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(Eine PDF Version ohne Anzeigefehler unter Download > Datei Download > Informationen > Rundschreiben verfügbar, wir bitten das Rundschreiben als geoffenbarte Meinung und Statement für die KKD aufzufassen.)

Rundschreiben „Confessio Ecclesiae“ 1/2013 des Primus der keltischen Kirche in Deutschland Ps AEpps +Karl Uwe Eckert+

Artikel I.        Die Keltisch-katholische Kirche und ihr Verhältnis zur römisch-katholischen Kirche und anderen Kirchen

Abschnitt 1.01    Missstände

(a)    Bekenntnis der Kirchen zu Missständen, Meinung und Einschätzung

Das Bekenntnis der Kirchen zu bekanntgewordenen Missständen wie in der katholischen Kirche und im Sinne einer heilenden Erneuerung, sowie auch die Kritik unserer Weiheväteran vorangegangen ungeliebten Änderungen sehen wir als Kirche und ich als deren leitender Bischof der KKD in der kommenden Zeit als eine Herausforderung für alle Kirchen an. Wir sehen uns in folgender Lage und möchten als unsere Meinung Folgendes klarstellen und darum im Sinne unseres Glaubens zu Ehren des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes in unserer Kirche verfügen: Um Schaden abzuwenden und auch der Christengemeinde die Einheit mit der Tradition und der Mutter Kirche, der geschätzten römisch-katholischen Kirche auf zu zeigen, wird sich die Keltisch-katholische Kirche der Kritikpunkte annehmen und einen Weg auch in Demut anderen Kirchen und der Mutter Kirche aufzeigen, wie man unserer geringen Meinung nach zukünftig zwischen Moderne und Tradition den Katholizismus leben und vermitteln kann und dabei hervorgerufenen Missständen und Kritik heilend vorbeugt.

Auf keinen Fall soll dieser Brief eine grundlegende Herabsetzung, noch eine solche Kritik an der römisch-katholischen Kirche in Gesamtheit sein, er soll als Bitte um Abhilfe verstanden werden. Dieser Brief wurde mit dem Bischofskollegium der KKD abgestimmt und stellt daher unseren theologischen Standpunkt für die KKD und nur für diese dar.

(b)    Kritikpunkte und Abkürzungen, andere Kirchen

Wir möchten unsererseits bis auf Weiteres die folgenden Kritikpunkte in der römisch-katholischen Kirche gern im brüderlichen Sinne von jener RKK als angebotene Beispiele und Hilfe einer unabhängigen Kirche berücksichtigt und angenommen sehen und behalten uns darum auch bis auf Weiteres ein eigenständiges Handeln in diesen Fragen als ursprüngliche und die Kernwerte vertretende[i] keltisch-katholische Denomination und Kirche vor. In den Augen der RKK entspricht dies laut den Definitionen des 2. Vatikanum einer kirchlichen Gemeinschaft, die sich biblisch begründbaren neuen und alten Inhalten der RKK nicht verschlossen zeigt und andererseits solche Neuerungen der RKK in der modernen Zeit ablehnt, die sich biblisch und traditionell nicht durch Apostel und Kirchenväter begründen lassen.

Im Weiteren werde ich die geschätzte Mutter Kirche, als auch andere betroffene bzw. angesprochene Denominationen wie folgt abkürzen: RKK für römisch katholische Kirche, KKD für die keltisch-katholische Kirche und AKK für die Altkatholische Kirche. Die evangelische Kirche werde ich mit EKD abkürzen und andere Kirchen bitte ich in obiger Aufzählung je nach eigener Zuordnung und Meinung einzuschließen.

Abschnitt 1.02    Gründe für Sedivakantismus und Kritik

(a)    Peter Martin Ngo Dinh Thuc, Kritikpunkte am 2. Vatikanum

Einer unserer verehrten, verstorbenen Weiheväter, der Titularerzbischof und Legat +Peter Martin Ngô-Dinh-Thuc+, der vom Papst dazu ermächtigt war, notfalls Bischöfe ohne vorherige Konsultation des Heiligen Stuhles zu ernennen und zu weihen (dies gilt unwidersprochen bis heute), kritisierte unter anderem folgende Punkte[ii]der Folgen des 2. Vatikanum[iii], die ich deshalb in den nachfolgenden Absätzen gesondert behandeln und zu denen ich gesondert im Detail Stellung nehmen werde:

  • Die Abänderungen und Erneuerung der Messe von St. Pius V (tridentinischer Ritus) zugunsten des Novus Ordo in Landessprache, hier auch Wegfall liturgisch wichtiger Teile und Symbolik, Beteiligung von Laien, Gewichtung auf „Gaben“ statt „Opfer“, Änderungen an der Kommunion, Volksaltar usw.
  • Änderungen in der Ordination und den Weihetexten von Priestern, von Bischöfen, der Firmung und der letzten Ölung.
  • Modernisierungen, um deren Willen traditionelle Inhalte entfallen, Änderungen u. a. in der Zuständigkeit der Bischöfe und Schmälerung ihres Aufgabengebietes zugunsten von Kongregationen oder der alleinigen Entscheidungsgewalt des heiligen Stuhles.
  • Die falsche Ökumene mit Kirchen, die z.B. nicht das gleiche Sakramentsverständnis aufweisen und die Feier des Gottesdienstes mit Ihnen, geänderter Allgemeinanspruch
  • Die Anbetung [oder der Kult] von Menschen, dies betrifft die geänderte Prozedur der Heiligsprechung ebenso, wie die Erhöhung des heiligen Stuhles durch die Unfehlbarkeitsklausel als Stellvertreter Christi über die anderen Bischöfe, als auch die geänderte Ansicht über Stellung und die Unbeflecktheit und Himmelfahrt Mariens.
  • Die Religionsfreiheit auch des Einzelnen, die im 2. Vatikanum zugestanden wird, da sich die römisch-katholische Kirche als DIE eine heilige, katholische und apostolische Kirche im Selbstverständnis begreift.
  • Die mangelnde Bereitschaft der römischen Kirche die Häresien zu verurteilen und die Ketzer zu vertreiben

(b)    Palmarianer[iv] und deren Sichtweise, Exkommunikationen

Infolge der ab 1965 eintretenden Änderungen des 2. Vatikanum wurden von Seiten der 1976 durch Erzbischof Thuc geweihten Palmarianer der heilige Stuhl wegen Verstoßes gegen das kirchliche Recht (u. a. mit den vorstehend aufgeführten Kritikpunkten) von deren Seite als vakant und die gesamte am Vatikanum beteiligte und es billigende Bischofsgemeinschaft als exkommuniziert angesehen. Neben der Neubesetzung des heiligen Stuhles und der Anerkennung als „wahre katholische Kirche“ wird seitens der Palmarianer eine höhere Marienverehrung und (wider ihren eigenen Kritikpunkten) u. a. ein abweichendes Eucharistie- und Liturgieverständnis angestrebt. Mit dem Tode PP Paul VI in 1978 wurde daher von Ihnen ein Gegenpapst eingesetzt, der damit einen neuen Sedivakantismus der heutigen Zeit erschuf.
Der nach der Weihe jener Palmarianer bereits 1976 exkommunizierte und nach Reue wieder eingegliederte, über Handlungen und besonders die Papstbenennung enttäuschte Thuc trug diesen Sedivakantismus nicht mit, stand aber zu seinen Kritikpunkten und Handlungen, die er in voller geistiger Klarheit ausführte. Ungeachtet der obigen Punkte besitzt die KKD aus den Weihelinien heraus schon Verbindungen zu o. a. Personen und muss sich mit deren Kritik und Leben, sowie den liturgischen Grundlagen befassen.

(c)    Marcel Lefebre und die Priesterbruderschaften St. PiusX + St. PiusV[v], Sichtweise der Vorkonziliare.

Auch von Lefebre und anderen Bischöfen wurden mit Vollendung des 2.Vatikanum die dadurch vollzogenen Neuerungen (zum Teil auch wegen der Änderungen an von Papst Pius V verfügten immerwährenden Grundsätzen[vi] in Liturgie und Zuständigkeiten) abgelehnt. Allerdings ging die Priesterbruderschaft St. PiusX nicht so weit, den heiligen Stuhl für vakant und das gesamte Bischofskollegium für exkommuniziert zu erklären. Sie sieht sich eher als vorkonziliare Bruderschaft, die wahlweise sich neuen Änderungen nach eigenem Gutdünken verschließt, ohne jedoch die Gemeinschaft mit der RKK verlassen zu wollen. Die Kritikpunkte gleichen im Groben indes jenen, die auch Thuc postulierte. Eine härtere, eher sedivakantistische Stellung bezieht eine spätere Abspaltung der Piusbruderschaft, die Priesterbruderschaft St. Pius V, die ähnlich den Palmarianern den hl. Stuhl als vakant ansieht.

