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Leitlinien der Priesterausbildung

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28 Jan 2015 23:11 #49443 von columban
columban antwortete auf das Thema: Leitlinien der Priesterausbildung
Die hier aufgeführten Leitlinien sind für die KKD nach wie vor gültig.

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Columban III

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24 Jul 2011 01:28 #46049 von columban
columban erstellte das Thema Leitlinien der Priesterausbildung
Leitlinien der Priesterausbildung des ÖRKKD

Einleitung

Die Kirchen und Gemeinschaften des Ökumenischen Rats der Keltischen Kirchen haben sich auf die nachfolgenden Leitlinien der Priesterausbildung verständigt, um zu gewährleisten, dass die Kleriker und Klerikerinnen ausreichend theoretisch und praktisch für ihren priesterlichen und kirchlichen Dienst qualifiziert werden und anderseits die Voraussetzung für eine gegenseitige Anerkennung der Priesterausbildung zu schaffen. Die Leitlinien beschränken sich auf den Kern der Priesterausbildung und geben jeder Kirche und Gemeinschaft die Möglichkeit, durch zusätzliche Inhalte eigene Akzente zu setzen und der eigenen Tradition gerecht zu werden.
Mit der Einhaltung der Leitlinien der Priesterausbildung werden die Ausbildungen innerhalb der Kirchen und Gemeinschaften gegenseitig anerkannt. Mit der Übernahme von Priestern in eine andere Kirche oder Gemeinschaft muss dann ggf. nur der spezifische Teil einer Ausbildung nachgeholt werden. Es besteht jedoch keine Pflicht zur Übernahme von Geistlichen anderer Kirchen und Gemeinschaften.
Zur christlichen Priesterausbildung gehören das Studium christlicher Theologie und die praktische pastorale Ausbildung. Die besten Voraussetzungen für das Studium der Theologie bieten staatlich anerkannte Universitäten und Hochschulen. Für wissenschaftlich tätige Theologen ist ein Abschluss einer Hochschule in Theologie unabdingbar. Für Priester im pastoralen Dienst ist ein universitäres Hochschulstudium ebenfalls von Vorteil, ein außeruniversitäres Studium ist aber ebenfalls geeignet die notwendigen Kenntnisse in Theologie zu vermitteln. Aufgrund der Tatsache, dass in den keltischen Kirchen und Gemeinschaften Geistliche meist im Ehrenamt tätig sind, kann von den Klerikern nicht vorausgesetzt werden, dass sie über einen Hochschulabschluss in Theologie verfügen. Ähnlich wie bei der Praktikantenausbildung in den Evangelischen Kirchen müssen daher die grundlegenden Kenntnisse in Theologie und pastoraler Praxis in einem kirchlichen Rahmen vermittelt werden. Im Unterschied zur Praktikantenausbildung bereiten die Keltische Kirchen ihre Seminaristen auf die Weihe zum Priester und die Übernahme eines Pastorenamtes vor. Das Ziel der Ausbildung von Priestern ohne theologischen Hochschulabschluss besteht nicht in der Vorbereitung auf eine wissenschaftliche Tätigkeit in der Forschung.

Theologiestudium

Das Theologiestudium soll fundierte Kenntnisse in den folgenden Fachgebieten vermitteln:

1. Altes Testament
2. Neues Testament
3. Kirchengeschichte
4. Systematische Theologie
5. Praktische Theologie
6. Philosophie
7. Biblische Fremdsprachen (Latein, Altgriechisch, Hebräisch)

Die Teildisziplinen der Theologie unterteilen sich in eine Vielzahl von Unter- und Hilfsdisziplinen. Das Studium orientiert sich hierbei am aktuellen Stand der Wissenschaft. Die Fächer Kirchengeschichte, Systematische und Praktische Theologie werden mit keltisch-christlichem Schwerpunkt gelehrt. Bei der Ausbildung von Theologen ohne Hochschulstudium ist die Ausbildung in Biblischen Fremdsprachen optional; diese werden aber empfohlen, da sie das Verständnis der Heiligen Schrift fördern und vertiefen.

Pastoralseminar

Die pastorale Ausbildung überschneidet sich mit dem Fach Praktische Theologie und deckt die Theorie und die Praxis folgender Themenfelder ab:

1. Liturgik (Lehre vom Gottesdienst, Spenden der Sakramente)
2. Homiletik (Predigt)
3. Poimenik (Seelsorge, Geistliche Begleitung, Exorzismus)
4. Hymnik (Kirchenmusik)
5. Religionspädagogik
6. Kybernetik (Gemeindeleitung)
7. Diakonik
8. Gebet, Meditation und Kontemplation
9. Monastische Regeln
10. Kirchenrecht (Canon) und Katechismus der eigenen Kirche

Neben dem Studium der themenbezogenen Literatur werden die Kenntnisse und Fertigkeiten in praktischen Übungen gelehrt und vertieft. Die Ausbildung wird begleitet vom praktischen Dienst in der Gemeinde und in Form von Praktika. Die Priesterausbildung wird begleitet durch die stufenweise Erteilung der niederen und höheren Weihen.
Die Fächer Seelsorge und Meditation können durch die Teilnahme an externen Ausbildungen in Psychotherapie, Gesprächsführung, Yoga und Meditation teilweise abgedeckt werden. Die Grundlagen in christlicher Spiritualität müssen aber auf jeden Fall abgedeckt werden.

Umfang und Dauer

Ein Hochschulstudium in Theologie umfasst ja nach Abschluss 6 bis 10 Vollzeit-Semester. Hinzu kommt die pastorale Ausbildungszeit von einem Jahr. Die Evangelische Kirche bietet für Absolventen eines anderen Studienfachs an, ein Theologie-Masterstudium in 4 Semestern zu absolvieren, das für den pastoralen Dienst qualifiziert. Bei 4 bis 6 Semestern sehen wir ebenfalls den Umfang für die Ausbildung zum Priester ohne universitäres Theologiestudium. Die Ausbildungszeit orientiert sich nach dem persönlichen Einsatz und den Vorkenntnissen der Seminaristen und kann beliebig ausgedehnt werden. Ein Vollzeit-Semester entspricht 30 Europäischen Credits (1 Credit = 30 Stunden).

Anrechnung von Vorkenntnissen

Bereits erworbene, nachweisbare Studienleistungen können auf die Ausbildung angerechnet werden, wenn sie die
definierten Themenfelder abdecken.

Zeugnisse und Urkunden

Über die erbrachten Leistungen werden detaillierte Zeugnisse ausgestellt. Die Teil- und Gesamtabschlüsse werden beurkundet in der Form von Zertifikaten und Diplomen. Bei kirchlichen Ausbildungen ohne akademische Akkreditierung darf nicht der Eindruck erweckt werden, als handele es sich um einen Hochschulabschluss.

Akkreditierung durch den ÖRKKD

Die von den Kirchen und Gemeinschaften angeboten Priesterausbildungen oder Teilen davon, können durch den ÖRKKD auf Einhaltung dieser Leitlinien geprüft und akkreditiert werden. Der Vorstand der ÖRKKD ernennt die Mitglieder des Akkreditierungsausschusses.

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