens einmal im Quartal ein geistliches Gespräch mit seinem „Geistlichen Begleiter“ führen, um seine Berufung auf die Probe zu stellen. Dieses Gespräch gehört in vollem Umfang zum „Forum internum“ und unterliegt dem Beichtgeheimnis. In diesem Gespräch werden auch kritische Fragen thematisiert, die den Kandidaten stärken und für seinen priesterlichen Dienst vorbereiten sollen.

 

 

 

 

Regularien für die Priesterausbildung in der KKD:

 

Die Keltische Kirche in Deutschland freut sich über Interessenten, die bei uns einen geistlichen Weg einschlagen wollen.

In den verfassten Kirchen durchlaufen diese Interessenten einen langen Weg von der Gemeindearbeit, einem Pfarramtlichen Zeugnis, dem Abitur oder dem zweiten Bildungsweg bis hin zur Aufnahme in das Theologenkonvikt/Priesterseminar und der Zulassung zum Studium.

Für unsere Kirche ist dieser Weg nicht tragbar, da er zu lang und zu kostspielig ist.

Um bei uns in den geistlichen Dienst einmünden zu können, bedarf es einiger anderer Voraussetzungen, die wir hier kurz skizzieren möchten:

Die Struktur und das Wesen der Keltischen Kirche in Deutschland lassen zu, dass auch Menschen ohne Abitur und Studium zum geistlichen Dienst in der Kirche geweiht werden können.

Dazu ist im besten Fall ein Fernstudium oder eine interne Ausbildung vonnöten.

Der allgemeine Zugang zur Keltischen Kirche in Deutschland ist sehr individuell. Kandidaten, die sich „online“ oder ohne persönlichen Kontakt für die Kirche und einen geistlichen Dienst interessieren, könnte folgender Weg maßgeblich sein: Zu Beginn sollte der Interessent Kontakt zum Erzbischof oder zum Generalvikar aufnehmen, um sich dort persönlich vorzustellen und sein Interesse und seine Motivation kundtun. Den christlich-katholischen Glauben des Interessenten setzen wir bei einer Bewerbung/Vorstellung voraus.


Nur durch persönliche Gespräche und im persönlichen Kontakt können sich beide Seiten ein erstes Bild über die gegenseitige "Eignung" machen. – Eine Vorstellung, die rein auf Schrift- oder Telefonform beruht, reicht nicht aus. Persönliche Gespräche sind Grundvoraussetzung für die Aufnahme von Kandidaten für den geistlichen Dienst.

Ein Lebenslauf und vorhandene Schul- oder Studienzeugnisse bzw. ein Ausbildungszeugnis sind auf jeden Fall beim Erzbischof vorzulegen. Zudem ein polizeiliches Führungszeugnis.

Nach diesem Kennenlernen folgt das "Propädeutikum". Der Interessent sollte guten Kontakt zur Kirche halten, Gottesdienste mitfeiern und sich aktiv in das Leben der Kirche einbringen. Dies kann auf unterschiedlichste Weise geschehen. (Das Propädeutikum dauert im Regelfall ein halbes Jahr -nach jährlicher Mitgliedschaft-, soll aber eine Mindestzeit von 3 Monaten möglichst nicht unterschreiten). In dieser Zeit erhält der Kandidat vom Erzbischof erste vorbereitende Studienunterlagen, die er durcharbeitet und mit dem Erzbischof bespricht.

Der Erzbischof entscheidet nach diesem Propädeutikum, ob der Kandidat zur Ausbildung zugelassen wird. Dazu kann er den Erzbischöflichen Rat um ein Votum bitten.

Das Propädeutikum kann mit der Erteilung der Tonsur und der Weihe zum Ostiarier beendet werden. Diese Aufnahme in den Klerikerstand gilt als Beginn der eigentlichen internen Ausbildung.

Es ist möglich, dass die Kandidaten ein theologisches Grundstudium (per Fernstudiengang) absolvieren. Die Kosten dafür kann die Kirche leider nicht übernehmen. Eine theologisch fundierte Ausbildung ist aber in der heutigen Zeit unabdingbar.

Darüber hinaus ist die interne Ausbildung möglich, wenn dem Kandidaten ein Fernstudium an einem anerkannten Studieninstitut nicht möglich ist. Sie erfolgt, dem jeweiligen Bildungsstand entsprechend, individuell und findet in den größten Teilen durch Selbststudium statt. Literaturempfehlungen und Skripte werden ausgehändigt.

Das Studium findet an der Bibelschule St.Columban, der gemeinsamen Einrichtung der KKD und der UKK (Unabhängig-katholische Kirche) statt. Hierzu ist eine Anmeldung beim Dekan der Bibelschule notwendig. Die erforderlichen Unterlagen sind dazu beim Dekan einzureichen.

Der Dekan empfiehlt dann dem Erzbischof die Einstufung des Kandidaten in den entsprechenden Studiengang.

Die KKD sieht drei Studiengänge vor, die abhängig von den Neigungen und den Vorerfahrungen des Kandidaten gewählt werden können.