Auch die Auffassung von Lefebre wird in unserer Ansicht berücksichtigt und gewürdigt: Ähnlich wie er sehen wir uns als KKD durchaus in Teilunion mit der RKK (obwohl diese es anders sehen mag) und übernehmen nach gebührender Würdigung und Abwägung der Kritikpunkte auch deren Grundsätze. Den heiligen Stuhl sehen wir nicht als vakant an, wollen uns aber aus jenen und weiteren (siehe unter (d) ) gegebenen Gründen diesem auch nicht unterwerfen.

(d)    Grundlage der Kritik, Pius V[vii], Gültigkeit älterer Riten

Papst Pius V ließ neben Grundlagen der Kurie unter anderen den Katechismus, das Missale Romanum (nebst der tridentinischen Messe) und Brevier neu herausgeben und trachtete streng danach die Sittsamkeit und den Glauben einzuhalten und Häresien und Ketzereien zu verfolgen. Er hob die Sorgfaltspflicht jeden Bischofs der römisch-katholischen Kirche hervor, die Glaubensinhalte gegen innere und Äußere Einflüsse und Häresien zu schützen, zu pflegen und zu erhalten. Dies galt besonders für die in der Bulle Quo Primum[viii] für immer so festgelegte tridentinische Messe, die nicht geändert werden darf und in der Bulle Sanctissimus den Wegfall aller Abendmessen, die zugegeben von fast allen –so auch der KKD- gefeiert werden (können). Es ist von Übel wenn man Änderungen zeitlos unbegrenzt gültig verfügt, ohne Ausnahmen und Erweiterungen zuzulassen. Siehe folgenden Absatz:

Interessant und hervorzuheben ist dabei, das durch Papst PiusV verfügt wurde, das alle damals um 200 Jahre älteren Riten neben dem tridentinischen Ritus weiterhin gültig blieben. Genau diese Einstellung und Handhabung entspricht auch den in der KKD üblichen keltischen bzw. gallischen Riten und jenen aus den St. Gallenfragmenten.

 Es trifft also der Kritik anderer entgegenstehend nicht zu, das wir durch die Verwendung besonders alter Missaletexte oder Riten darob eine Sekte gleich welcher Art wären, noch eine Spaltung der katholischen Kirche vorantreiben wollten. Es geht uns um die Erhaltung unseres höchsteigenen Erbes im Sinne auch der römisch-katholischen Tradition, wenn wir an dieser Sicht verweilen.

Abschnitt 1.03    Folgen der Kritik am 1. und 2. Vatikanum, Schismen

(a)    Altkatholiken und Vaganten, Frauenordination

Aus den Entschlüssen des 1. Vatikanum und der Festigung einiger Beschlusse z.B. des Primates des Papstes und der damit nun als Unfehlbarkeit und Universaljurisdiktion postulierten Erhebung über alle anderen Kirchen und Bischöfe, nebst Ablehnung der Gleichstellung der Sündenfreiheit des Menschen Maria neben Christus (Empfängnis und Himmelfahrt) und Transsubstantionslehre verließen die Altkatholiken die RKK und näherten bzw. öffneten sich reformatorischen Neuerungen, als auch den (von PP PiusV exkommunizierten) Anglikanern. Dies wiederum rief erneute Kritik und Bewegungen auch innerhalb der AKK hervor. Die Abtrennung einiger Bischöfe und ganzer Gruppen aus der RKK, sowie die Weihe etlicher Sedivakantisten und Vaganten von Bischöfen der RKK erfolgte aus dieser Bewegung heraus, siehe Beispielsweise die Frauenordination, die auch in der KKD üblich ist. Diese Kritik an fehlender Frauenordination war auch im 20. Jahrhundert nicht neu: Die heilige Teresa Benedikta vom Kreuz Edith Stein[ix] propagierte bereits im frühen 20. Jahrhundert für das Diakonat der Frau und bemerkte, das sich in den letzten 2000 Jahren die Situation in der RKK höchstens verschlechterte.

(b)    Zwiespalt zwischen Moderne und Reform

Rein sachlich betrachtet geht keine Reformation oder Erneuerung der Kirche ohne Änderungen an althergebrachten Grundlagen einher. Die Beschlüsse des 1. und des 2. Vatikanum wurden immerhin ja demokratisch mit Stimmenmehrheit durch das jeweilige Konzil abgestimmt und von Papst Paul VI. mit seiner Apostolischen Konstitution Missale Romanum eingesetzt (diese setzte die von Papst PiusV gesetzten Beschlüsse ungeachtet ihrer unbegrenzten Gültigkeit außer Kraft). Viele kritisierten deshalb also im Zwiespalt der Gefühle zwischen Tradition und jener ewigen Einsetzung von Seiten eines Papstes mit der dagegen stehenden Verpflichtung zur Erneuerung und der weiteren Anordnung eines Papstes zur Aufhebung der „ewigen“ Gültigkeit, die gewachsene Strukturen wieder verwarf, das sich die Mutter Kirche weit von den gewachsenen Grundlagen der Kirche um der Moderne willen gelöst habe und deshalb nicht mehr die "wahre" katholische Kirche sei, noch sein könne. Ein Beispiel sei das Schema Marias: Karl Rahner[x] wollte die Lehre tilgen, Maria sei die Mittlerin aller Gnade[xi], dies sei Jesus Christus als vorrangigen Mittler aller Gnade vorbehalten. So ließ man mit knapper Abstimmung einen vagen Kompromiss gelten. Der Rosenkranz wie auch Fatima blieb außen vor. Das Schema Marias wurde zugunsten der Ökumene geändert. Bis zum 2. Vatikanum sah sich die RKK als alleinige Kirche Christi. Durch die verabschiedeten Dokumente Unitatis redintegratio[xii] (andere Konfessionen des Christentums) und Nostra aetate[xiii] (andere Religionen) allerdings relativierte sie den Anspruch zugunsten einer Religionsfreiheit, welche auch das Recht des Einzelnen auf eine abweichende Meinung in der RKK deutlicher einschließt. Dies ist durchaus nach Maßgabe der KKD im Sinne der Ökumene begrüßenswert, wird aber wieder geschmälert durch die Aufgabe des in Dignitatis humanae[xiv] aufgegebenen weltlichen, aber nicht des geistlichen Absolutheitsanspruchs, der streng genommen sogar ausgeweitet wird. Eine Moderne Kirche besinnt sich offenbar nach der Meinung dieser Kritiker (und auch der Meinung der KKD) auf die Tradition, in der sie neue Einflüsse gleichberechtigt einfließen lässt, ohne einmal gefasste alte Strukturen und Inhalte oder gar Beschlüsse restlos zu verlieren. In diesem Sinne wird auch die KKD sich sinnvollen Neuerungen in der RKK und KKD nicht verschließen, aber alte Glaubensinhalte –auch der RKK- weiter tragen oder diese stets zu integrieren versuchen.

(c)    Keltische Kirche und andere, moderne Schismen

Die keltische Kirche sieht sich als Teil der einen Kirche Christi durch die beiden vatikanischen Konzile (und die Reformation) als losgelösten und verbliebenen Teil der alten Tradition der römisch-katholischen Kirche keltischer Prägung. Sie bedauert zutiefst die Loslösung und den Herrschaftsanspruch der RKK über alle anderen Kirchen, sowie deren Herabsetzung als „Gemeinschaften“ und den aus Entschlüssen der Konzile hervorgerufenen Abspaltungen. Die KKD sieht die Verletzung einer für immer geltenden Grundlage (St.PiusV) sicherlich als zu beseitigenden Missstand an. Ganz soweit wie die Sedivakantisten (oder immer lose verbunden wie die Priesterbruderschaft St. PiusX) will natürlich die keltisch-katholische Kirche in ihrer Kritik an einzelnen Punkten der römischen Mutter Kirche nicht gehen. Die keltische Kirche besitzt schon einerseits immer ein eigenes, losgelöstes Verständnis der einen Kirche Christi, zumal die „keltische“ Glaubensart durch Rom erst durch Dekrete zugunsten des römischen Ritus eingeschränkt und schließlich gänzlich auf Synoden gegen die römische ausgetauscht wurde und nun mehr in kleinsten Gemeinden überlebte.

