Orden von St. Columban (Deutschland)

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Logo des Ordens vom Steinberg

Der Orden St. Columban (ehemals Order of Clochsliaph/Orden vom Steinberg; OOC) ist ein (noch) beim Vereinregister Hamm unter 1739 eingetragener, bis 2018 als gemeinnützig anerkannter Verein und eine christliche, keltisch-germanische Religionsgemeinschaft. Er ist ein der keltischen Kirche in Deutschland angeschlossener, interner Orden. Der Orden selbst sieht sich als klösterliche Gemeinschaft, die ohne ein Kloster auskommt, da die Welt (insbesondere die Wohnung der Mitglieder) das Kloster in einer modernen, zeitgemäßen Form darstellt.

Ziele des Ordens

Der Orden sieht sich in Fortführung der alten Tradition der Glaubensgemeinschaften der ehemaligen Kuldeer und der iroschottischen Mönche, Bischöfe und Missionare, wie zum Beispiel Columcille, Columban von Luxeuil, Gallus, Kilian oder Gallus in zeitgemäßer Form der hierzulande als iroschottisch bekannten Kirche: Er steht zwar in katholischer Tradition, ist aber -wie die Keltische Kirche- vom heiligen Stuhl in Rom unabhängig und ein fester Bestandteil der keltischen Kirche in Deutschland. Er ist eine ökumenische Gemeinschaft, die mit allen Amtskirchen Verbindungen pflegen möchte.

Die Glaubensausrichtung ist geprägt von den frühchristlichen Werten der aus Schottland stammenden Celtic (Apostolic) Church in Scotland, sowie auch den der römisch katholischen Kirche innewohnenden Traditionen aus denen sie entstand und deren Teil sie streng genommen über Jahrhunderte in Schottland bzw. Irland war. Sie hatte ihre eigenständige Hochzeit zwischen dem 7. und 12. Jahrhundert von Irland und Schottland ausgehend im nördlichen Europa, entstand aber bereits gemäß Quellen des Vatikans der alten Kirchendenominationen zur Zeit der römischen Kirche.

Der Orden sieht in seiner Aufgabe die Erforschung, Erhaltung, Förderung und Vermittlung des christlichen Glaubens in dieser kelto-germanischen Form, seiner Feste, Riten und keltischen Heiligen und Apostel, im Glauben an den Vater, Sohn und heiligen Geist. Grundpfeiler sind traditionell christlich katholische Werte wie zum Beispiel: Nächstenliebe, Glaube, Ehrlichkeit, Treue, Toleranz, geistige Bildung, Verständnis, aber auch die Nähe und Liebe zur Natur und allem Sein. Der Zusatz "kelto-germanisch" bezieht sich dabei nur auf die geschichtliche Epoche, in der diese Ausprägung sich hier verbreitete und u.a. auch in Köln, Erfurt, Fulda, Würzburg, St. Gallen oder Wien berühmte Klöster und Kirchen errichtete.

Aufbau des Ordens

Der Orden ist ein gemischter Orden, in dem Familien, Ledige oder Verheiratete sowohl als fördernde- als auch ordentliche Mitglieder aufgenommen werden können. Näheres regelt die Satzung des Ordens und die Ordensregel mit 21 leichten Bestimmungen. Der Orden ist ökumenisch tätig, eine Mitarbeit von Angehörigen anderer Orden bzw. Konfessionen ist prinzipiell möglich.

  • Die Leitung ist die höchste, in religiösen Dingen weisungsbefugte Instanz. Sie besteht aus dem jeweiligen Abt und bei Bedarf seinen beiden Prioren.
  • Der Korpus besteht weiterhin aus Ordensmännern und Frauen, daneben gibt es auch die Laien, Ordensbrüder und -schwestern und Novizen. Die dienenden Mitglieder sollten ausreichende Kenntnisse der theoretischen und praktischen Theologie, ggf. der alten Sprachen und unbedingt der Liturgie besitzen, wie in jeder größeren christlichen Kirche. Sie werden entweder in der ordenseigenen Bibelschule St. Columban ausgebildet oder erlangen ihre Kenntnisse über eine theolog. Fakultät, Bibelschule oder Fernkurse, wie sie z.B. von der EKD und röm-kath. Kirche angeboten werden. Diese Abschlüsse werden anerkannt.

Priesterschaft

Der Orden entspricht einer Ordensschule für die Priester der keltischen Kirche, ähnlich wie sein schottisches Pendant, der Celtic Order of St. Adamnan. Die unterste Eintrittsstufe entspricht dem Ordensbruder oder der Ordensschwester. Die ihnen höhergestellten Novizen werden in fünf Rängen über insgesamt 12 Semester (6 Jahre) im geführten Selbststudium innerhalb der hauseigenen Bibelschule an den Klerus herangeführt. Nach historischem Vorbild der römisch katholischen Kirchen und der Mitgliedschaft in der keltischen Kirche gibt es 3 höhere und 4 niedrige Weihen, sowie eine Übergangsstufe (Subdiakonat).

Die Anrede der Mitglieder untereinander ist Bruder oder Schwester bzw. Frater/Soror für die Laienränge und Vater/Mutter bzw. Pater/Mater für den Klerus. Auf menschlicher Ebene ist ein sehr familiäres Miteinander zwischen den Mitgliedern, als auch Gästen gegenüber eine hohe Gastfreundschaft erwünscht. Das Verhältnis der Priesterschaft untereinander wird durch die Einhaltung der Satzungen (Orden und Kirche), sowie durch den Kodex der keltischen Kirche CICEC bestimmt. Er ist als eine simplifizierte Form des CIC anzusehen, der in offenen Fragen auch zu Rate gezogen werden darf.