  1. Das Grundstudium: Der Kandidat erhält die grundlegende Ausbildung, um als Diakon oder Priester in der KKD tätig sein zu können. Die Kandidaten, die diese Studienform absolvieren, werden keine Leiter von Seelsorgeregionen werden, sondern werden als „Simplex-Priester“ in den Seelsorgeregionen mitwirken.

  1. Das Hauptstudium: Der Kandidat erhält eine höherwertige Ausbildung und wird dadurch befähigt, eine Seelsorgeregion zu leiten und vollverantwortlich pastorale Mitarbeiter und Diakone zu leiten.

  1. Das hohe Studium: Der Kandidat erhält eine umfassende und universitätsnahe Ausbildung, die ihn intellektuell dazu befähigt, alle Dienste und Ämter in der Kirche übernehmen zu können.

Es ist jederzeit möglich, ausgehend von einer Studienform, die nächst höhere anzustreben und zu absolvieren.

Der Kandidat wird während seines Studiums von einem Ausbildungsbegleiter (Mentor) betreut, der ihn im Studium fachlich begleitet. Dies ist im Regelfall der Dekan der Bibelschule St.Columban. Auf Antrag kann aber auch ein anderer Ausbildungsbegleiter bestellt werden, der vom Erzbischof bestätigt werden muss. Der Mentor / Ausbildungsbegleiter oder der Zweitkorrektor teilen dem Erzbischof den Fortgang des Studiums mit. Hierbei werden keine Benotungen mitgeteilt, sondern einzig, ob die Lehrbriefe mit Erfolg abgeschlossen wurden. Nur im Einzelfall, wenn der Kandidat besondere Schwierigkeiten mit der Erlangung des Abschlusses hat und die Erreichung des Studiums gefährdet ist, nimmt der Erzbischof Einsicht in die Akten, um mit dem Ausbildungsbegleiter und dem Kandidaten nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen.

Die Bibelschule St.Columban ist in Besitz einer Reihe von Lehrbriefen, die zum Studium der Theologie geeignet sind. Die einzelnen Briefe (Hefte) sind mit Hausaufgaben verbunden, die in schriftlicher Form (z.B. elektronisch) an den Mentor gesandt werden müssen. Der Mentor (und ggfs. ein Zweitkorrektor) lesen und korrigieren diese Lehrbriefe. Im Grundstudium besteht die Möglichkeit, die Prüfungen auch in einer anderen Form abzulegen (mündlich oder praktisch mit mündlichen Anteilen). Ist das Studium abgeschlossen, stellt die Kirche bzw. die Bibelschule St.Columban ein innerkirchliches Zertifikat aus.

Das Studium dauert mindestens 12 Monate. Es kann verlängert werden und passt sich so individuell dem Lerntempo des Kandidaten an. Eine Verkürzung bedarf einer Prüfung seitens der Kirchenleitung.

Nach der Hälfte des Studiums kann die Vorbereitung zur Diakonenweihe erfolgen. Hier werden praktische Dinge vermittelt. Ist der Kandidat fähig, die Aufgaben eines Diakons zu übernehmen, soll er die Diakonenweihe erhalten. – Erst ab diesem Zeitpunkt tragen die Kleriker der Keltischen Kirche in Deutschland das äußere Zeichen des Collarhemdes.

Den diakonalen Dienst sollte der Diakon nach Möglichkeit mindestens ein halbes Jahr lang ausüben, bevor er die Priesterweihe erhält.

Vor der Priesterweihe erfolgte eine praktische Prüfung. Diese wird im Regelfall vom Erzbischof der Kirche oder von einem dazu bestellten Vertreter persönlich abgenommen.

Dann erfolgt zu einem individuell festgelegten Zeitpunkt die Priesterweihe.

Unsere Weihen finden ausschließlich für den seelsorglichen Dienst innerhalb unserer Kirche statt, das heißt, wir weihen keine Personen, die nicht anschließend auch im Dienst unserer Kirche stehen wollen.

 

Verfasst als Dekret am 22.5.2017

(Original verfasst: Hövelhof, 29.6.2014, dem Hochfest der Hl. Apostel Petrus und Paulus Modifiziert im April 2014 / Vorläufige Fassung
Ergänzt und überarbeitet am 28.04.2016, Zweite Ergänzung am 8.1.2017, Dritte Ergänzung 22.5.2017
)

 

Das Dekret tritt mit sofortiger Wirkung in der o.g. Form für alle Kandidaten in Kraft, die seit dem 1.1.2017 die Ausbildung / das Studium in der Keltischen Kirche in Deutschland begonnen haben.

Der Erzbischof

+Karl Uwe Eckert+ (Erzbischof der Keltischen Kirche in Deutschland)

 

 

Dekret 2/2017

Der gemeinsam verfasste Codex Iuris Canonici Ecclesiae Communiae der UKK / KKD tritt ab sofort in Kraft. Die Fusion wurde mit heutigen Tage beschlossen und vertraglich festgelegt.

Hamm / Hövelhof 21.10.2017

im Auftrag der Primatur  

Für die KKD +Karl Uwe Eckert, Erzbischof KKD, für die UKK +Karl-Michael Sömer, Erzbischof UKK

Diskutiert diesen Artikel im Forum (0 Antworten).