Viele der Schismen beruhen daher auf einer sehr unnachgiebigen Herrschafts- und Kirchenpolitik über andere, auch gewachsene gleichwertige Glaubensausformungen, bei deren Einschränkungen die RKK längst (und nicht erst seit den beiden vatikanischen Konzilen) den eigentlichen Kern, namentlich die gesamte Kirche Christi, aus den Augen verlor. Die KKD betont hingegen, das sie als eines der wichtigsten Ziele die Einheit (mit) der gesamten Kirche d.h. allen Teilkirchen ansieht, die römische Kirche müsste nach Maßgabe und Wunsch der KKD also ihrerseits danach trachten, abgetrennte Kirchen und Bischöfe wieder -notfalls mit Ausnahmeregelungen- mitsamt ihrer Tradition zu integrieren. In jenem Fall würde sich die KKD um der Kirche, der Ehre und dem Auftrag Christi willen wieder integrieren.

Abschnitt 1.04    Unterschiede in Liturgie und Sichtweise zwischen der RKK und der KKD, gelöste Kritikpunkte

(a)    Der tridentinische Ritus, Texte, Liturgie

Bezüglich des tridentinischen Ritus, soll er gleichberechtigt und unverändert aus Sicht der KKD bleiben. Momentan ist dieser ältere Ritus als außerordentlicher Ritus ohnehin wieder mit dem Motu proprio Papst Benedikts XVI. Summorum pontificum in der RKK erlaubt, wobei er nach dem 2. Vatikanum eigentlich durch Verfügung des Novus Ordo[xv] als Standart bereits außer Kraft gesetzt, aber nicht verboten war. Durch die Würdigung des tridentinischen Ritus Benedikts wurde immerhin ein wichtiger Punkt der Priesterbruderschaft St. PiusX und der Sedivakantisten gemildert. Auch wurden die Rechte von Meßdienern und niederen Weihen[xvi] gestärkt, das begrüßt die KKD ebenso, wie die Verwendung der Landessprache und des Latein, den neueren Volksaltar, welcher gestattet dem Publikum näher zu sein.

Dem abhelfend soll in der KKD der (ältere) keltische Ritus und der modernere Ritus der römisch-katholischen Kirche mit Berücksichtigung der Ökumene d.h. der AKK und EKD seinen Platz finden. Die Verwendung moderner und alter Elemente trägt nach Meinung der KKD den Erfordernissen der Moderne Rechnung, ohne die von PP PiusV verfügte Gültigkeit zu beeinträchtigen oder gar Häresien zu fördern.

(b)    Eucharistieverständnis, „Gaben“ statt „Opfer“ Betonung

Leider bestehen aber immer noch große Unterschiede zum 2. Vatikanum und der Tradition beim „Messopfer“: Der Meinung der Traditionalisten nach ist u. a. die reine Reduzierung des Messopfers auf „Gaben“ nicht unbedingt im Sinne der Tradition. Hier verweise ich als auch andere auf alte Quellen u. a. auf das Didache (um 100 n. Chr.):

„Am Tage des Herrn versammelt euch, brechet das Brot und saget Dank, nachdem ihr zuvor eure Sünden bekannt habet, damit euer Opfer rein sei.“

Weiterhin nennen Andere die Schriften der Kirchenväter, die den Opfergedanken der Gaben Christi betonen. Irenäus von Lyon betonte ebenso in den „Gaben“ das Opfer, andere wie Justin hingegen nur das Opfer selbst. Die Betonung auf „Gaben“ entspricht daher jenen einer vereinfachenden Ansicht wie sie in reformatorischen Kirchen gepflegt wird bzw. der Ansicht, das das Christusopfer einmal ist und demnach nur das Abendmahl gefeiert werde und sollte auch durch „Opfergaben“ oder ähnliche weitere Texte in dem Sinne ergänzt werden dürfen, die diesen älteren Aspekt eines „Opfers“ auf dem Altar in Übereinstimmung mit Gaben zur Ehre Gottes gleichermaßen gebührend betonen. Die KKD verwendet daher gleichermaßen auch die alte keltische Liturgie und deren Proprien, wie auch die tridentinischen Messe.

(c)    Handkommunion vs. Mundkommunion

Ein weiterer erheblicher Punkt ist aber die Zulassung der Handkommunion: Im Verständnis der Handhabung der Eucharistie, zum Beispiel der alten Mundkommunion bei der KKD, stellt unserer Meinung nach eine Abgabe innerhalb der RKK an die „ungereinigte“ oder „ungeweihte“ Hand des Kommunikanten eine Befleckung des heiligsten Leibes Christi dar. Eine Verwendung wie in der EKD hingegen ist wegen des unterschiedlichen Sakramentsverständnisses unschädlich, dort wiederum soll bei Gastteilnahme auch als deutliche Stellungnahme die Mundkommunion unterbleiben. Gut ausgedrückt wurde das in

„Das II. Vatikanische Konzil und der Zeitgeist...“ der Augsburger Allgemeinen[xvii] vom 2.7.2013

Die Erlaubnis der Handkommunion und das entfernen der Kommunionbänke, hat die Ehrfucht vor Gott zerstört. Ich habe vor ein paar Jahren zum damaligen Bischof nach Augsburg geschrieben, da so manche Handkommunion durch Unachtsamkeit auf den Boden gefallen ist und manchmal auch dabei zertreten wurde. Es hat niemanden gekümmert. Und so bat ich den Bischof in einem Brief: ob er nicht seine Priester darauf hinweisen möchte, dass sie das Volk Gottes wieder etwas sensibler machen sollten. Sie darauf hinweisen sollten, beim Kommunionempfang darauf zu achten, dass nichts auf den Boden fällt, da im kleinsten Teilchen der Hostie, der ganze Leib Christi anwesend ist.

Was bekam ich als Antwort? Nicht vom Bischof persönlich sondern von seinem damaligen Sekretär? „ Das müssen wir Gott überlassen!“ Für konservative Katholiken ist es die Realpräsenz von Leib und Blut Christi, sein verwandeltes Herz. Darf ich also so Ehrfurchtslos mit ihm umgehen? Vielleicht ist jemandem schon aufgefallen, dass Papst Benedikt XVI. den Leib Christi nur noch als Mundkommunion reicht und der ihn Empfangende dabei kniet? Das schlimmste Übel aber durch die Handkommunion ist: dass manche die Hostie in die Hosentasche schieben und mit nach Hause nehmen. Was geschieht damit? Satansmessen werden unter anderem damit gefeiert, auch in Deutschland. Dabei wird dieser Leib Christi verhöhnt, bespuckt und zerstört. Satan weiß also, dass es Jesu Leib ist.

Wir sollten die Kommunion – nur mit dem Mund empfangen und zwar kniend.

Dem bleibt aus Sicht der KKD nichts hinzu zu fügen.

(d)    Beichtverständnis

Die KKD propagiert sowohl das alte Beichtverständnis, d.h. der üblichen Privatbeichte, als auch die Gemeindebeichte (Confessio). Da die Beichtpraxis der keltischen Kirche entstammt, sieht sie sich beiderlei Beichtpraxen hin offen und verlangt nicht zwingend die Privatbeichte, ausgenommen bei sehr schweren Sünden. Wir geben auch hier wieder einen Kommentar des Artikels „Das II. Vatikanische Konzil und der Zeitgeist...“ der Augsburger Allgemeinen vom 2.7.2013 aus dem bezeichneten Blog wieder:
Man wurde insgesamt milder: man spricht nicht mehr von Satan, der Hölle, dem Fegefeuer und auch fast nicht mehr über die Sünde, mit Ausnahme der Evangelien. Man wurde milder mit dem Volk Gottes. Sollte immer schön in der Mitte bleiben, um nicht anzuecken. Was früher als Angstmache vor Gott und der Strafe verstanden wurde – ist im Laufe dieser 50 Jahre fast gelöscht worden. Nun gibt es nur noch den liebenden Gott. Es gibt keine Hölle, niemand geht verloren. Und die Beichte, das Bußsakrament? Wurde zum Teil überflüssig, da es jetzt die Bußandachten gibt. Eigentlich sollte sie eine Vorbereitung auf die Beichte sein, aber viele Menschen nehmen es als Ersatz. Noch dazu da manche Priester danach auch Einzelsegen geben, habe ich mir sagen lassen.

