Nationalsozialismus

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Stolpersteine 09.JPG

Grundsätzliches

Gemäß unserer Satzung und des Codex enthalten wir uns jeder politischen Tätigkeit, gewiß aber jeder verfassungsfeindlichen oder extremistischen Ansicht. In besonderer Weise aber betrifft das den Nationalsozialismus und Faschismus, der hier in Deutschland eine blutige Schneise durch alle Nachbarn zog, den jiddischen Dialekt und das jüdische Gemeindeleben fast auslöschte. Wir erinnern uns: Jesus war Jude. Wir möchten natürlich auch die Schuld unserer Väter oder Verwandten nicht auf die Kinder und Enkel legen, noch können wir es selbst ungeschehen machen. Aber wir können eines: Uns ihrer erinnern und dafür arbeiten, das es sich nicht wiederholt. Die keltische Kirche steht dafür ein.

Stellung der KKD zu Fremdenhass/Nazis

Wie steht ihr zu den Nazis oder dem Nationalsozialismus? Wir sehen das Wiederaufflammen nationalistischer Gesinnungen und "Werte", neuen "Kreuzzügen" sowie auch Gruppen oder Vereinigungen (selbst wenn sie gemäßigt erscheinen) sehr tief besorgt und stehen nationalistischen Bewegungen kritisch und argwöhnisch gegenüber. Wir haben darin eine ähnliche Grundeinstellung, wie sie viele Pfarrer und Theologen auch der Zeit des NS Regimes mit jenen NSVerbrechern zeigten und leider mit ihrem Leben bezahlten: Wir lehnen Fremdenhass, übertriebenen Nationalstolz, Ungleichberechtigungen und Rassetheorien rundweg ab und stehen mit dieser Einstellung voll und ganz hinter unserem Grundgesetz, der EU Beschlüsse und der Charta der vereinten Nationen. Ebenso würden wir hier aber auch international eine erleichterte symbolische Wiedergutmachung für Enteignungen, Verfolgungen und Zerstörungen jüdischer und christlicher, aber auch anderer Gebäude wünschen, z.B. für neue Errichtungen von Synagogen, Kirchen, Begegnungs- und Mahnstätten oder Wiederansiedelung Vertriebener an alter Stelle.

Neutralität, doch auch Verantwortung

Wir bemühen uns auch ethisch stets um die "goldenen Mitte", die verfassungs- und gesetzeskonform ist und halten auch unsere Mitglieder und Besucher dazu an. Wir haben einen christlichen Auftrag / einen Missionsauftrag, dies beinhaltet automatisch, das man mit anderen Glaubensauffassungen und Religionen, überhaupt mit Menschen gleich jeder Rasse, Geschlecht, Stand und Herkunft in Frieden lebt. Dieser enthält aber andererseits auch die Treue zu unseren christlichen Werten, Überzeugungen und unserer Tradition und die Pflicht zur öffentlichen Mahnung, wenn wir die Menschenrechte und Grundwerte in Gefahr sehen.

Vorbehalte bei Verfolgung und Unterdrückung

Da die Christen auch heutzutage in vielen Ländern unterdrückt und verfolgt werden, stehen wir diesen Regierungen oder den dort vorherrschenden Religionen verständlicherweise bis zur Änderung dieser Zustände mit gewissen Vorbehalten gegenüber, ohne das wir dies automatisch auf andere Menschen oder Angehörige fremder Religionen und Länder übertragen wollen. Wie Paulus sind wir für alle Menschen ungeachtet Geschlecht, Hautfarbe oder Zugehörigkeit da.