Paracelsus

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Theophrastus Bombastus Paracelsus von Hohenheim (*1493 - †1541) wirkte als Arzt und gilt als wichtiger Begründer der theosophischen Weltanschauung, die mithilfe der sich in dieser Zeit etablierenden Wissenschaft Gottes Wirken in der Welt erforschen wollte.

Weltanschauung

Paracelsus sah die Welt gottdurchdrungen und Philosophie, Astronomie, Alchemie und Tugend als die „Säulen der Heilkunst“. Wahre Heilung müsse ihmzufolge aus den Gaben der Natur kommen, aus der Natur verstanden werden und den Menschen ganzheitlich erfassen und kurieren. Schlussendlich befände sich die Welt in einem fortwährenden Prozess der Selbstheilung, an der auch der Mensch zu seiner eigenen Heilung teilhaben kann. Das "Innen" und das "Außen" des Menschen bilden bei Paracelsus eine Entsprechung, ebenso wie die Verschlingung Mikrokosmos-Makrokosmos.


Paracelsus und die Naturgeister

Desweiteren schuf Paracelsus eine Systematisierung der aus Dichtung und Sage bekannten „Geistwesen“, die als Liber de nymphis, sylphis, pygmaeis et salamandris et de caeteris spiritibus (Das Buch der Nymphen, Sylphen, Pygmäen und Salamander und der übrigen Geister) bekannt ist.

Christentum

Paracelsus besitzt in mehrerer Hinsicht eine gewisse Relevanz für die Ansicht der KKD gegenüber "Heiden" oder Mission im Sinne des Urchristentums. Auch ist hier durchaus die Tendenz zur modernen Sichtweise der katholischen Kirche ersichtlich, die durchaus auch neu- bzw. naturreligiöse Gruppen in Bezug auf deren Glauben und Ansichten in die Nähe christlicher Gemeinschaften rückt, wenn sie denn ethisch und religiös eine ähnlich gelagerte Auffassung besitzen:

"Die katholische Kirche lehnt nichts von alledem ab, was in diesen Religionen wahr und heilig ist. Mit aufrichtigem Ernst betrachtet sie jene Handlungs- und Lebensweisen, jene Vorschriften und Lehren, die zwar in manchem von dem abweichen, was sie selber für wahr hält und lehrt, doch nicht selten einen Strahl jener Wahrheit erkennen lassen, die alle Menschen erleuchtet."[1]

Ebendies ist in vielen Schriften über Paracelsus ersichtlich. Obgleich die KKD eine traditionelle Auffassung für die Teilnahme am Abendmahl besitzt, wird sie die Sakramente keinem verwehren, sofern dieser würdig und gläubig um die diese bittet und sie dem Augenschein nach gerecht erteilt werden können. Aus diesem Grund behält sich die KKD auch eine eigene Auffassung bei der Heidenmission vor:

"Die Heidenmission beschreibt Paracelsus im Psalmenkommentar konkreter als andere Reformatoren. Dabei verhält sich Paracelsus zwiespältig: Einerseits sieht Paracelsus eindeutig das Negative im Heidentum, dessen Götter er als nur nach menschlichem Bedürfnis erdachte Wesen beschreibt. Auch stamme von Heidentum die »religio christiana«, das abgöttische Ordenswesen. Darum seien die Heiden erlösungsbedürftig. Andererseits sieht er in dem zu Gott zurückkehrenden Heidentum ein Vorbild biblischen Christentums für die in Verfall geratene Christenheit. Die Heidenmission diene dem Lob Gottes und der Verwirklichung der Liebe, die in der Trinität ihren Ursprung hat. Der Ausgangspunkt der Mission ist für Paracelsus das Abendmahl. Die neue existentielle Erfahrung der Christuswirklichkeit beim Abendmahl fordert die Nachfolge Christi und den Einsatz des Christen für die Heidenmission. Darum werden alle Heiden zur Gemeinschaft Christi beim Abendmahl eingeladen. [...] Das Apostolat, das die Mitte der paracelsischen Amtslehre bildet, hat seinen Ursprung im charismatischen und missionarischen Apostolat des Urchristentums. Darum ist der Apostel für Paracelsus der Beauftragte, der unmittelbar von Gott zur Weltmission berufen wird. Das Apostolat wird bei Paracelsus vor allem durch eine Bereitschaft zum Martyrium, die leidenschaftliche Verkündigung des Wortes Gottes und eine asketische Lebensführung charakterisiert."[2]

Siehe auch

Quellen