Ein Ersatz kann dies nicht sein, auch stellen Bußandachten nur die Tilgung lässlicher Sünden dar, eine Absolution erfolgt hingegen ausschließlich nach wie vor nur bei der Beichte.

(e)    Taufe, Firmung und Krankensalbung, Sakramente allgemein

Die KKD bedient sich überwiegend der „alten“ Riten der Taufe und Firmung (und Krankensalbung) des alten, keltischen Ritus. Das neue Taufverständnis des 2. Vatikanum sieht in der Taufe das Verbindende zwischen allen Christen und soll vor allen Dingen in der Kindstaufe[xviii] der Situation der Kinder angepasst werden. Da vor allen Dingen die Taufe von einer privaten Feier in die Sonntagsgottesdienste (nebst eigener Liturgie) integriert werden soll, kommt dies der von der KKD gewählten Form sicher entgegen. Letztendlich aber bleiben auch die alten Formen der Privatmesse bei z.B. der Taufe durchaus bestehen.

In Punkto Krankensalbung wurde vor dem 2. Vatikanum das Sakrament als „letzte Ölung“ gemäß der Aussage Thomas von Aquin[xix] betrachtet. Die ältere Ansicht ist unstrittig die (auch selbst! Vorgenommene) Krankensalbung mit dem Ziel der göttlichen, barmherzigen Hilfe.

Die KKD sieht beide Aspekte als gleichrangig an. In einer Krankheit kann es jederzeit zu schnellen Verschlechterungen kommen, so das beide Arten wohl ihre Berechtigung haben (sollten).

So kann in allen vorgenannten, begründeten (Zeit-)Fällen und auf Wunsch darf (z.B. bei gemeinsamen Diensten) die neuere bzw. ökumenische Fassung der nachkonziliaren RKK verwendet werden. Bei uns können die Sakramente also sowohl in alter tridentinischer, als auch (in Bedarfsfällen) in neuer Form oder in dementsprechender keltisch-katholischer Form erteilt werden. Letztere entsprechen aber -da sie aus z. B. den St. Gallenskripten und dem Lorrha entstammen- auch den römischen Texten und Inhalten.

(f)      Ehegebot, Kirche und Gründe der ordentlichen Aufhebung

Das Ehegebot ergibt sich aus dem Wort Christi, das „Mann und Frau ein Fleisch sein sollen“ (1.Mose 2,25, Mat 19,5-6 und Mar 10,6-9), dies ist unbestritten. Allerdings gibt es einen alttestamentarischen und einen neutestamentarischen Hinweis auf die Aufhebung einer Ehe, unter 5.Mose 24,1 lesen wir, das ein Scheidebrief zu geben war, wenn „etwas Schändliches“ an der Frau zu finden wäre. Jesus wurde befragt und mit Hinweis auf die in Mar 10,5 und Mat 19,8 verweist dieser die damalige Austeilung auf die „Herzenshärte“ d.h. Beziehungsunfähigkeit, Mar 10,11 und Mat 19,9 hingegen darauf, dass dieser Grund ein Ehebruch d.h. ungültig wäre. Allein auf „Beziehungsuntauglich“ kann man also keine Scheidung begründen, aber wohl auf den von Jesus allein unter Mat 19,9 genannten Grund

„Ich sage euch: Wer seine Frau entlässt, obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt, und eine andere heiratet, der begeht Ehebruch.“

Während die RKK an der Unauflösbarkeit der Ehe gemäß Mat 19,6 fest ohne Gründe wie obenstehend zu berücksichtigen. Die KKD berücksichtigt hingegen dies, auch wg. dem Scheidebrief. Zu bedenken ist auch, das eine Ehe, die von Gott gegeben wurde, von ihm wohl auch ebenso (theoretisch jedenfalls) durch göttliche Fügung getrennt werden kann. Das 2. Vatikanum betont die Unauflösbarkeit der Ehe, doch man sollte auch bei der RKK bedenken:

Historisch gab es nicht immer ein kirchliches Eherecht, die ersten Christen richteten sich in erster Linie nach dem weltlichen Recht. Erst ab dem Mittelalter wurden die (Gültigkeits-) Voraussetzungen einer Ehe beschrieben und 1563 ab dem Konzil von Trient die kirchliche Trauung in der Kirche festgelegt. Laut dem Recht der RKK[xx] ist die Ehe ist eine Gemeinschaft auf Lebenszeit zwischen einem Mann und einer Frau, das dementsprechend

  • eine reine Sexbeziehung zu egoistischen Gunsten eines Partners (reine Kinderzeugung)
  • oder mehrere Sexual- und Partnerbeziehungen,
  • gleichgeschlechtliche Beziehungen
  • temporäre oder „Event“Beziehungen
  • wie auch eine rein platonische Beziehung      

ablehnt (und per se als ungültig darstellen muß).

Weitgefasst sind dies Gründe, die ebenso als Unzucht gelten oder den Begriff beschreiben.

(g)    Auslegung der Unzucht im altbiblischen Kontext

Ebenjener Grund der Unzucht –egal in welcher Übersetzung auch immer genannt- ist ein nach der Meinung Christi genannter legitimer Auflösungs- und Annulierungspunkt, der die eingetretene Sünde und Sakramentsverletzung wohl dem Ehebrechenden d.h. jenem der das Ehesakrament um „Unzucht“ willen aufbürdet. Dies kann sein: Jede Art von Fremdgehen, auch Bordellbesuche, siehe (sakrale) Prostitution 5.Mose 23,18-19). gleichgeschlechtlicher Verkehr 3.Mose 20,13: Schläft einer mit einem Mann, wie man mit einer Frau schläft, dann haben sie eine Gräueltat begangen; beide werden mit dem Tod bestraft; ihr Blut soll auf sie kommen.;

Und andere sexuelle Praktiken die als Unzucht zu werten sind, das beginnt bereits bei Brust Streicheln (Hes 23,3) oder Scham entblößen (Hes 23,18), also bei der Zurschaustellung intimer Bereiche gegenüber Fremden. Unzucht ist dies stets nach Ansicht KKD, wenn es dem Ehepartner vorenthalten wurde oder geeignet ist die Ehe öffentlich zu schädigen. Auch hier kann und darf die Ehe annulliert werden.

(h)    Auslegung der Unzucht nach griechisch-jüdischer Ansicht

Die Auslegung des Philon prägte die Aussagen unserer Kirchenväter mit, wie denn die Unzucht zu werten wäre. Es fallen nach Philon von Alexandria[xxi] gemäß dem Dekalog als Aufzählung darunter:

1.     Der voreheliche Geschlechtsverkehr (siehe 5.Mose 22,13-29)

So heißt es in 2. Mose 22,15+16:

"Wenn ein Mann ein unberührtes Mädchen verführt, muss er den Brautpreis bezahlen und sie heiraten. Weigert sich aber ihr Vater, sie ihm zu geben, dann hat er ihm so viel zu zahlen, wie der Brautpreis für eine Jungfrau beträgt."

Es soll ganz offensichtlich eine spätere Heirat dann seitens des Mannes besichtigt sein (Verlobung, Treueschwur). Auch heute soll dies so sein, da aber der Mann der Frau „ein Fleisch und Blut“ sein soll und laut Gal 3,27+28 klar eins in Christus sind

„Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus [als Gewand] angelegt. Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid einer in Christus Jesus.

Muss man konstatieren, dass es eben im Range der Gleichheit beide gleichwertig sein müssen.

Wie in 2,Mose 22,15 beschrieben muss „jemand [der] ein noch nicht verlobtes Mädchen verführt und bei ihm schläft, […] Brautgeld zahlen und sie zur Frau nehmen“

Der Brautpreis entfällt meist auch in der heutigen Zeit, die Frage nach dem Einverständnis der Eltern entfällt zumeist auch. Der Hinweis auf den Preis hingegen (ähnlich wie bei einer Verlobung) zielt auf einen Ausgleich der evtl. Kosten eines nicht eingelösten Heiratsversprechens, besonders wenn der Vater sich wie in 2.Mose 22,16 sich weigert. Im Falle der Weigerung bleibt aber die Frau unverheiratet (obwohl nicht Jungfrau), selbes gilt heute auch, wenn Frau oder Mann sich weigert. So hängt das Eingehen der Ehe auf einem gegenseitigen Einverständnis ab. Es ist also Gottes Gebot, das man vorehelich verkehren darf, womit aber rein kirchlich eigentlich eine Verlobung begründet wird (so sieht es die KKD) oder ernsthaft eine Heirat beabsichtigt ist. Trennen sich die Verlobten (auch aus familiären Grund), so sind die Folgen auszugleichen. Besonders aber gilt dies (siehe oben) bei Unberührtheit. Ein moralisches Anrecht auf die Ehe beiderseits (und besonders bei öffentlicher Bekanntgabe) besteht nach Ansicht der KKD durchaus, sie vertritt einen gemäßigten Standpunkt der RKK.