Kirchen und Gottesdienste

Die christlichen Gottesdienste und die in der Liturgie enthaltenen Jahreskreisfeiern werden vom Orden im Freien als Andacht oder in Gebetsräumen in Hamm und Umgebung abgehalten, derzeit regelmäßig in Gebetsräumen nahe der Friedrich-Ebert-Realschule und an besonderen Tagen seltener im Ebertpark und an der Kissinger Höhe. Es werden mit der KKD auch dazu Kapellen und Kirchen anderer Gemeinschaften benutzt, ökumenische Messen mit anderen Kirchen abgehalten oder deren Gottesdienste besucht.

Kleidung

Eine besondere Kleidungsvorschrift gibt es gemäß den frühchristlichen Überlieferungen für Gemeindemitglieder nicht, wohl aber für Novizen und Priester. Diese ist im Codex der keltischen Kirche augeführt. Es ist -wie in anderen Amtskirchen- in den Gottesdiensten das Tragen der Albe und Zingulum und bei Zelebranten einer farblich passenden Casula nebst Stola und den zum jeweiligen Rang des Priesters gehörenden Insignien üblich. Ansonsten kann auch intern traditionell ein brauner bzw. schwarz/weißer Habit mit Kukulla und rotbraunen Skapulier getragen werden, diese Kleidung erinnert auch an die Benediktiner und Zisterzienser, die in frühen Zeiten auf keltische Mönchsgemeinschaften trafen.

Geschichte des Ordens

Der ehemalige Orden vom Steinberg wurde ursprünglich 2002 als religiöse Gemeinschaft von Laien mit Bezug auf frühchristlich-keltische Spiritualität gegründet, wie man sie u.a. auch bei der britisch orthodoxen Kirche kennt. Diese britisch, westlich orthodoxe Kirche suchte die anglikanische Kirche in Einklang mit traditionellen, angeblich von Druiden stammenden, den späteren iroschottischen Bischöfen überlieferten Ritualen, Sagen und Traditionen in Einklang zu bringen und wurde daher auch Vorbild ein1iger "Neodruidenorden". Ein Teil der tatsächlichen keltischen vor- und frühchristlichen Traditionen wie Segenfeuer, Tiersegen, Bußwerke, Handwerkskunst und Symbolik fand in der Tat Einzug in die römisch-katholische Kirche und Ornamentik wie z.B. die keltischen Hochkreuze.

Der Orden selbst wandelte sich sehr schnell im Laufe der Zeit zu einem Studien- und Lehrorden bezüglich keltischer Geschichte bzw. jener der keltischen Kirche / Kuldeer. Er verwarf zugunsten katholischer Ansichten durch seine Studien zahlreiche (auch reformatorische) Irrtümer und esoterische Verklärungen in Bezug auf die Kuldeer und die sogenannte „Überlieferung“. Es wurde im Frühahr 2008 die Registrierung beim Vereinsregister Hamm als religiöse Gemeinschaft durchgeführt und die Gemeinnützigkeit aus religiösen Zwecken und Vereinsregistrierung erlangt, sowie als Richtung die orthodoxe kelt. germ. Kirche als frühchristliche Bewegung festgeschrieben. Seit Mai 2010 ist der Orden durch Satzungsänderung als christlicher Orden und Gemeinschaft registriert und seit Frühjahr 2011 im ökumenischen Rat der keltischen Kirchen vertreten. Am 30.10.2011 trat der Orden oder besser die besagte orth. kelt. germ. Kirche als juristisches Gründungsmitglied mit Fusion der keltisch apostolischen Kirche zur der keltischen Kirche in Deutschland bei. Diese ist ab 2012 im Vereinsregister in Hamm eingetragen und ebenso als gemeinnützig anerkannt. Im Jahr 2018 wurde der Orden umbenannt, wurde im Rahmen einer versuchten Fusion auch in die UKK eingegliedert und ging nach Scheitern in der keltischen Kirche als eigenständiger Verein auf. Er ist nunmehr fester Bestandteil der Keltischen Kirche in Deutschland e.V.

Glaubensrichtung und Kirche

Logo der keltischen Kirche in Deutschland

Die keltische Kirche in Deutschland ist die Fortsetzung der sog. "alten Kirche" iroschottischer Prägung und steht mit der Celtic Apostolic Church / Celtic Church in Scotland als eine der Mutterkirchen in Interkommunion. Die Kirche trägt trotz gelebten Katholizismus reformatorische Züge, steht damit dem Altkatholizismus natürlich sehr nahe, will in der Ökumene mit anderen Kirchen eng zusammenarbeiten und sieht sich als Teil der einen heiligen, katholischen und apostolischen Kirche. Sie ist unter VR 1959 registriert und im FA Hamm unter 322/5937/0853 ab 17.11.2011 als gemeinnützig anerkannt und darf Spendenbescheinigungen ausstellen.

aktuelle Anschrift des Ordens

Orden vom Steinberg c/o Keltische Kirche in Deutschland

Saturnstraße 1

59067 Hamm

Telefon: (02381) 5444671

Fax: (02381) 4999548

Presseberichte

im Westfälischer Anzeiger am 27. August 2011


Literatur

Weblinks

Siehe auch

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