Der heutige Tag sei der Priesterbrüderschaft St. Pius X der römisch katholischen Kirche gewidmet. Diese hält an der alten Tradition der Kirche fest und verweigert sich auch dem 2. Vatikanischen Konzil. Zudem üben sie sich in kirchlichem Ungehorsam gegeenüber dem Papst: Ähnlich wie bei uns weihen sie (vom rein christlichen Standpunkt her auch vollkommen verständlich) ihre eigenen Bischöfe (Vorsteher). Da dies am Mittwoch in der Schweiz in Ecône passierte und das Einverständnis des Papstes fehlte, ist dies automatisch eine (Ab-)spaltung der Sekte bzw dieser -unerlaubt- geweihten Bischöfe. Betrachten wir es nüchtern und in der Historie, so ist das nichts Schlimmes, sondern etwas dutzendfach Praktiziertes: Seit Beginn spalteten sich von "der einen christlich katholischen Kirche" schon viele Zweige ab, die orthodoxen Kirchen, die evangelischen Kirchen, die anglikanische Kirche, Evangelikale, Baptisten und so weiter. Alle sind die Kirche und -im Grunde genommen- nur verschiedene Ausprägungen der EINEN Kirche Christi, die nicht unbedingt die römische Kirche sein muss. Es möchte keiner - auch ich nicht - die Stimme des Papstes schmälern oder ignorieren, doch ist es ein Fakt und auch legitim seinen eigenen Weg gehen zu dürfen, solange man nicht die Einheit aller Gläubigen in Frage stellt, sondern sie vielleicht dadurch etwas mehr beleben kann. Ein Grundsatz in der Kirche lautet denn auch, solange man etwas mit Liebe, aus Notwendigkeit und in Frieden mit seinem Nächsten umsetzt, ist es keine Sünde.
Ich wünsche daher den "Rebellen" von St. Pius X auf diesem Weg Gottes Segen, Frieden und das Verständnis der römisch katholischen Kirche. Wo ein Wille ist, da muss auch keine Spaltung daraus entstehen.
Ein gesegneter Mittwoch euch allen.