2.     Inzest

Siehe 5. Mose 27, 22
Verflucht, wer sich mit seiner Schwester hinlegt, mit der Tochter seines Vaters oder mit der Tochter seiner Mutter. Und das ganze Volk soll rufen: Amen.

und natürlich auch 3.Mose 18,6-18 der den Verkehr zwischen den genannten Blutsverwandten verbietet. Die KKD vertritt durchaus diese Linie mindestens in oben angegeben Umfang, d. h. bis zur Cousine/Cousin. Es gelten als eingeschlossen Stiefgeschwister, auch Vielweiberei ist verboten. Dies wird im Folgenden auch auf die Heirat von Stammesgenossen (hier sollten heute enge Freunde gemeint sein) um Streit zu vermeiden ausgedehnt: Dieses Verbot gilt bei der KKD selbstverständlich, ebenso wohl wie bei der RKK! Zudem ist es nach Kirchenrecht KKD besonders strafbar.


3.     Heirat mit Töchtern fremder Völker

Siehe hierzu 2. Mose 34,15+16 Verbot der Heirat wegen der Verehrung und Unzucht um fremder Götter willen und Dämonenverehrung um der Heirat willen untersagt. Die KKD ist der Meinung, das dies –sofern kein Zwang dazu ausgeübt wird- keine Auflösung rechtfertigt. Ansonsten teilt sie mit der RKK die Ansicht der außerordentlichen Auflösung.

4.     Wiederheirat desselben Partners nach vorheriger Scheidung

Die Betonung liegt auf „desselben“. Eine Trennung (mit zwischenzeitlicher Romanze) und Wiederheirat entspräche einem Seitensprung, weshalb dies gleich mehrfach unbillig wäre:

Es wäre Unzucht und es wäre ein doppeltes Eheversprechen nebst Sakrament. Dies geht nach Meinung der KKD nicht. Hingegen ist es durchaus möglich, nach Reue einen Scheidebrief (ohne zwischenzeitliche Trennung) um der Ehe, Treue und des Versprechens willen zurückzugeben. Hierbei ist die Entscheidung zur Fortführung der Ehe endgültig und es darf kein weiterer Scheidebrief ausgestellt werden.

5.     Berührung während der Menstruation

In 3.Mose 18,19-23 werden Berührungen in der Menstruation genannt (rein jüdisches Verbot)

Es bleibt wohl der Frau überlassen, ob sie dies als Grund ansieht oder nicht, allerdings ist dieser Grund kaum nachweisbar und soll damit bei der KKD nicht (ohne Bestätigung) gelten.

6.     wissentlich unfruchtbare Frauen (Männer) heiraten

Dies ist wie in der RKK ein Auflösungsgrund, es sei denn es wäre ohnehin vorher eine Adoption mit Ziel einer Familie geplant.

7.     gleichgeschlechtliche Handlungen mit Jünglingen / Männern

Ohne Frage ist dies in der KKD ein Auflösungsgrund. Es ist nach Kirchenrecht KKD strafbar.

8.     Effemination (Verweiblichung) von Männern / Eunuchen

Hierbei sollte heutzutage zwischen willentlich (Travestie, aber auch Sporthormone etc.) und Krankheit unterschieden werden. Wenn sich dies nicht medizinisch beheben lässt oder absichtlich herbeigeführt wird, zumal wenn es vor der Ehe nicht bekannt war, wird diese in der KKD aufgelöst, selbiges gilt für die Kastration (siehe auch: Ehehindernis oder unter 6.).

9.     Bestialität (Zoophilie) und Prostitution.

Der Verkehr mit Tieren aller Art ist ein gewichtiger Grund. Die Prostitution ist ebenso ein Auflösungsgrund in der KKD allerdings nur, solange es vor oder in der Ehe nicht bekannt war und/oder freiwillig geduldet wurde. Zudem ist es nach Kirchenrecht KKD strafbar.

Zum Kirchenrecht der KKD sei gesagt, das dieses sich in Form obiger Unzucht, sofern strafbar, sich genäß dem CICEC[xxii] der KKD orientiert.

(i)       Präsenz der Priester, Übertragung von Diensten an Laien

In der RKK dürfen auch in einigen Diözesen Geistliche durch Laien seit deren Stärkung gemäß 2. Vatikanum vertreten werden. Wir lehnen dies aber selbst in Abwesenheitsfällen bei dem Priester vorbehaltenen Diensten auch und gerade in Vertretung ab. Unserer Meinung nach besitzt dies fast einen Schulterschluss mit den lutherischen Kirchen, in denen ebenso ungeweihte Laien gemäß des Priestertums aller Gläubigen[xxiii] die Priester vertreten können.
Die Präsenz und Vertretung eines Geistlichen (also mindestens eines Diakons) ist unserer meinung nach stets in jeder Gemeinde (selbst bei Abwesenheit) erforderlich und bei uns gewährleistet. Laien nehmen diese Aufgabe bei uns nicht wahr, Vertretungen jenes Priesters nehmen selbst nur diese Sakramente vor, die ihnen erlaubt sind d.h. nötigenfalls vertritt sie auch ein Bischof. Aufgaben die einem Geistlichen zugesprochen sind, dürfen keinesfalls durch einen Laien erfolgen, dies widerspräche dem Verständnis der Weihe und Zuständigkeit eines Klerikers.

(j)       Bischöfe, deren Unfehlbarkeit und Zuständigkeit

In der RKK sind die neuen Zuständigkeiten der Bischöfe im „Lumen Gentum“ [xxiv] beschrieben. Hierzu wird die ehemalige Rolle der Bischöfe zugunsten eines Kollegiums eingeschränkt und unter das Primat des Papstes gestellt, siehe hierzu auch das 1. Vatikanum. Von Seiten der KKD ist festzustellen: Wir halten um der Kirche willen an der Jurisdiktion der Bischöfe als Nachfolger der Apostel und an der Gleichrangigkeit des Hirtenamtes untereinander fest. Wie sich letztere um Abstimmung willen zu Synoden trafen, so soll auch dies durch Bischöfe bei uns in Fragen und Grundsätzen der Kirche der Fall sein. Im Rahmen der gültigen Kanonen und seines Gebietes jedoch ist jeder Bischof seit alters her im Handeln autonom, er kann allerdings die Entscheidung auch dem Kollegium oder der betreffenden Abteilung in Glaubensdingen überlassen oder delegieren. Eine Unfehlbarkeitsklausel existiert selbst für Leitende bei uns nicht, da jeder Mensch fehlbar ist.

Auch aus diesem Grund lehnen wir das Primat des Papstes als Vorherrschaft über andere Bischöfe (nebst Kirchen) ab, erkennen aber auf dem Ehrenvorrang, so wie er im orthodoxen Verständnis der alten Patriarchate der einen Kirche Christi gegeben ist.

(k)    Modernisierungen und Ökumene, kirchliche Gemeinschaften

Da die römisch-katholische Kirche als "Oikumene" im römischen Sinne aufgefasst wurde und alle anderen Gemeinschaften dementsprechend nicht, teilen wir diesen Ansatz natürlich nicht. Für uns ist diese Ansicht nur für "die eine heilige, katholische und apostolische Kirche" gültig: Jene ist unserer Ansicht nach aber in allen Kirchen Christi verwirklicht, die zumindest die 7 ökumenischen Konzile als Grundlage ansehen - darunter fallen außer den reformatorisch-lutherischen Kirchen auch Freikirchen und neue, freikatholische Kirchen.

Wir lehnen darüber hinaus die Formulierung des 2. Vatikanum ab, nach der jene reformatorischen Kirchen und Freikirchen etc. lediglich "kirchliche Gemeinschaften" und keine Kirchen darstellen, dies widerspricht dem Ziel eines ungeteilten Corpus Christi, d.h. eine Kirche sein zu wollen und ist damit auch einer Wiedereingliederung hinderlich.

