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Grundlagen

Hier folgen ein paar geschichtliche Fakten des Weges der iroschottischen Kirche, den unsere Kirche wieder aufnimmt und in zeitgemäßer Form fortführen möchte.

Antike Frühzeit

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Die alte vorchristliche Religion der Germanen und der Kelten, insbesondere in den Mischstämmen stellt den Urahn dieser irischen Religion, das "Christentum vor dem Christentum", wie viele Authoren es darstellen, dar. Irland wurde bereits in der Antike zum Teil christlich, man nimmt dafür koptische oder griechische Einflüsse an, denn Irland unterhielt mit dem Mittelmeerraum Beziehungen, auch einige Königsfamilien stammten von dort ab.

Spätantike, frühes Mittelalter

Als Patrick kam, fand er reichen Boden und schon teilweise christliche Gemeinden vor. Allein gebührt ihm die Ehre, das er das Christentum dort entgültig  festigte und größtenteils verbreitete. Die ehemaligen Filinachkömmlinge und alten Priester, die zumeist aus Königsfamilien stammten, begannen ihrerseits das Christentum aufzunehmen und sehr erfolgreich zu verbreiten, indem sie Klöster (Bischofssitze) schufen und dank ihrer Bildung diese und ganz Irland zur "Insel der Gebildeten" erhoben. Auch wurden viele von Ihnen in der Peregrino Wandermönche und bekehrten bis nach Spanien erfolgreich die Bevölkerung, sowie großartige Klösteranlagen (St. Gallen).  Namentlich Columcille wurde zu "den 12 Aposteln Irlands" gezählt.

Mittelalter

Spätere Bischöfe schufen Ordensgemeinschaften wie die Kuldeer, gemischte Orden für einzelne Mönche, aber auch

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Familien, die den irischen Ansatz weiterverfolgten. Doch aufgrund der unorganisierten Verbindungen, sowie der mangelnden, übergeordneten Leitung wurden sie nach und nach von Rom aus aufgelöst und gingen in die römisch-katholische Kirche über. So endete diese Richtung vorläufig im Mittelalter.

Neuzeit bis Heute 

In der Neuzeit entstanden aus diesen Inhalten etliche neue Neodruiden- und frühchristliche Orden und Kirchen von keltischer Prägung mit alten, monastisch katholischen  Regeln und  Bezügen, aus dem auch einst der Orden vom Steinberg entstand.

Die Jahre bis 2010

Da nicht nur die (syrisch) keltisch-orthodoxe Kirche auf diese und ähnliche Elemente und Überlieferungen mit CIMG1753__Medium_.JPGchristlichen Schwerpunkt zugreifen, wurde im Orden  nach 2006  beschlossen, sich auch jenen Sichtpunkten vorsichtig anzunähern, wobei aber eine zu orthodoxe Haltung ausgeschlossen war.

Seit 2008 steht der Begriff für eine liberale frühchristliche Religionsform, so wie sie zum Beispiel Ian Bradley im "keltischen Weg" als frühchristlich beschreibt. Natürlich war die frühe iroschottische Kirche bei aller Menschlichkeit auch von Rom geprägt, so das natürlich Teile der Liturgie, der Kleidung und auch des Ablaufes mit leichten Modifikationen übernommen wurden. Seit Mai 2010 ist sie rein keltisch-katholisch und greift auf diese positive, irische Form des Glaubens zurück. Sie sieht keine Widersprüche darin, das heutige Kirchen diese durchaus populäre Art des Glaubens und Christentums nicht in dieser Art praktizieren und sie dennoch diesen Weg wählte, noch möchte sie anderen Kirchenströmungen dies vorschreiben.

Die Zukunft

Wir sehen uns als eine Kirche zwischen den etablierten Kirchen, aber in okumenischer Gemeinschaft mit ihnen. Wir sehen uns weder als Sekte, noch sind wir eine dementsprechende, weil wir die Fortführung einer alten, lateinisch-katholischen Kirchenform sind. Wir sind schon aufgrund der Inhalte, der Ordensregeln und der alten Liturgie kein neureligiöser Zweig.  Wir haben aus der Historie heraus Inhalte, die aus der irischen  und schottischen Glaubenswelt und Mythologie kommen (zum Beispiel irische Heilige). Allerdings haben wir unbestritten auch daraus einige reformierte/moderne Inhalte und Eigenheiten, um uns den Gegebenheiten der heutigen Zeit anzupassen: Da das Christentum unserer unbedeutenden Meinung nach keinem Menschen die Priesterschaft verwehren möchte und alle Menschen auch in Bezug auf die Sakramente als gleichwertig ansieht, wird sie bei aller Sympathie etablierten Kirchen -besonders den anderen katholischen Kirchen mit und ohne Zusatz- gegenüber zumindest derzeit modern liberaltheologisch und in Ansätzen auch reformatorisch bleiben müssen, obwohl wir die Änderungen und Diskussionen in der katholischen Kirche mit großer Freude verfolgen und begrüssen. Unsere Liturgie und Regel gleicht sich ohnehin auch jener der Mutterkirche zusehends an, ohne diese zu adaptieren oder kopieren zu wollen und daher würde es uns freuen, wenn die eine Kirche Christi eines Tages zusammenfinden würde.

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