(l)       Heilig- oder Seligsprechungen

Ein Kritikpunkt (siehe auch j) galt in der RKK, das ab 1968 die dazu bestimmten vorbereitenden Stellen anders strukturiert und nunmehr dem heiligen Stuhl als letzte Entscheidung vorbehalten werden sollten. Ab 1975 kehrte Benedikt XVI teilweise wieder zur ursprünglichen Verfahrensweise der Delegation des Beschlusses zur Kongregation zurück, die Heiligsprechung indes obliegt weiterhin alleinig dem Papst. Die keltische Kirche enthält sich der Tradition der Selig- und Heiligsprechung nicht, überlässt es aber den Teilkirchen und deren Bischöfen als Hirten und oberste Instanz welche Personen als Heilige oder Selige benannt werden sollten. Im gemeinsamen, brüderlichen Konsens sollten dann aber diese Beschlüsse und Heiligen dann auch als durch Gottes Willen benannt akzeptiert werden. Die dazu nötige Formel lautet in unserer Verwendung nach katholischem Vorbild der Zitation der RKK wie. in der deutschen Wikipedia[xxv] unter „Heiligsprechung“:

"Zu Ehren der allerheiligsten Dreifaltigkeit, zum Ruhm des katholischen Glaubens und zur Förderung des christlichen Lebens entscheiden wir nach reiflicher Überlegung und Anrufung der göttlichen Hilfe, dem Rat vieler unserer Brüder folgend, kraft der Autorität unseres Herrn Jesus Christus, der heiligen Apostel Petrus und Paulus und in der Vollmacht des uns übertragenen Amtes, dass der/die selige N. ein(e) Heilige(r) ist. Wir nehmen ihn/sie in das Verzeichnis der Heiligen auf und bestimmen, dass er/sie in […der keltischen Kirche…] als Heilige(r) verehrt wird. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes."

Man bemerke das Entfallen der gesamten Gültigkeit, die dadurch durchaus regionale und unterschiedliche Heilige zulässt.

(m)  Anbetung [oder Kult] von Menschen

Eine Anbetung noch lebender Personen, als auch ein besonderer Kult ihnen gegenüber– sei es nun der Papst in seiner Unfehlbarkeit oder des Stellvertreter Christi, eines Mitglieds der Bischöfe, eines Propheten oder Prophetin ist ein modernes Götzentum und gegen die Grundsätze der Kirche bzw. Christi. Dies beinhaltet auch die Unbeflecktheit Marias und deren quasi Gleichstellung mit Jesu.

(n)    Religionsfreiheit

In Punkto Religionsfreiheit teilt die KKD insofern die Beschlüsse des 2. Vatikanum, als das sie andere Gemeinschaften die einen Minimalkonsens aufweisen (u. a. Anerkennung jener 7 ökumenischen Konzile) als Teilkirchen der einen Kirche Christi ansieht und selbst in nichtchristlichen Religionen zumindest gleichlautende Weisheiten oder Gemeinsamkeiten anerkennt. Ungeachtet dessen vertritt sie auch den traditionalistischen Standpunkt, dass die katholische Sichtweise bezüglich der Sakramente und der Tradition weitgehend geteilt werden soll.

(o)    Mangelnde Bereitschaft Häresien und Ketzer zu verurteilen

Die KKD schließt sich diesem Kritikpunkt zwar an, muss aber zugeben, dass es streng genommen stets Abweichungen in den Teilkirchen von der „einen Lehre Christi“ gab und immer geben wird. Sie definiert daher Häresien und Ketzer als jene Bewegungen und Personen, die durch die Bibel, die Tradition oder auch allgemeingültig bestimmte und unstrittig anerkannte Glaubensgrundsätze ohne sinnvolle Begründung mit dem Ziel einer Schädigung oder einer gewollten Abtrennung / Teilung einer Kirche aus niederen Gründen außer Kraft setzen, diese ändern oder anzweifeln.

Artikel II.     Homosexuelle Vorfälle, Simonie und Korruption

Abschnitt 2.01    Vorfälle in der RKK, Prävention in der KKD

(a)    Kein Bund Homosexueller im Priesteramt !

Seit geraumer Zeit wird über eine Äußerung Papstes Franz I in vielen Zeitungen berichtet, in der er bei einer Privataudienz zugab, dass es eine Schwulenlobby in der RKK gebe, hier aus der Quelle „Focus[xxvi]“:

Gerüchte gab es schon lange. [...] von „den Schwulen im Vatikan“ [...] Manche tuschelten über Appartements in Rom, in denen sich Geistliche angeblich bei Liebesspielen vergnügt hätten. Andere munkelten über ein Netzwerk von Homosexuellen, unter dessen Schutz kirchliche Karrieren besonders steil verliefen.

Nun aber, so berichteten lateinamerikanische Ordensleute auf einem Internet-Portal, habe sich Papst Franziskus persönlich bei einer Privataudienz zu der Causa geäußert: „Es ist die Rede von der ´Schwulenlobby´, habe er gesagt. „Und es stimmt. Es gibt sie. Wir müssen sehen, was wir tun können.“

Eine peinliche Indiskretion könnte man meinen. In Wahrheit, so berichtet ein gut informierter Kurialer, sei der Heilige Vater „sicher nicht bedrückt“, dass seine Worte öffentlich wurden. Und tatsächlich versuchte der Vatikan gar nicht erst, das Outing zu dementieren. Im Gegenteil: Papstsprecher Federico Lombardi bemerkte lediglich, dass er den Inhalt von Privataudienzen nicht kommentiere – was einer Totalbestätigung gleichkommt.

Allein dies ist schon ein Missstand, der eigentlich in der RKK nicht in dieser Größenordung (geschweige denn wg. des Zölibates) auftreten dürfte. Die KKD schlägt daher eine Abschaffung des zwanghaften Zölibates gemäß 1.Timotheus 3,2 vor:

Ein Bischof aber soll untadelig sein, Mann einer einzigen Frau, nüchtern, maßvoll, würdig, gastfrei, geschickt im Lehren,

Damit dürfte dann sich auch das Problem der Frage gleichgeschlechtlicher Unzucht erledigen, zumal das Recht auf eine Heirat (von Frauen!) komplett innerhalb des 3 stufigen Amtes zugestanden werden muss.

Wichtig: Wer aber das Zölibat ergreifen möchte, dem soll es laut Mt 19, 12 „Wer es fassen kann, der fasse es!“ zu ergreifen gestattet sein, ohne Skandal natürlich.

(b)    Verantwortung des heiligen Stuhles und der Nachfolger Benedikts

Bekanntgeworden ist dieser Skandal durch den Vatileakskandal und auch den spektakulären und bislang fast einmaligen Rücktritt Papst Benedikts, welcher hier aus der gleichen Quelle, dem Focus[xxvii] weiter zitiert wird:

Erste Fakten zum Schwulennetzwerk kannte Franziskus bereits aus dem 300-Seiten-Dossier zum Vatileaks-Skandal. [...]

Ein ziemlich dickes Kapitel befasst sich nach FOCUS-Informationen mit dem Thema Homosexualität am Heiligen Stuhl. Benedikt [...} soll bei der Lektüre „aus allen Wolken gefallen“ sein. Weil darin auch zwei hohe Geistliche, die Papst Johannes Paul II. und ihm in seinem Leben als Glaubenspräfekt und Kardinal nahestanden, der praktizierten Homosexualität bezichtigt würden, soll die Analyse durchaus zu seinem Rücktritt beigetragen haben, erfuhr FOCUS aus vertraulicher Quelle.

Die KKD begrüßt es, wenn der hl. Vater die Verantwortung übernimmt, sie begrüßt es noch mehr, wenn der hl. Vater in der RKK Maßstände setzt und diesen Umtrieben ein Ende bereitet. In der KKD werden solche Vergehen ohne Ausnahme mit dem Ausschluss von den Ämtern und aus der Kirche geahndet.

(c)    (rechtliche) Folgen homosexueller Betätigung im Amt

Aus Gründen der Übersicht und weil dies nicht etwa ein Einzelfall war, sondern sich auf viele Bedienstete der RKK im Vatikan aus auch persönlichen Vorteilen bezieht hier ein weiteres Zitat, diesmal vom Presseportal des NDR[xxviii] und dem Theologen David Berger:

Der katholische Theologe erklärte, dass es durchaus homosexuelle Zusammenschlüsse im Vatikan gebe. Diese seien aber rein pragmatischer Natur, urteilte Berger. Es gehe darum, sich abzusprechen, wo man zum Beispiel Sexualpartner bekommen könne. David Berger erklärte, die Zusammenschlüsse dienten dazu, im Vatikan Sexualität ausleben und trotzdem Karriere machen zu können. In diesen Netzwerken gebe es auch gewisse Förderungen. Berger sagte: "Das heißt, wenn man weiß, der ist auch schwul, dass der dann eher Chancen hat, in dem jeweiligen Vatikanministerium aufzusteigen, wo eben auch ein schwuler Kardinal oder ein schwuler Bischof das Sagen hat."

David Berger hat als Theologie-Professor an der päpstlichen Thomas-Akademie in Rom gelehrt. Im Jahr 2010 veröffentlichte er das Buch: "Der heilige Schein: Als schwuler Theologe in der katholischen Kirche". Im Mai 2011 wurde ihm daraufhin die Lehrerlaubnis als katholischer Religionslehrer entzogen.

Leider ist dies offenbar nicht nur auf den Vatikan oder Geistliche allein beschränkt siehe hier nachfolgend von Heute.at[xxix] zitiert:

Von schweren Vorwürfen gegenüber ranghohen Geistlichen im Vatikan berichten italienische Medien. Ein Prostitutionsring soll katholischen Priestern männliche Minderjährige "vermittelt" haben. Drahtzieher soll ein italienischer Polizist sein. Aufgeflogen ist der Fall, weil ein verurteilter Pfarrer reinen Tisch machen wollte.

Die Staatsanwaltschaft in Rom hat bereits Ermittlungen aufgenommen. Laut "Corriere della Sera" nannte ein wegen sexuellen Missbrauchs verurteilter Pfarrer die Namen von neun Geistlichen, die sich regelmäßig mit den Minderjährigen getroffen haben sollen.

Zu anderen Quellen, die hier nicht zusätzlich namentlich genannt werden brauchen, weil sie privater Natur und im Umbau sind, sei gesagt: Es liegen glaubhafte Berichte von ehemaligen katholischen Studierenden und Priesteramtskandidaten vor, nach denen eine nicht unbedeutende Anzahl Priesteramtskandidaten auch innerhalb Deutschland entweder während des Studiums aus Gründen der Homosexualität gingen, aber andere auch in Priesterämter geweiht wurden und –den obigen, vorstehenden Berichten bzw. Zitaten nach- vermutlich wohl immer noch diese Neigung besitzen.

Dies ist allerdings nicht nur auf die RKK beschränkt, auch Abspaltungen und kleinere christliche Gemeinschaften und Kirchen sind dem Vernehmen nach in diesem Punkt eher offen.

Es steht außer Frage das Homosexualität mit Vergünstigungen, einer Rufschädigung, gar einem Prostitutionsring, sexuellem Missbrauch außer kirchenrechtliche auch strafrechtliche Folgen nach sich zieht. Auch aus diesem Grund verwehrt sich die KKD bereits Anfängen oder Versuchen solch präferierter Personen, in ein Amt zu kommen strikt.

(d)    Folgen der obigen Skandale in der KKD, Prävention

Weil uns dieser Umstand leider auch bei anderen Kirchen glaubhaft bekannt gemacht wurde und wir ernsthafte Bedenken biblischer Genese haben, traf die KKD den Entschluss, bei sich keinerlei praktizierende Homosexuelle in Priesterämtern zu dulden, auch wird eine Mitgliedschaft bei bekanntgewordenen offen geouteten oder bekennenden Homosexueller -ausser als einfaches Gemeindemitglied oder Hilfesuchender- abgelehnt.  

Es ist leider wohl auch nach Meinung der KKD und anderen Theologen in der EKD[xxx] so, das mit der neuesten Entwicklung der Gleichstellung der Ehe mit anderen Beziehungsformen oder gleichgeschlechtlicher Verbindung der gewachsenen, traditionellen Vorstellung der familiären Ehe und des damit verbundenen Sakramentes starker Schaden zugefügt wird. Das kann aber auch nur zum Nachteil aller gewertet werden, denn die Familie ist bekanntermaßen ein gutes Fundament, auf dem ein fruchtbares, glückliches Leben begründet werden kann.

(e)    Gründe für die vorab angegebene Ablehnung und Prävention, bedeutsame Bibelstellen

Die zugrunde liegenden Bibelstellen[xxxi], die deutlich z. B. gegen die Homosexualität sprechen sind:

1.Mose 19,5
"Sie riefen nach Lot und fragen ihn: Wo sind die Männer, die heute Abend zu dir gekommen sind? Heraus mit ihnen, wir wollen mit ihnen verkehren."

Dieses Beispiel wird gern für gleichgeschlechtlichen "Verkehr" in der Bibel genommen, aber Achtung: Es handelt sich laut Genesis 19,1 um 2 Engel, die Lot aus Sodom und Gomorrha führen sollen. Engel aber sind bekannterweise geschlechtslos. Die Leute aus Sodom aber fielen der Strafe Gottes anheim.

2.Mose 18,22
"Du darfst nicht mit einem Mann schlafen, wie man mit einer Frau schläft; das wäre ein Greuel."

2.Mose 20,13
"Schläft einer mit einem Mann, wie man mit einer Frau schläft, dann haben sie eine Greueltat begangen; beide werden mit dem Tod bestraft; ihr Blut soll auf sie kommen."

Beide vorgenannten Bibelstellen sind deutlich: Es ist Gott ein Gräuel, zu biblischer Zeit mit dem Tode bestraft. Dies bezeiht sich übrigens nicht auf die oft genannten Lustknaben, sondern generell auf Männer, wie nach genannt ersichtlich:

5.Mose 22,5

"Eine Frau soll nicht die Ausrüstung eines Mannes tragen, und ein Mann soll kein Frauenkleid anziehen; denn jeder, der das tut, ist dem Herrn, deinem Gott, ein Greuel."

Dies ist unmissverständlich auch für Frauen gültig. Nun wäre auch eine Verkleidung in jeder Komödie z.B. Charleys Tante ein Gräuel, aber in diesem Falle sollte sie als offensichtliche Verkleidung um eines Theaterstückes gelten und verzeihlich sein. Hingegen stellt eine Travestieshow bereits eine Grauzone dar, in Verbindung mit Homosexualität ist sie jedoch eindeutig Gott ein Gräuel.

In jedem Falle ist sie eine entehrende Eigenschaft und schwere Sünde und Unzucht, die nur durch Reue und eine Beichte wieder zu beheben ist. Bei dauernder Wiederholung droht allerdings die Exkommunion:

Röm 1, 26-27

"Darum lieferte Gott sie entehrenden Leidenschaften aus: Ihre Frauen vertauschten den natürlichen Verkehr mit dem widernatürlichen; ebenso gaben die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau auf und entbrannten in Begierde zueinander; Männer trieben mit Männern Unzucht und erhielten den ihnen gebührenden Lohn für ihre Verirrung."    

Man beachte, dass auch zwischen Knabenschänder und Lustknaben unterschieden wird:

1. Kor 6, 9-10
"Wißt ihr denn nicht, daß Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Täuscht euch nicht! Werder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Lustknaben, noch Knabenschänder, noch Diebe, noch Habgierige, keine Trinker, keine Lästerer, keine Räuber werden das Reich Gottes erben."

 

Im Vorgenannten kommen auch weitere Sünden zum Tragen, auch diese sind u. a. mit dem Korruptionsskandal, Betrügereien und Häresien sicherlich ein Punkt, in dem die RKK weiteren Handlungsbedarf besitzt. Siehe hier die Quelle Euronews Betrug und Korruption in der Vatikanbank vom 28.5.2013 [xxxii]

Der Geldwäscheskandal bei der Vatikan-Bank zieht immer weitere Kreise. Die italienischen Behörden haben nun einen Geheimdienstmitarbeiter, einen Finanzmakler und den Bischof von Salerno verhaftet. Den drei Männern werden Korruption und Betrug vorgeworfen. Der Geistliche Nunzio Scarano war bereits vor mehreren Wochen von seinen Funktionen suspendiert worden.

Fahren wir fort mit den biblischen Grundlagen:

1. Tim 1, 9-10

"und bedenkt, daß das Gesetz nicht für den Gerechten bestimmt ist, sondern für Gesetzlose und Ungehorsame, für Gottlose und Sünder, für Menschen ohne Glauben und Ehrfurcht, für solche, die Vater oder Mutter töten, für Mörder, Unzüchtige, Knabenschänder, Menschenhändler, für Leute, die lügen und Meineide schwören und all das tun, was gegen die gesunde Lehre verstößt."

Dies sollte deutlich genug sein. Unzuchtsfälle waren auch vor nicht geraumer Zeit ein Thema in der RKK und zwar auch außerhalb des Vatikans, wobei angesichts der wohl geleisteten Eide und des Zölibats sich die Frage stellt, ob „Lügen und Meineide“ nicht vermeidbar wären, wenn man das Zölibat endlich (ähnlich wie bei manchen Ostkirchen, der AKK oder EKD) aufheben würde. Die Scheidung und deren Probleme dürften auch noch zu erläutern sein (obwohl wir mit dem Scheidebrief und unserer Einstellung in der KKD eher modern sind, ist sie biblisch begründbar und wird nur in Ausnahmefällen so gehandhabt. Homosexuelle Ehen, Verbindungen oder Trauungen sind gegen das Biblische Verständnis für eine Familie, aus der ja auch Nachwuchs erwachsen soll. Dies ist ohne künstliche Hilfsmittel und ohne Leihmutter auch heute nicht mal technisch möglich – ob es ethisch vertretbar ist wagen wir als Kirche zu bezweifeln:

Markus 10,5-9
"Jesus entgegnete ihnen: Nur weil ihr so hartherzig seid, hat er euch dieses Gebot gegeben. Am Anfang der Schöpfung aber hat Gott sie als Mann und Frau geschaffen. Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen, und die zwei werden ein Fleisch sein. Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen."

Aus all diesen Gründen dulden wir keine Homosexualität im Amt, werden sie auch aus Glaubensgründen nicht als Gottgefällig ansehen und werden auch keine o. a. Missstände in der KKD oder deren Teilkirchen dulden. Wir sehen uns in diesem Sinne durchaus als Alternative für Katholiken an, die den ursprünglichen Glauben erhalten wollen.


Artikel III.   Abschließende Bestimmungen, Gültigkeit des Rundschreibens

Das Vorgenannte alles soll bei unseren Entscheidungen in der KKD in Zukunft berücksichtigt und auch anderen Kirchen wie der RKK, AKK, EKD brüderlich zum Rate gereicht werden.

Mögen mir meine Unzulänglichkeiten und Ansichten in diesem Rundschreiben alle Brüder und Schwestern nachsehen und uns beistehen. Heute und in Zukunft, möge uns der Herr dabei helfen im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes, Amen

+Karl Uwe Eckert+ als Erster und Erzbischof der keltischen Kirche in Deutschland, am 30. Tag des Monats Juni im Jahre des Herrn 2013

Artikel IV.Inhaltsverzeichnis

. 18

 

Quellenverzeichnis für weitere Informationen
(sofern nicht anders angegeben Stand 6/2013) 

[1] Siehe Codex der keltischen Kirche in Deutschland, sowie die aktuell gültige Satzung, Stand 6/2013

[II] Siehe 1 Bischof Pierre Martin Ngô-Dinh-Thuc, Oskar Schmidt, BoD Norderstedt

[III] Siehe http://www.vaticarsten.de/theologie/vatii/vatiiindex.htm  oder http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/index_ge.htm

[1V] http://de.wikipedia.org/wiki/Palmarianisch-Katholische_Kirche

[V] http://de.wikipedia.org/wiki/Priesterbruderschaft_St._Pius_V.

[VI] http://www.heiligenlexikon.de/BiographienP/Pius_V.htm

[VII] http://de.wikipedia.org/wiki/Pius_V.

[VII1] Bulle Quo primum, Martin Klöckener: Die Bulle „Quo primum" Papst Pius' V. vom 14. Juli 1570. Zur Promulgation des nachtridentinischen Missale Romanum. Liturgische Quellentexte lateinisch-deutsch 2. In: Archiv für Liturgiewissenschaft 48 (2006) 41-51.

[1X] Dienst im Namen Jesu Christi: Impulse für Pastoral, Katechese und Liturgie, herausgegeben von Helmut Hoping und Hans J. Münk im Auftrag der Theol. Iniversität Luzern, Paulusverlag 2001

[X] Karl Rahner, Herbert Vorgrimler: Kleines Konzilskompendium. 22. Auflage. Herder, Freiburg 1990, S. 105ff.

[X1] http://pius.info/component/content/article/191-allgemein/5027-das-konzil-vatikanum-ii-und-die-muttergottes

[XI1] http://de.wikipedia.org/wiki/Unitatis_redintegratio

[XII1] http://de.wikipedia.org/wiki/Nostra_Aetate

[X1V] http://de.wikipedia.org/wiki/Dignitatis_humanae

[XV] http://www.maranatha.it/RitoMessa/messpage.htm oder http://de.wikipedia.org/wiki/Novus_Ordo_Missae

[XV1] http://de.wikipedia.org/wiki/Sacrosanctum_Concilium

[XVI1] Augsburger Allgemeine Blog Dienstag, 2. Juli 2013

http://www.augsburger-allgemeine.de/community/profile/mariat/Das-II-Vatikanische-Konzil-und-der-Zeitgeist-id23126656.html

[XVII1] Taufe und Theologie nach dem 2. Vatikanischen Konzil P. David Orr, osb, Prior des Benediktinerklosters Arcadia, NSW (Australien)

[X1X] Letzte Ölung oder Krankensalbung? Plädoyer für eine differenziertere sakramentale Theorie und Praxis*

Gisbert Greshake, Wien als Kommentar und Zitat zu A. Knauber, Krankensalbung, in: Handbuch der Pastoraltheologie, Bd. IV, hrsg. von Arnold, Klostermann u. a., Freiburg 1969, 167.

[XX] Siehe hierzu das Script von Prof. Dr. Klaus Lüdecke zur Einführung der Vorlesung "Kirchliches Eherecht"

http://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/fb2/d-praktischetheologie/kanonischesrecht/service/einfuehrung_vorlesung.pdf

[XX1] Von Philon, De specialibus legibus III.1-82

[XXII] Der Codex des kanonischen Rechtes der keltischen Kirche Deutschlands (Codex Iuris Canonici Ecclesiae Celtica) Kanon III-3.2.5.1 Kirchliche Scheidung oder Auflösung / Ungültigkeit der Ehe i) bis k) insbesondere aber o)

[XX1II] http://www.ekd.de/glauben/abc/laie.html

[XXIV] DOGMATISCHE KONSTITUTION LUMEN GENTIUM ÜBER DIE KIRCHE, Vatikan

[XXV] de.wikipedia.org/wiki/Heiligsprechung

[XXV1] Quelle: FOCUS Magazin Nr. 25 (2013) REPORT Outing im Vatikan Montag, 17.06.2013, 00:00
http://www.focus.de/politik/ausland/outing-im-vatikan-der-papst-und-das-katholische-schwulen-netzwerk_aid_1016193.html

[XXVI1] Quelle: FOCUS Magazin Nr. 25 (2013) REPORT Outing im Vatikan Montag, 17.06.2013, 00:00

http://www.focus.de/politik/ausland/outing-im-vatikan-der-papst-und-das-katholische-schwulen-netzwerk_aid_1016193.html

[XXVII1] Quelle: NDR Norddeutscher Rundfunk 12.06.2013 | 18:26 http://www.presseportal.de/pm/6561/2492019/karriere-in-schwulen-netzwerken-david-berger-auf-ndr-kultur-ueber-homosexualitaet-im-vatikan

[XXIX] Quelle: http://www.heute.at/news/welt/art23661,895318

Pfarrer packte aus Priester-Prostitutionsring im Vatikan aufgeflogen Heute.at 28.6.2013 14:34

[XXX] Die Welt am 1.7.2013, Artikel 30.06.13 Ehe und Familie Das Armutszeugnis der evangelischen Kirche

http://www.welt.de/debatte/article117583776/Das-Armutszeugnis-der-evangelischen-Kirche.html?fb_action_ids=4317079185361&fb_action_types=og.recommends&fb_source=aggregation&fb_aggregation_id=288381481237582

[XXX1] Einheitsausgabe der heiligen Schrift, Aktuelle Ausgabe.

[XXXI1] http://de.euronews.com/2013/06/28/betrug-und-korruption-in-der-vatikan-bank/

Diskutiert diesen Artikel im Forum (1 Antworten).

Administrator_der_Websites Avatar
Administrator_der_Website antwortete auf das Thema: #48953 04 Jul 2013 10:00
Aus gegebenen Grund kann man darüber diskutieren, am Besten dann hier ;)

   

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